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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 19772
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Wir sind umgezogen zum 01.08.2012 umgezogen, der alte Vermieter

Beantwortete Frage:

Wir sind umgezogen zum 01.08.2012 umgezogen, der alte Vermieter bezahlt seit 1,5 Monaten die Mietkaution nicht zurück, weil er noch Kosten geltend machen möchte, wie hier aufgeschlüsselt:

-ein verkalkter Wasserhahn im Keller, den er wechseln lies.
-einen vermeintlich fehlenden Generalschlüssel, den wir aber nie erhalten haben, es gibt hierzu kein Übergabeprotokoll.
- ein von uns erzeugtes und mit Holzkit befülltes Loch (2 cm) im Parkett (Abschleifen hilft hier nichts), Parkett-Alter ca. 30 Jahre, nie gewechselt.

Ich habe zwei Fragen:
1.) Darf der Vermieter die Kaution unter manchen Bedingungen zurückhalten, beispielsweise eine der hier aufgezeigten Kostenansprüche seitens des Vermieters?
2.) Sind die hier aufgeschlüsselten Kostenansprüche des Vermieters berechtigt?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort & mit freundlichen Grüßen
Daniel Pape
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Der Vermieter darf die Kaution maximal sechs Monate zurückhalten, soweit er diese Zeit benötigt, um etwaige Schadensersatzansprüche gegen den Mieter zu prüfen und geltend zu machen.

Stehen aber keine Ansprüche aus dem Mietverhältnis mehr offen (Mietzinsansprüche und Nebenekostennachzahlungen), und sind auch keine Schadensersatzansprüche gegeben, so ist der Vermieter zu unverzüglicher Rückzahlung der Kaution an den Mieter verpflichtet.

Die von Ihnen erwähnten Kostenpositionen berechtigen den Vermieter jedenfalls nur in einem Punkt zum Einbehalt der Kaution und zu anteiliger Verrechnung:

1.) Die Erneuerung des verkalkten Wasserhahns im Keller unterfällt der dem Vermieter obliegenden Instandhaltungs-/Instandsetzungspflicht aus § 535 Absatz 1 Satz 2 BGB. Sie haben als Mieter für diese Kosten nicht aufzukommen.

2.) Für die Kosten des Generalschlüssels können Sie gleichfalls nicht in Anspruch genommen werden, denn auch diese Kosten hat der Vermieter zu tragen, und nicht der Mieter. Hier kann der Vermieter zudem nicht einmal beweisen, dass Sie diesen Schlüssel jemals erhalten haben, weil es schon an einem Übergabeprotokoll fehlt.

3.) Das von Ihnen verursachte Loch in dem Parkettboden stellt einen ersatzfähigen Schaden dar. Die Kosten für die fachgerechte Reparatur des Parketts kann der Vermieter von Ihnen ersetzt verlangen.

Fordern Sie den Vermieter nunmehr schriftlich und nachweisbar (Einschreiben mit Rückschein) zu einer konkreten Bezifferung des Schadens an dem Parkett und zu dessen Beseitigung auf, damit eine anteilige Verrechnung der entsprechenden Kosten mit der Kaution erfolgen kann. Setzen Sie hierzu eine Frist von 14 Tagen, und kündigen Sie an, dass Sie nach Ablauf der Frist Ihren Rückzahlungsanspruch auf dem Rechtsweg geltend machen.



Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Sie können nach Abgabe einer positiven Bewertung selbstverständlich jederzeit kostenfrei Nachfragen stellen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Hüttemann,


 


vielen Dank für die Antwort. Zum Parkett: Selbst wenn der Parkett schon mehr als 30 Jahre alt ist und nie vom Vermieter "optimiert" wurde, besteht der Anspruch seitens des Vermierter?


 


Mit freundlichen Grüßen


Daniel Pape

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Nach der Rechtsprechung hat Parkett eine Lebensdauer von 12-15 Jahren. Für die Erneuerung des Prakettbodens ist selbstverständlich stets der Vermieter in der Pflicht.

Das heißt konkret: Der Vermieter könnte von Ihnen natürlich nicht die Kosten für eine Erneuerung verlangen. Er kann nur die Kosten für eine fachgerechte Schließung (Verfugung) des Lochs in dem Parkett von Ihnen fordern. Mehr nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 19772
Erfahrung: Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für Ihre kompetente Antwort, Sie haben mir damit geholfen und ich kann die nächsten Schritte mit mehr Rechtssicherheit angehen. Ich habe Sie natürlich positiv bewertet.


 


Mit freundlichen Grüßen


Daniel Pape

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Besten Dank auch Ihnen.

Alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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