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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 22883
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich wollte ab September mit einer Freundin zusammenziehen.

Kundenfrage

Ich wollte ab September mit einer Freundin zusammenziehen. Wir stehen beide im Mietvertrag. Unter uns haben wir vereinbart, dass Sie einen größeren Anteil der Miete übernimmt als ich. Nun gibt es Streit, bevor wir richtig eingezogen sind und ich mache mir Sorgen über das zukünftige Zusammenwohnen.
Gibt es eine MÖglichkeit für mich jetzt noch die Reißleine zu ziehen und außerordentlich zu kündigen? Der Mietvertrag beginnt heute! Meine Sachen stehen in Kisten verpackt in der Wohnung und ich kann nicht hinein, weil meine Freundin den einzigen Schlüssel hat. Den Zweitschlüssel hat der Vermieter, möchte ihn verständlicher Weise aber noch behalten, weil er noch keinen Beleg für die Kaution hat. Meine Freundin hat für die Kaution eine Versicherung abgeschlossen und mir versichert, dass dies schon erledigt sei.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen
Kira Thiele
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal zu dem Zweitschlüssel des Vermieters: Der Vermieter ist verpflichtet, dem Mieter sämtliche Schlüssel auszuhändigen! Selbstverständlich können Sie daher als Mieterin verlangen, dass dieser Ihnen unverzüglich den Schlüssel aushändigt.

Dass der Vermieter den Kautionsbeleg noch nicht erhalten haben mag, verschafft ihm keinerlei Recht zum Einbehalt des Schlüssels. Fordern Sie den Vermieter daher unter Berufung auf diese eindeutige Rechtslage auf, Ihnen umgehend den Schlüssel zu übergeben.

Nun zu Ihrer weiteren Anfrage:

Leider sind Sie an den Mietvertrag gebunden, denn es gilt der Grundsatz, dass einmal abgeschlossene Verträge einzuhalten sind. Da Sie den Mietvertrage ebenfalls abgeschlossen haben, sind Sie an diesen gebunden. Ein Rücktritts- oder Widerrufsrecht besteht nicht, ebenso wenig ein außerordentliches Kündigungsrecht, denn dieses setzt schwerste Vertragspflichtverletzungen des Vermieters voraus, die hier ersichtlich nicht gegeben sind.

Sie können daher nur ordentlich unter Einhaltung der gesetzlichen dreimonatigen Kü+ndigungsfrist (§ 573 c BGB) kündigen, müssten die Kündigung aber gemeinsam mit Ihrer Freundin als Mitmieterin aussprechen.

Es besteht aber die Möglichkeit, einen einvernehmlichen Aufhebungsvertrag mit dem Vermieter abzuschließen. Sie können sich als mit dem Vermieter darauf einigen, dass er Sie aus dem Mietverhältnis entlässt.

Hierzu könnte sich der Vermieter insbesondere dann bereit finden, wenn es Ihnen gelingen sollte, einen geeigneten Nachmieter zu stellen.

Letztlich könnten Sie auch dadurch eine vorzeitige Entlassung aus dem Mietvertrag zu erlangen suchen, indem Sie dem Vermieter die Zahlung eines Abstands anbieten.

Sie sollten daher im Gespräch mit dem Vermieter die Möglichkeiten eines solchen einvernehmlichen Aufhebungsvertrages ausloten.



Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Hüttemann,


 


vielen Dank für Ihre Hilfe. Ich treffe den Vermieter morgen Nachmittag. Muss meine Freundin als Mitmieterin mit einem von mir gefundenen Nachmieter einverstanden sein, oder reicht das Einverständnis des Vermieters?


In wiefern kann ich mich auf die mündliche Vereinbarung mit meiner Freundin berufen oder verlassen, dass ich nicht die Hälfte der Miete zahle, sondern einen geringeren Betrag?


 


Beste Grüße


Kira Thiele

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Nein, Ihre Mitmieterin muss nicht einverstanden sein: Maßgeblich ist allein, dass der Vermieter einverstanden wäre, denn er verliert durch ihr Ausscheiden aus dem Vertragsverhältnis ja einen Mieter (Schuldner) an den er sich halten kann, also einen zahlenden Vertragspartner.

Ich rate Ihnen schon zu Beweiszwecken an, diese mündliche Vereinbarung unbedingt schriftlich festzuhalten. Wenn Sie diese mündliche Absprache nämlich nicht beweisen können (etwa durch Zeugen), kann Ihre Freundin diese bestreiten.

Der Vermieter übrigens ist an diese Absprache - ob mündlich oder schriftlich - in keiner Weise gebunden: Sie haften mit Ihrer Freundin als Gesamtschuldner. Das bedeutet, dass der Vermieter sich nach seiner Wahl jederzeit an Sie beide, aber auch nur an einen von Ihnen beiden halten kann.


Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Sie können nach Abgabe einer positiven Bewertung selbstverständlich jederzeit kostenfrei Nachfragen stellen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen herzlichen Dank für Ihre fachliche Beratung.


 


Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen


Kira Thiele

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gern!

Bei weiterem Klärungsbedarf können Sie sich jederzeit wieder einloggen und kostenfrei Nachfragen stellen.

Alles Gute, und eine schönes Wochenende!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt