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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 16757
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Fachanwalt, Wir wollen ein Grundstück

Kundenfrage

Sehr geehrter Herr Fachanwalt,


Wir wollen ein Grundstück mit einem Doppelhaus (2 Doppelhaushälften) erwerben. Eine Haushälfte steht leer. Die andere Haushälfte ist seit 2003 vermietet.

In die leere Haushälfte möchte ich mit meiner Partnerin und unserer Tochter einziehen. In die andere Haushälfte wollen meine Eltern einziehen. Meine Partnerin, unser Kind und ich wohnen derzeit in einer 3-Zimmer Wohnung. Meine Eltern wohnen in einer 4-Zimmer-Wohnung.

Der Kauf des Objektes soll in Gemeinschaft erfolgen (Eltern & Sohn) im Verhältnis 50:50. Meine Eltern und ich sollen im Grundbuch als gleichberechtigte neue Eigentümer eingetragen werden (1/2 : 1/2) .

Für die vermietete Haushälfte soll eine durchsetzbare Kündigung aufgrund von Eigenbedarf erfolgen. Gründe die für das Infragekommen der Sozialklausel sprechen liegen nicht vor. Eine zusätzliche Sperrfrist sehe ich auch nicht, da die Doppelhaushälften nicht einzeln für sich im Grundbuch stehen (nur ein Haus auf einem Grundstück) und auch eine Umwandlung in Eigentumswohnung von uns nicht beabsichtigt wird. Den Eigenbedarfsanspruch würde ich gerne über meine Eltern durchsetzen.

a) Ist die Kombination von mehreren Eigenbedarfsgründen im Kündigungsschreiben sinnvoll oder sollte man sich auf einen einzigen Grund beschränken? Gründe die ich bei meinen Eltern sehen würde wären beispielsweise:
1. Die Doppelhaushälfte soll als Altersruhesitz dienen (die Eltern sind 65 Jahre und 62 Jahre).
2. Beide Eltern besitzen einen GdB von 50 und wohnen bis dato in einer Wohnung in der 5. Etage ohne Fahrstuhl, was für beide immer beschwerlicher wird.
3. Die Eltern haben den Wunsch in unmittelbarer Nähe der Kinder bzw. Enkelkinder zu wohnen.

Sind dies alles tragfähige Gründe?

b) Wäre es von Vorteil wenn ich als Sohn die Eigenbedarfskündigung für meine Eltern ausspreche, die ja zu den unmittelbaren Familienangehörigen gehören? Oder können meine Eltern die Eigenbedarfskündigung mit den o.g. Gründen auch selbst aussprechen, da sie ja im Grundbuch mit 50% als Eigentümer an Haus und Grundstück eingetragen sind?

c) Ich bin mir nicht sicher, ob die unvermietete Haushälfte zu einem Problem werden könnte bei einer sofortigen Eigenbedarfskündigung nach Grundbucheintrag, da die Haushälfte ja dann zum Kündigungszeitpunkt noch leer wäre und man daraus schließen könnte, dass meine Eltern dort einziehen könnten. Bei der sofortigen Kündigung nach Grundbucheintrag hätte man einen zeitlichen Vorteil, da es ansonsten ca. zwei Monate dauern würde bis meine Partnerin, unsere Tochter und ich die leere Haushälfte bezogen hätten. Ist es taktisch ratsam, dass meine Partnerin, die Tochter und ich erst in die leere Haushälfte eingezogen sind, bevor die Kündigung ausgesprochen wird oder kann die Kündigung schon sofort nach Grundbucheintrag erfolgen? Was ist zu beachten, falls die Kündigung sofort nach Grundbucheintrag möglich wäre? Müsste man im Kündigungsschreiben darlegen, dass ich mit meiner Familie in die leere Haushälfte ziehen werde und meine Eltern in die andere Haushälfte ziehen wollen?


d) Laut Mietvertrag beträgt die Kündigungsfrist 9 Monate, da das Mietverhältnisse seit mehr als 8 Jahren besteht. Würde sich die Kündigungsfrist aufgrund der Eigenbedarfskündigung nochmals verlängern?

Mich interessiert sehr, wie wir uns verhalten sollten, um die Eigenbedarfskündigung haltbar durchführen zu können. Vor allem würde mich auch die korrekte Reihenfolge der Schritte interessieren, die man hierbei beachten sollte bzw. Fallstricke die es dabei zu beachten gilt.

Mit freundlichen Grüßen

F. Senzig
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst gilt insoweit § 573 Absatz Nr. 2 BGB:

(1) Der Vermieter kann nur kündigen, wenn er ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses hat. 2Die Kündigung zum Zwecke der Mieterhöhung ist ausgeschlossen.
(2) Ein berechtigtes Interesse des Vermieters an der Beendigung des Mietverhältnisses liegt insbesondere vor, wenn

2. der Vermieter die Räume als Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt oder
(3) Die Gründe für ein berechtigtes Interesse des Vermieters sind in dem Kündigungsschreiben anzugeben. Andere Gründe werden nur berücksichtigt, soweit sie nachträglich entstanden sind.
(4) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.


Die Kündigung muss an alle Mieter, und zwar auch an bereits ausgezogene Mitmieter, gerichtet werden.
Die Eigenbedarfskündigung muss in dem Kündigungsschreiben konkret begründet werden, wobei nicht angegebene Gründe berücksichtigt werden, soweit sie nachträglich entstanden sind.

Die Kündigungsfrist ergibt sich aus § 573c Abs. 1 BGB.
Der Vermieter muss vernünftige und nachvollziehbare Gründe darlegen, wobei die Person,für die der Eigenbedarf geltend gemacht wird nicht namentlich benannt werden muss.
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts muss der Bedarf gegenwärtig absehbar sein, so dass eine Vorratskündigung unzulässig ist(BVerfG, Urt. v. 23.08.1990, Az.: 1 BvR 440/90, NJW 1990, 3259).

Wenn im selben Haus eine Wohnung frei ist, muss der Vermieter diese freie Wohnung dem gekündigten Mieter zu zumutbaren Bedingungen als Ersatz anbieten, da die Kündigung ansonsten wegen Rechtsmissbrauchs unwirksam ist (so der BGH, Urt. vom 09.07.2003, Az.: VIII ZR 276/02; WuM 2003, 464).

Ratsam wäre daher durchaus, wenn Sie mit Ihrer Partnerin und ihrem Kind in die Wohnung einziehen, und erst dann die Kündigung aussprechen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr RA Roth,



zunächst erstmal herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Ihre Nachricht ist mir allerdings nicht ausführlich genug. Die allgemeinen Dinge zum Eigenbedarf, die ich in Ihrer Antwort größtenteils wieder finde sind mir hinlänglich bekannt. Ich habe bei der Auswahloption von justanswer extra die höchste Detailtiefe gewünscht. Die hohe Detailtiefe sehe ich in Ihrer Antwort auf meine einzelnen Fragen leider nicht. Ich bitte Sie auf jede meiner Fragen a-d detailliert einzugehen. Sollten Ihnen noch Angaben zu unserer Ist-Situation, die ich in meiner Anfrage dargelegt habe, vermissen, bitte ich Sie, mir dies mitzuteilen.



Mit freundlichen Grüßen



F. Senzig

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Bestehen noch konkrete Nachfragen?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schwerin,


ich bitte Sie auf jede meiner Fragen a-d detailliert einzugehen. Sollten Ihnen noch Angaben zu unserer Ist-Situation, die ich in meiner Anfrage dargelegt habe, vermissen, bitte ich Sie, mir dies mitzuteilen. Mich interessiert sehr, wie wir uns verhalten sollten, um die Eigenbedarfskündigung haltbar durchführen zu können. Vor allem würde mich auch die korrekte Reihenfolge der Schritte interessieren, die man hierbei beachten sollte bzw. Fallstricke die es dabei zu beachten gilt.


MfG


Senzig

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Den in der Praxis wichtigsten (Bub/Treier/Grapentin IV Rn 65) und von Entscheidungen des BVerfG am häufigsten betroffenen (Übersicht zu den Entscheidungen des BVerfG bei Sonnenschein NJW 1993, 161) ordentlichen Kündigungsgrund stellt der „Eigenbedarf“ dar, der vorliegt, falls das Mietobjekt als Wohnung für einen bestimmten begünstigten Personenkreis zur Befriedigung seiner Wohnbedürfnisse benötigt wird, wobei infolge der Zukunftsbezogenheit des Kündigungsgrundes der relevante Zeitpunkt für das Vorliegen der Kündigungsvoraussetzungen zu prüfen ist und die Geltendmachung des Kündigungsgrundes nicht ausgeschlossen sein darf (Zum Eigenbedarf Harke ZMR 1991, 81; Kinne ZMR 2001, 251, 317, 511, 599; Schopp ZMR 1991, 327).

Nach st Rspr des BVerfG (BVerfGE 79, 292; zuletzt BVerfG WM 2002, 21) ist die Eigenbedarfskündigung verfassungsgemäß, wobei die Fachgerichte bei Auslegung des Gesetzes die zu Gunsten des Vermieters streitende Eigentumsgarantie gemäß Art 14 GG zu beachten haben. Für das Vorliegen von Eigenbedarf sind dabei allein die Interessen des Vermieters maßgebend (allg Rn 5) (BGH WM 1988, 47; Barthelmess § 564b aF Rn 15; Bub/Treier/Grapentin IV Rn 65). Dabei haben die Fachgerichte den Nutzungswunsch und die Lebensplanung des Eigentümers zu respektieren (BVerfG WM 1999, 449; WM 2002, 21; LG Wiesbaden WM 2001, 361; LG Berlin NZM 2001, 583), wobei auch eine Gesinnungsänderung und deren Zeitpunkt Teil der zu respektierenden Lebensplanung ist (BVerfG WM 1999, 449). Auch wenn dem Besitzrecht des Mieters nunmehr der Eigentumsschutz iSd Art 14 GG zugebilligt wurde (BVerfG WM 1993, 377 = ZMR 1993, 405 = DWW 1993, 224; WM 1999, 450; WM 2004, 80), führt dies nicht dazu, dass im Rahmen des § 573 eine Interessenabwägung zwischen Vermieter- und Mieterinteressen stattfinden muss. Vielmehr sind die verfassungsrechtlichen Mieterrechte dann in verfassungsrechtlich nicht zu beanstandender Weise (BVerfG WM 1999, 450) gewahrt, wenn im Rahmen der Eigenbedarfsprüfung vom Mieter vorgetragenen Zweifeln an der Ernsthaftigkeit des Nutzungswunsches des Vermieters nachgegangen wird (BerlVerfGH ZMR 2001, 87) und iÜ die für einen Fortbestand des Mietverhältnis sprechenden Interessen des Mieters nur über die Sozialklausel des § 574 Berücksichtigung finden (BVerfG WM 1999, 450; BGHZ 103, 91; Bub/Treier/Grapentin IV Rn 65).

a) Ist die Kombination von mehreren Eigenbedarfsgründen im Kündigungsschreiben sinnvoll oder sollte man sich auf einen einzigen Grund beschränken? Gründe die ich bei meinen Eltern sehen würde wären beispielsweise:
1. Die Doppelhaushälfte soll als Altersruhesitz dienen (die Eltern sind 65 Jahre und 62 Jahre).
2. Beide Eltern besitzen einen GdB von 50 und wohnen bis dato in einer Wohnung in der 5. Etage ohne Fahrstuhl, was für beide immer beschwerlicher wird.
3. Die Eltern haben den Wunsch in unmittelbarer Nähe der Kinder bzw. Enkelkinder zu wohnen.

Sind dies alles tragfähige Gründe?

Man muss einen ganz konkreten Eigenbedarf benennen und nicht mehrere Alternativen.

Der Eigenbedarf muss konkret bestehen und nachweisbar sein.

Man kann aber mehrere Gründe heranziehen, um einen Eigenbedarf zu untermauern.

Man kann daher auch diese 3-Stufigkeit so wählen.

b) Wäre es von Vorteil wenn ich als Sohn die Eigenbedarfskündigung für meine Eltern ausspreche, die ja zu den unmittelbaren Familienangehörigen gehören? Oder können meine Eltern die Eigenbedarfskündigung mit den o.g. Gründen auch selbst aussprechen, da sie ja im Grundbuch mit 50% als Eigentümer an Haus und Grundstück eingetragen sind?

Sie müssen alle zusammen die Kündigung aussprechen.

Nur alle Eigentümer zusammen können ja überhaupt wirksam kündigen.

c) Ich bin mir nicht sicher, ob die unvermietete Haushälfte zu einem Problem werden könnte bei einer sofortigen Eigenbedarfskündigung nach Grundbucheintrag, da die Haushälfte ja dann zum Kündigungszeitpunkt noch leer wäre und man daraus schließen könnte, dass meine Eltern dort einziehen könnten. Bei der sofortigen Kündigung nach Grundbucheintrag hätte man einen zeitlichen Vorteil, da es ansonsten ca. zwei Monate dauern würde bis meine Partnerin, unsere Tochter und ich die leere Haushälfte bezogen hätten. Ist es taktisch ratsam, dass meine Partnerin, die Tochter und ich erst in die leere Haushälfte eingezogen sind, bevor die Kündigung ausgesprochen wird oder kann die Kündigung schon sofort nach Grundbucheintrag erfolgen? Was ist zu beachten, falls die Kündigung sofort nach Grundbucheintrag möglich wäre? Müsste man im Kündigungsschreiben darlegen, dass ich mit meiner Familie in die leere Haushälfte ziehen werde und meine Eltern in die andere Haushälfte ziehen wollen?

Die Kündigung kann frühestens nach Grundbucheintrag erfolgen.

Wenn bereits klar ist, dass Sie in die andere Haushälfte einziehen wollen, ist ein vorheriger Einzug nicht erforderlich.

Grundsätzlich müsste man die Mieter auf eine freie Wohnung verweisen.

Aber das Sie vorhaben, die Wohnung bzw. andere Haushälfte selbst zu nutzen, muss kein Verweis an die Mieter erfolgen.

Sie müssen den Mietern also keine Angaben über die Verwendung der anderen Haushälfte machen.



d) Laut Mietvertrag beträgt die Kündigungsfrist 9 Monate, da das Mietverhältnisse seit mehr als 8 Jahren besteht. Würde sich die Kündigungsfrist aufgrund der Eigenbedarfskündigung nochmals verlängern?

Nein. Die Frist bleibt bei 3 Monaten + die Verlängerung aufgrund der Mietdauer, mithin bei 9 Monaten nach § 573 c BGB.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schwerin,


 


vielen Dank für Ihre kompetente Antwort. Ein paar Rückfragen habe ich noch.


 


1) Welcher der drei Gründe unter Punkt a stellt Ihrer Meinung nach in unserer Situation den aussichtsreichsten Grund für die Kündigung aufgrund des Eigenbedarfs dar?


 


2) Ich bin etwas verunsichert, was den Kündigungszeitpunkt angeht, da Anwalt Roth empfohlen hat, dass wir erst die Kündigung aussprechen nachdem wir in die leere Haushälfte eingezogen sind. Ihrer Antwort entnehme ich, dass bereits die Kündigung nach Grundbucheintrag erfolgen kann. Ich habe mich heute dazu entschieden eine Vermieter-Rechtschutzversicherung für die vermietete Einheit abzuschließen und die Kündigung erst nach der dreimonatigen Sperrfrist der Rechtschutzversicherung auszusprechen. Innerhalb dieser drei Monate werde ich mit meiner Familie dann in die leere Haushälfte einziehen. Durch den Kauf des Objektes trete ich doch als neuer Eigentümer automatisch in den Mietvertrag ein. Kann ich den alten Mietvertrag dann einfach so weiterlaufen lassen oder muss ich dem Mieter einen Änderungsmietvertrag bzw. neuen Mietvertrag anbieten? Ich sehe die Gefahr, dass ich wenn ich den Mietvertrag ändere bzw. neu ausstelle ein Problem bei der Eigenbedarfskündigung bekommen könnte, da ja bereits bei Abschluss des neuen Mietvertrags fest stand, dass eine Eigenbedarfskündigung nach drei Monaten folgen wird. Wie soll ich mich dahingehend korrekt verhalten? Reicht es aus, dass ich dem Mieter meine Kontoverbindung für die Zahlung der Miete mitteile und eine Kopie des neuen Grundbuchauszugs vorlege, der beweist, dass ich der neue Eigentümer bin?


 


3) Sie teilen mit, dass die Kündigung von beiden Eigentümern (Mutter und Sohn) ausgesprochen werden muss. Wie sieht es dahingehend mit dem Mietverhältnis aus, werden beide Eigentümer automatisch zu den neuen Vermietern? Ich verfolge das Ziel, dass ich allein der neue Vermieter werde und in meinem Namen auch die Rechtschutzversicherung abschließen will. Ist es möglich, dass ich allein auf den Mieter zugehen kann und mich als Vermieter ausweise und ihn bitte mir als Eigentümer die Miete zu überweisen?


 


 


 

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

1) Welcher der drei Gründe unter Punkt a stellt Ihrer Meinung nach in unserer Situation den aussichtsreichsten Grund für die Kündigung aufgrund des Eigenbedarfs dar?

Punkt 2 ist dann am besten.

2) Ich bin etwas verunsichert, was den Kündigungszeitpunkt angeht, da Anwalt Roth empfohlen hat, dass wir erst die Kündigung aussprechen nachdem wir in die leere Haushälfte eingezogen sind. Ihrer Antwort entnehme ich, dass bereits die Kündigung nach Grundbucheintrag erfolgen kann. Ich habe mich heute dazu entschieden eine Vermieter-Rechtschutzversicherung für die vermietete Einheit abzuschließen und die Kündigung erst nach der dreimonatigen Sperrfrist der Rechtschutzversicherung auszusprechen. Innerhalb dieser drei Monate werde ich mit meiner Familie dann in die leere Haushälfte einziehen. Durch den Kauf des Objektes trete ich doch als neuer Eigentümer automatisch in den Mietvertrag ein. Kann ich den alten Mietvertrag dann einfach so weiterlaufen lassen oder muss ich dem Mieter einen Änderungsmietvertrag bzw. neuen Mietvertrag anbieten? Ich sehe die Gefahr, dass ich wenn ich den Mietvertrag ändere bzw. neu ausstelle ein Problem bei der Eigenbedarfskündigung bekommen könnte, da ja bereits bei Abschluss des neuen Mietvertrags fest stand, dass eine Eigenbedarfskündigung nach drei Monaten folgen wird. Wie soll ich mich dahingehend korrekt verhalten? Reicht es aus, dass ich dem Mieter meine Kontoverbindung für die Zahlung der Miete mitteile und eine Kopie des neuen Grundbuchauszugs vorlege, der beweist, dass ich der neue Eigentümer bin?

Sie zeigen sich dann als neue Eigentümer an und bitten die Mieter, die Miete an Sie zu überweisen.

Man kann den alten Mietvertrag einfach laufen lassen. Wenn Sie Änderungen vornehmen wollen, kann man den Eigentümerwechsel aber auch nutzen, einen neuen Mietvertrag vorzulegen.

Da Sie aber zeitnah kündigen wollen, ist es eigentlich nicht erforderlich, den Vertrag zu ändern oder wechseln.

3) Sie teilen mit, dass die Kündigung von beiden Eigentümern (Mutter und Sohn) ausgesprochen werden muss. Wie sieht es dahingehend mit dem Mietverhältnis aus, werden beide Eigentümer automatisch zu den neuen Vermietern? Ich verfolge das Ziel, dass ich allein der neue Vermieter werde und in meinem Namen auch die Rechtschutzversicherung abschließen will. Ist es möglich, dass ich allein auf den Mieter zugehen kann und mich als Vermieter ausweise und ihn bitte mir als Eigentümer die Miete zu überweisen?

Ja, alle Eigentümer sind dann Vermieter und müssen daher auch alle zusammen kündigen.

Sie können sich von den anderen Eigentümern bevollmächtigen lassen, allein aufzutreten.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr RA Schwerin,


 


vielen Dank für die Antwort. Vier Dinge liegen mir noch am Herzen.


 


1) Macht es einen Unterschied bzw. sogar einen Vorteil aus, wenn ich allein im Grundbuch stehen würde und nicht gemeinsam mit meinen Eltern (50:50), um die Eigenbedarfskündigung erfolgreich durchzusetzen? Meine Eltern bringe ich ja dann als Grund für den Eigenbedarf vor?


 


2) Der Mieter der einen Doppelhaushälfte wohnt seit 2005 im Objekt. Welche Gründe gibt es, die die Kündigungsfrist von 9 Monaten verkürzen würden?


 


3) Im Jahr 2007 gab es bereits einen Eigentümerwechsel bei der Immobilie. Gesetzt den Fall, der neue Eigentümer hat mit dem Mieter der seit 2005 im Objekt wohnt im Jahr 2007 einen neuen Mietvertrag geschlossen, hätte dies Auswirkungen auf die Kündigungsfrist bzw. könnte man die Kündigungsfrist dadurch verkürzen?


 


4) Im Jahr 2006 ist die damalige Lebensgefährtin des Mieters in den Mietvertrag als weitere Mieterin eingetragen worden und im Jahr 2012 ist sie wieder mit einem Änderungsvertrag aus dem Mietvertrag ausgeschieden. Würde sich dies auf die Kündigungsfrist auswirken bzw. könnte man die Kündigungsfrist dadurch verkürzen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

1) Nein.

2) Da gibt es leider keine Möglichkeit. Die gesetzlichen Fristen sind fix.

3) Nein.

4) Nein.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Würde sich es auf die Eigenbedarfskündigung negativ auswirken, wenn ich allein als Eigentümer im Grundbuch eingetragen werde und für meine Eltern ein Lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch vermerkt wird anstelle, dass Eltern uns Sohn im Verhältnis 50:50 als Eigentümer eingetragen werden?

Kann man überhaupt ein Lebenslanges Wohnrecht ins Grundbuch eintragen lassen, wenn die Eltern noch gar nicht in der Doppelhaushälfte wohnen, da die Haushälfte noch vermietet ist?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Würde sich es auf die Eigenbedarfskündigung negativ auswirken, wenn ich allein als Eigentümer im Grundbuch eingetragen werde und für meine Eltern ein Lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch vermerkt wird anstelle, dass Eltern uns Sohn im Verhältnis 50:50 als Eigentümer eingetragen werden?

 

- Nein.

Kann man überhaupt ein Lebenslanges Wohnrecht ins Grundbuch eintragen lassen, wenn die Eltern noch gar nicht in der Doppelhaushälfte wohnen, da die Haushälfte noch vermietet ist?

 

- Ja, das geht.


Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Ich danke Ihnen vielmals und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

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