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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26581
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Inwieweit ist der Vermieter ohne Nachfrage den zur angemieteten

Kundenfrage

Inwieweit ist der Vermieter ohne Nachfrage den zur angemieteten Keller zu betreten? Ist das Hausfriedensbruch?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Wie ist denn der Keller verschlossen (Türe, Schloss, gar nicht?).


Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Mein vater hat die Tür als Besuch kam leider nicht verschlossen, die Tür war nur angelehnt. Leider hat die Vermieterin diese Chance sofort genutz und ist in den Kellerraum gegangen ohne vorher zu fragen

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Als Mieter haben Sie ein Besitzrecht an der Wohnung.

Das bedeutet, Sie können Dritte, also auch den Vermieter von der Nutzung der Wohnräume, also auch dem Betreten Ihres Kellers ausschließen.

Der Vermieter darf also aufgrund des Besitzrechts Ihre Wohnung nicht betreten. Wenn er die Wohnung dennoch betritt, ohne Ihre Erlaubnis zu haben, dann macht er sich nach § 123 StGB wegen Hausfriedensbruch strafbar.

Durch § 123 StGB wird Ihre Wohnung geschützt.

Nach Ansicht des OLG Düsseldorf zählen zur Wohnung auch Nebenräume, wie Keller und Speicher (OLG Düsseldorf in NJW 1997,3383).

Ihr Vermieter hat sich also des Hausfriedensbruchs nach §123 StGB strafbar gemacht.

Soweit er aus Ihrem Keller etwas entwendet hat hat er sich nach § 242 StGB wegen Diebstahls strafbar gemacht. Eine Stragfbarkeit wegen schweren Diebstahls liegt dagegen nicht vor. da die Türe nicht verschlossen war.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt