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rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3168
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator im Mietrecht
30639152
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich besitze zusmmen mit meinem

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, ich besitze zusmmen mit meinem Bruder ein Einfamilienhaus. Ich bin dabei zu 2/3 und mein Bruder zu 1/3 Eigentümer.
Meine Fragen:
1. Ist es richtig, das alle Entscheidungen die das Haus betreffen (Modernisierung, Werterhaltung, Nutzung, Vermietung...) die Eigentümerversammlung mit einfacher Mehrheit trifft. Da ich zu 2/3 Eigentümer bin, habe ich mit meiner Stimme faktisch immer die Mehrheit.
2. Ist es richtig, das alle Ausgeben / Einnahmen des Hauses (also Kosten für Arbeiten am Haus, Betriebskosten, Modernisierungskosten, Mieteinnahmen....) die Eigentümer entsprechend ihrer Eigentumsanteile tragen? Also bezahle ich stetz zwei Drittel der Kosten und erhalte stetz zwei Drittel der Einnahmen.
Gern schicke ich Ihnen den dazugehörigen Notarvertrag als PDF zu, so dass Sie die Eigentumsverhältnisse richtig einschätzen.
Mit freundlichen Grüßen XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bei einem EFH gilt leider kein WEG-Recht, hier sind Entscheidungen grds. nur einvernehmlich zulässig, die jeweiligen Miteigentümer bilden eine Gesellschaft nach § 705 BGB, es kommen die Vorschriften zur Bruchteilsgemeinschaft nach § 747 BGB zur Anwendung, aus der sich u.a ergibt, dass über das ganze Eigentum nur alle gemeinsam verfügen können:

§ 747 Verfügung über Anteil und gemeinschaftliche Gegenstände
Jeder Teilhaber kann über seinen Anteil verfügen. Über den gemeinschaftlichen Gegenstand im Ganzen können die Teilhaber nur gemeinschaftlich verfügen.

Anders ist es allerdings bei der Tragung von Kosten oder der Verteilung von Einkübften, hier wird jeder Eigentümer nach der Höhe seiner Anteile herangezogen oder vergütet.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben.

Bitte stellen Sie solange Nachfragen, bis Ihre Frage beantwortet ist, Ist Ihre Frage beantwortet, freue ich mich über Ihre positive Bewertung.

Viele Grüße
rebuero24 und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Joachim,


Nachfrage. Sie Schreiben: "Entscheidungen sind grundsätzlich nur einvernehmlich zulässig" und später schreiben Sie. "Jeder Teilhabeber kann über seinen Anteil verfügen"


Kann der Miteigentümer (mein Bruder zu 1/3 Miteigentümer) mir und meinem Sohn verwehren, meinen Hausanteil (2/3) zum Wohnen zu benutzen?


Mein Sohn hat jetzt (im Oktober) in der betreffenden Stadt begonnen zu studieren und will jetzt für eine Zeit (4 Jahre sind gedacht) meinen Hausanteil bewohnen. Ich bewohne als Ferienwohnung auch Zimmer, so dass wir (ich und mein Sohn) insgesamt 4 der 6 Zimmer bewohnen. Auch bezüglich der Quadratmeter ist das 1:2 Verhältnis gewahrt.


Mit freundlichen Grüßen M. Frey

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre pos. Bewertung und Ihre Nachfrage.

Entscheidungen, die das gesamte Haus betreffen, müssen gemeinsam gefällt werden, dagegen kann über den Anteil ggf. alleine verfügt werden, er könnte den Anteil zB. an einen Dritten veräußern. Mehr ist allerdings bzgl. der alleinigen Verfügung nicht möglich.

Nein, der Bruder darf Ihnen die Nutzung, wie auch Ihrem Sohn nicht verwehren, da Sie das ganze Haus zu 2/3 nutzen dürfen. Hierauf haben Sie einen Rechtsanspruch, der sich aus Ihrem Miteigentum herleitet.

Sofern eine Aufteilung im Haus möglich ist, wäre natürlich die Nutzung leichter und nach Ihren Vorstellungen so auch möglich, wenn auch der Bruder noch eine anteilmäßige Nutzungsmöglichkeit hat und er darauf nicht verzichtet.

Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Nun verlangt mein Bruder aber Entschädigungen in Höhe von insgesamt 900 Euro monatlich, wegen der von mir verursachten etwas höheren Betriebskosten und anstehenden Reperaturen. Er droht mit der Auflösung der Gemeinschaft durch eine Zwangsversteigrung.


Da das Haus unser Elternhaus ist, will ich es nicht aufgeben. Darf dann jeder mitsteigern? Kann ich das Objekt für andere etwas uninteressanter machen, indem ich meiner Frau einen Niebrauch auf Lebenszeit für meinen Hausanteil ins Grundbuch eintragen lasse? Oder was ist möglich?


Viele Grüße M. Frey