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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26023
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, hier meine Frage: Ich wohne seit 12 Jahren in einer

Kundenfrage

Hallo, hier meine Frage:
Ich wohne seit 12 Jahren in einer Mietwohnung Baujahr 1994. Nun löst sich der Teppichboden an vielen Stellen vom Boden ab, wirft Wellen und lässt sich auch nicht mehr ordentlich säubern. Mein Vermieter weigert sich einen neuen Boden zu verlegen, bzw. will, dass ich mich an den Kosten beteilige. Ich zahle 1021,-- Euro/Monat Miete incl. NK. Wenn ich ihm jetzt schreibe (muss das per Einschreiben sein?), wie lange muss ich ihm Zeit geben, den Bodenbelag zu erneuern, bzw. wann und um wieviel kann ich die Miete kürzen.
In 2 Zimmern habe ich von Wand zu Wand große Schränke. Muss ich diese abbauen, damit das komplette Zimmer ausgelegt werden kann?
Für Ihre Antwort wäre ich Ihnen dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Brigitte Baumann
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Wie alt ist denn der Teppichboden?


Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Der Teppichboden ist 18 Jahre alt.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ein hochwertiger Teppichboden ist etwa nach 8-10 Jahren abgenutzt. Nach dieser Zeit müssten Sie sich nicht mehr an den Kosten beteiligen, selbst wenn Sie den Teppichboden schuldhaft beschädigt hätten.

Also eine Kostenbeteiligung Ihrerseits scheidet definitiv aus.

Auf der anderen Seite haben Sie natürlich einen Anspruch auf Instandhaltung der Mietsache durch den Vermieter. Der Anspruch ergibt sich aus § 535 BGB. Wenn der Teppichboden sich gelöst hat und wellig geworden ist, dann liegt ein Mangel vor, den der Vermieter auf eigene Kosten zu beseitigen hat. Weigert sich der Vermieter, so können Sie die Instandsetzung im Klagewege durchsetzen.

Wenn Sie Ihren Vermieter anschreiben, dann sollten Sie dies durch Einschreiben tun, damit Sie den Zugang im Streitfall nachweisen können.

Sie sollten dem Vermieter eine Frist von 14 Tagen ab Briefdatum geben, um mit den Arbeiten zu beginnen.

Nun zur Mietminderung:


Da von Ihrem Teppich nur eine Stolpergefahr ausgeht, können Sie die Bruttomiete um 4,65 % mindern (AG Köln WuM 1988,108).

Soweit allerdings der Teppich auch optische Mängel aufweist kann eine Minderung von 15% erfolgen (OLG Celle WuM 1995, 584).

Die Miete können Sie ab dem Zeitpunkt kürzen, ab dem der Vermieter erstmals Kenntnis vom mangelhaften Teppichboden erlangt hat. Sie können die Miete daher auch rückwirkend kürzen.

Hinsichtlich der Neuverlegung des Teppichs trifft Sie lediglich eine Duldungspflicht.

Sie sind nicht verpflichtet Ihre Schränke selbst auf und abzubauen. Dies muss der Vermieter übernehmen. Er muss die Wohnung nach Beendigung der Arbeiten in dem Zustand zurückgeben in dem er sie vorgefunden hat.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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