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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 19813
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin seit 2000 Mieterin

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin seit 2000 Mieterin einer unsanierten Altbauwohnung. Am vergangenen Sonntag fiel der seit meinem Einzug im Bad befindliche 120l-Boiler (die einzige Warmwasserquelle der Wohnung) aus und leckte gewaltig. Ich bat die Vermieterin um Reparatur. Die erste Reaktion darauf war die Aufforderung, die Protokolle der Wartungen, zu denen ich per Mietvertrag verpflichtet wurde, zuzusenden. (Der entsprechende Passus des Mietvertrages ist folgender: "Bei Geräten, die ausschließlich der Warmwasserversorgung seiner Wohnung dienen (z. B. Warmwasserbereiter, Durchlauferhitzer, Gasthermen u. ä.), verpflichtet sich der Mieter, diese alle zwei Jahre, auf seine Kosten, von einer Fachfirma, entkalken, reinigen und warten zu lassen.") Diese Pflichten werden an keiner Stelle im Vertrag weiter (vor allem hinsichtlich ihrer max. finanziellen Obergrenze) konkretisiert, so dass ich mich hier nach einiger Recherche im Internet nicht in de Pflicht wähne. Ich schrieb der Hausverwaltung (die jetzt offensichtlich die Interessen der Vermieterin wahrt) u.a., dass ich angesichts der Rechtsprechung irritiert von der Einforderung der Unterlagen bin, da diese eine andere Auffassung nahelegt. Ich bat um eine kurze Erläuterung der rechtlichen Grundlagen und verdeutlichte mein Rechtsverständnis, dass die Gewährleistung der Warmwasserversorgung und dementsprechend die Reparatur / der Ersatz von defekten Geräten Aufgabe des Vermieters ist. Daraufhin erhielt ich jetzt die Mitteilung, dass mir nach Mietvertrag gar kein Boiler vermietet wurde. Daher würde sich die Hausverwaltung außerstande sehen, einen nicht vermieteten Boiler auf Kosten des Vermieters zu ersetzen. In meinem Mietvertrag ist tatsächlich kein Boiler erwähnt, allerdings die entsprechenden Pflichten zur Wartung.
Können Sie mir bitte mitteilen, wie ich im vorliegenden Fall vorgehen kann, um eine Reparatur / einen Ersatz und damit Warmwasser für meine Wohnung zu erwirken?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal ist die Argumentation der Verwaltung widersprüchlich und damit im rechtlichen Ergebnis rechtlich unbeachtlich: Wenn Sie zur Wartung des Boilers verpflichtet sein sollen, gilt dieser selbstverständlich auch als mitvermietet.

Im Übrigen bedarf es keiner ausdrücklichen Erwähnung des Boilers im Mietvertrag: Ist dieser in die Mietwohnung eingebracht, ist er auch - zumal als wesentliche Voraussetzung für die grundlegende Warmwaserversorgung - mitvermietet.

In diesem Punkte sollten die Rechtsansicht der Verwaltung schon eimal nachdrücklich zurückweisen.

Nun zur Instandhaltung:
Nach § 535 Absatz 1 Satz 2 BGB obliegt die Instandhaltung/Instandsetzung der Mietsache und ihrer Einrichtungen ausschließlich dem Vermieter. Daher hat auch allein der Vermieter für die Wartung/Reinigung oder einen etwaigen Ersatz des Boilers Sorge zu tragen - und nicht Sie.

Dies ist von der Rechtsprechung ausdrücklich in einem Fall bestätigt worden, in dem der Vermieter die Kosten für die Entkalkung per Vereinbarung auf den Mieter abwälzen wollte. Nach diesem Urteil zählt das Entkalken zur Wartungspflicht des Vermieters. Diese aber Teil der dem Vermieter gesetzlich zugewiesenen Verpflichtung zur Instandhaltung und Instandsetzung der Mietsache (Amtsgericht München, Az. 473 C 36207/05).

Darüber hinaus fällt die Pflicht zur Entkalkung auch weder unter mietvertraglich vereinbare Kleinreparaturklauseln noch unter vertraglich vereinbare Verpflichtungen zur Vornahme von Schönheitsreperaturen.

Die Entkalkung ist daher ausschließlich Sache des Vermieters.

Auch insoweit sollten Sie demnach der Rechtsauffassung der Verwaltung widersprechen.

Im Ergebnis sollten Sie die Verwaltung daher schriftlich unter Berufung auf die vorstehend erläuterte klare Rechtslage zur Reparatur/Anschaffung eines Ersatzboilers auffordern.



Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".


Geben Sie Ihre positive Bewertung bitte erst ab, wenn Ihre Ausgangsfrage und mögliche Nachfragen abschließend und zu Ihrer Zufriedenheit geklärt sind. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung in Deutschland verboten ist.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Sie können nach Abgabe einer positiven Bewertung selbstverständlich jederzeit kostenfrei Nachfragen stellen.

Vielen Dank!
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Fragen Sie bei weiteren Unklarheiten gerne nach. Bestehen solche nicht mehr, darf ich Sie höflichst um eine positive Bewertung ersuchen, so dass eine Vergütung für die Rechtsberatung erfolgen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Teilen Sie mir bitte mit, was Sie an der Abgabe einer positiven Bewertung hindert.

Ihre konkrete Anfrage ist ebenso konkret, zutreffend und ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden.

Haben Sie Nachfragen, stellen Sie diese bitte.

Ansonsten ersuche ich Sie nochmals höflich, eine positive Bewertung abzugeben, damit eine Bezahlung für die in Anspruch genommene Rechtsberatung erfolgen kann.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.

Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".


Geben Sie Ihre positive Bewertung bitte erst ab, wenn Ihre Ausgangsfrage und mögliche Nachfragen abschließend und zu Ihrer Zufriedenheit geklärt sind. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung in Deutschland verboten ist.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Anwalt,
ich hatte Ihnen gestern zweimal (weil ich nach dem ersten Mal befürchete, dass Sie die Nachricht nicht erhalten haben) meine Fragen zugesandt.
Könnten Sie sich derer bitte annehmen?
Vielen Dank,
mit freundlichen Grüßen

wencke trumpold
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Es tut mir sehr Leid, aber ich habe Ihre Nachfragen leider nicht erhalten. Es gibt derzeit technische Probleme auf der Seite, auf die die hier beratenden Anwälte aber auch keinen Einfluss haben.

Seien Sie daher bitte so freundlich, und senden Sie mir Ihre Nachfragen noch einmal über die Funktion "Antworten Sie dem Experten".

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Anwalt,
vielen Dank für Ihre Informationen. Ich hatte bereits eine Antwort / weitere Frage verfasst, aber es scheint so, als wäre diese verlorengegangen, deshalb jetzt noch einmal:

1. Ab wann mache ich den Anspruch auf Mietminderung geltend und wie verfahre ich konrekt. Ich habe am Montag 30.07. bereits eine Frist bis 3.8. gesetzt und für den Fall, dass die Frist verstreicht, Mietminderung ohne Angabe einer konkreten Höhe angekündigt. Muss ich jetzt, da außer einer gegenseitigen Zuweisung von Schuld nichts passiert, eine neue Frist setzen, bleibt die alte bestehen, muss ich Angaben zur Höhe der Minderung machen und wenn ja, welche.
2. Der Vermieter will nicht regulieren, ich allerdings habe Interesse an warmem Wasser, befürchte aber, dass eine rechtliche Auseinandersetzung der Umsetzung meiner Interessen im Weg steht. Meine Frage: Kann ich bereits privat erste Abhilfe schaffen z.B. durch den Einbau ein kostengünstigen Gebrauchtgeräts, wenn ja, muss ich dies von einer Fachfirma erledigen lassen oder reicht eine insofern erfahrene Privatperson. Folge ich der Argumentation des Vermieters, handelt es sich doch dann eigentlich um mein Eigentum, so dass eine entsprechende Entscheidung zur Qualität des Geräts und der Dienstleistung in meinen Händen liegt. Irre ich hier und wenn ja, welche Konsequenzen kann dies für mich, insbesondere aber für die Abwicklung des Schadens haben (denn der wäre ja dann ohne Zutun des Vermieters behoben). Kann ich die mir entstehenden Kosten einer ersten Abhilfe von der Miete abziehen oder anderweitig geltend machen?
3. Kann der Vermieter meine Aufforderung, für Warmwasser zu sorgen,


zum Anlass, um eine Modernisierung und damit eine Mieterhöhung zu begründen oder stellt der damit lediglich den vertraglich (zwar indirekt druch die Wartungsklausel) zugesicherten Zustand wieder her oder wird der Zustand gar erstmalig hergestellt. Insbesondere im letzten Fall möchte ich gern wissen, ob dies meinerseits Ansprüche auf "Wiedergutmachung" begründet (schließlich hatte ich 12 Jahre kein Warmwasser). Hat das ganze Geschehen prinzipielle Auswirkungen auf die Gültigkeit meines Mietvertrags?


4. Hat die rechtliche Würdigung meiner Wartungsklausel Auswirkungen auf weitere mir zur Wartung „anvertrauten“ Geräte wie z. B. den Gasherd, Kachelöfen etc.?


5. Mein Vermieter will offensichtlich unter allen Umständen eine Regulierung seinerseits verhindern. Wie kann ich mich gegen seine "kreative Willkür im (Er)Finden immer neuer Vorwände schützen?





Herzlichen Dank für Ihre Hilfe,





mit freundlichen Grüßen





wencke trumpold


 

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für die Ergänzungen.

Die Unannhemlichkeiten bitte ich noch einmal zu entschuldigen.

Zu Ihren Nachfrage:

Da Sie die Mietmängel bereits schriftlich angezeigt und Mietminderung in Aussicht gestellt haben, bedarf es keiner neuen Fristsetzung. Sie können daher - da die Miet für den Monat August wohl bereits überwiesen sein wird - Ihren Mietminderungsanspruch mit der nächsten Mietzahlung geltend machen. Das bedeuetet, dass Sie die Höhe der Mietminderung von der zu zahlende Miete in Abzug bringen und einbehalten. Dieses Recht steht Ihnen solange zu, bis der Mangel beseitigt ist.

Die Minderung ist hier mit einer Quote von etwa 30% in Ansatz zu bringen, denn schon bei einem Defekt des Warmwasserboilers spricht die Rechtsprechung 15% zu. Hier ist das Gerät aber vollkommen ausgefallen.

Wichtig (zugleich zu Ihrer zweiten Frage): Pararllel zur Minderung haben Sie das Recht zur Selbstvornahme: Setzen Sie dem Vermieter eine Frist von sieben bis zehnTagen zur Reparatur/Austausch des Boilers. Kündigen Sie dem Vermieter an, dass Sie nach Fristablauf einen Fachbetrieb hiermit beuaftragen werden. Die Kosten hat der Vermieter zu tragen. Holen Sie vor Vergabe des Auftrages drei Kostenvoranschläge ein, und wählen Sie den günstigsten Betrieb aus. Sie sollten dies über einen Betrieb und nicht über eine Privatperson abwicklen lassen.

Nein, eine Mieterhöhung wegen Modernisierung kann der Vermieter an den Austausch des Warmwasserboilers nicht knüpfen. Es handelt sich um übliche Arbeiten der Instandsetzung´/Wartung, die keinen Raum lassen für eine Mieterhöhung. Es wird -um Ihre Wort zu benutzen - lediglich der ursprüngliche vertragsgemäße Zustand wiederhergestellt.

Auch hinsichtlich der weiteren technischen Geräte gelten die vorstehenden Darlegungen vollumfänglich. Etwas anderes gilt immer nur dann, wenn es sich um Geräte handelt, die Sie selbst eingebracht haben, die also in Ihrem Eigentum stehen.

Sie sollten weitere Versuche Ihres Vermieters, Kosten auf Sie abzuwälzen mit Nachdruck entgegntreten und den Vermieter auch im Wiederholungsfall an seine gesetzlichen und mietvertraglichen Verpflichtungen erinnern. Eine Generalprophylaxe gegen weitere Versuche des Vermieters gibt es freilich nicht. Sie könnten einen Beitritt zum Mieterschutzbund erwägen, der sich künftig aktiv für Ihre Mieterbelange einsetzt.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt






Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Fragen Sie bei weiteren Unklarheiten gerne nach. Bestehen solche nicht mehr, darf ich Sie höflichst um eine positive Bewertung ersuchen, so dass eine Vergütung für die Rechtsberatung erfolgen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Anwalt,


beim Überlegen, wie ich das entsprechende Schreiben an meinen Vermieter formuliere, sind mir doch noch kleinere Fragen aufgetaucht. Ich hoffe, Sie können mir auch das weiterhelfen:


1. Muss ich bei der Selbstvornahme ein Neugerät installieren lassen oder tut es auch ein Gebrauchtgerät, wenn eine Firma es einbaut?
2. Die drei Kostenvoranschläge verbleiben ausschließlich bei mir? Oder sind Sie vor Auftragserteilung durch mich dem Vermieter vorzulegen?
3. Bei der Fristsetzung vor Selbstvornahme handelt es sich um 7 – 10 Werktage?

4. Da die Frage nicht so eindeutig beantwortet wurde, gehe ich davon aus, dass ich rückwirkend keinen Anspruch auf Regress erheben kann (für den Fakt, dass der Zustand der Wohnung nicht dem indirekt vertraglich zugesicherten Zustand war und ich somit "zu viel Miete gezahlt" hätte. Sehe ich das richtig?


 


Jetzt nochmal konkret zum Vorgehen bei der Mietminderung:


1. Die nächste Miete ist die für August. Wenn ich diese um 30% mindere, nehme ich dann die Brutto- oder die Nettomiete als Grundlage? 2. Die Mietminderung kann ich erst nach Verstreichen meiner Frist mindern. Da ja in der Frist nichts passiert ist, mindere ich die Miete jetzt rückwirkend zum Schadensfall oder ab morgen (meine Frist verstreicht heute). Für den Fall, dass mir Mietminderung ab Schadensfall zusteht, muss ich diese für die letzten Juli-Tage dann dann tageweise ermitteln, richtig?


 


Ich danke XXXXX XXXXX bin mir sicher, nach Beantwortung der vorgenannten Fragen gewappnet zu sein.


 


Herzliche Grüße


 


wencke trumpold

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
1. Nein, es kann sich auch um ein gutes Gebrauchtgerät handeln.

2. Leiten Sie die Kostenvoranschläge in Kopie dem Vermieter zu, und setzen Sie ihm eine knappe Frist, sich zu entscheiden. Nach fruchtlosem Fristablauf geht das Recht zur Entscheidung auf Sie über. Wählen Sie dann den günstigsten Betrieb aus.

3. Ja, räumen Sie dem Vermieter eine Frist zur Vornahme der Neuanschaffung und Montage von 7-10 Tagen ein. Vertsreicht die Frist, verfahren Sie wie beschrieben.

4. Das ist richtig: Eine rückwirkende Minderung werden Sie nicht durchsetzen können.

Grundlage für die Mietminderung ist nach der Rechtsprechung des BGH die Bruttomiete (also die Miete einschließlich der Nebenkosten).

Nein, das haben Sie missverstanden: Die Mietminderung besteht - wie erwähnt - ab dem Zeitpunkt der Mängelanzeige bei dem Vermieter. Da dies hier bereits erfolgt ist, können Sie ab diesem Zeitpunkt der Kenntnis des Vermieters von dem Mangel (aber nicht davor!) die Miete mindern. Minderungsrecht=Kenntnis des Vermieters vom Schaden und Aufforderung zur Beseitigung durch Sie.

Für einzelne Tage müssen Sie die Minderung tageweise berechnen.

Wenn Sie nun keine Fragen mehr haben, darf ich um eine positive Bewertung bitten.

Sie können natürlich auch nach der Bezahlung jederzeit später weitere kostenfreie Nachfragen stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Anwalt,
zunächst herzlichen Dank für Ihre Mühen und die für mich hilfreichen Informationen. Eine voraussichtlich letzte Frage habe ich dennoch: Hinsichtlich der Selbstvornahme (es gibt merkwürdige Worte im deutschen Recht) möchte ich gern wissen, ob ich die Möglichkeit habe, die Kosten von der Miete einzubehalten, denn ansonsten bin ich mir sicher, meinem Geld per gerichtlicher Auseinandersetzung hinterherrennen zu müssen und dann hätte ich den Effekt, den ich mit einer Anerkennung der Auffassung des Vermieters auch hätte (nur müsste ich dann eine Fachfirma / ein Neugerät bezahlen). Wie kann ich verhindern, dass ich in Vorleistung gehe und auf den Kosten sitzenbleibe.

Danke für Ihre Antwort und herzliche Grüße

wencke trumpold


 

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Diese Möglchkeit haben Sie selbstverständlich: Sie können den Rechnungsbetrag - wenn Sie in Vorleistung gehen - von der Miete einbehalten.

Alternativ hierzu können Sie - was ebenfalls üblich ist - mit dem ausführenden Betrieb vereinbaren, dass dieser die Rechnung unmittelbar an den Vermieter übersendet.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 19813
Erfahrung: Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
ra-huettemann und 4 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Es wäre schön, wenn Sie mich für meine umfassende Rechtsberatung nun auch honorieren würden.

Hätten Sie einen Anwalt vor Ort konsultiert, wären Gebühren bis zu 190 Euro für diese Beratung angefallen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Herzlichen Dank, toll, dass es eine solche Dienstleistung auch für jene Leute gibt, die eine rechtliche Auseinandersetzung und den damit verbundenen Gang zum Anwalt häufig scheuen, weil sie sich überfordert fühlen oder die Finanzen nicht haben.
Klasse, mir haben Sie sehr weitergeholfen. Alles Gute und ein baldiges, ruhiges Wochenende

wencke trumpold
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Schönen Dank auch Ihnen.

Bei weiteren Problemen in dieser Sache können Sie sich natürlich (kostenfrei) zurückmelden.

Ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Abend, sehr geehrter Herr Anwalt,
ich trau mich noch einmal, mich an Sie zu wenden. Ich habe ein Schreiben an die Haushverwaltung verfasst und hätte ein gutes Gefühl, wenn Sie einen Blick darüber werfen könnten. Wenn nicht, dann entschuldigen Sie bitte die Störung und haben Sie einen angenehmen Abend.

Vielen Dank und herzliche Grüße

wencke trumpold


Entgegen Ihrer auf §1 des Mietvertrags bezogenen Argumentation bedarf es keiner ausdrücklichen Erwähnung eines Boilers im Mietvertrag. Eher wäre es wohl insbesondere im Interesse des Vermieters und zur Vermeidung einer späteren Mängelanzeige zu regeln gewesen, wenn die Wohnung ohne Warmwasserversorgung hätte vermietet werden sollen. Im speziellen Fall zeugt jedoch die weitere Gestaltung des Mietvertrags (hier insbesondere § 7) eindeutig davon, dass bei Übernahme der Wohnung die Warmwasserversorgung sichergestellt und entsprechende Geräte vorhanden waren, was sich auch mit dem von mir übernommen Zustand deckt. Davon ausgehend darf ich auch Ihre Vorstellungen zu Wartung und Instandhaltung entsrpechender Geräte nochmals und wie bereits erwähnt korrigieren:



Nach § 535 Absatz 1 Satz 2 BGB obliegt die Instandhaltung/Instandsetzung der Mietsache und ihrer Einrichtungen ausschließlich dem Vermieter. Daher hat auch allein der Vermieter für die Wartung/Reinigung oder einen etwaigen Ersatz z.B. eines Boilers Sorge zu tragen.



Eingedenk der vorgetragenen Argumentation setze ich Ihnen hiermit letzmalig eine Frist zur Behebung des von mir am 28.07.2012 gemeldeten Mangels bis spätestens Montag, den 13.08.2012, 12 Uhr.

Sollten Sie bis zur gesetzten Frist den Mangel weiterhin nicht behoben haben, werde ich durch eine entsprechene Beauftragung einer Fachfirma und damit Selbstvornahme Abhilfe schaffen. Die dabei entstehenden Kosten werde ich entsprechend der Rechtslage mit den laufenden Mietzahlungen verrechnen.

Wie bereits in Aussicht gestellt, werde ich, der Rechtsprechung des BGH folgend, bis zu einer vollständigen Behebung des angezeigten Mangels eine Mietminderung in Höhe von 30%, die Bruttomiete in Höhe von 312,60 € um einen Betrag von 96,48 € auf nunmehr 225,12 € mindern. Dies habe ich für die laufende Mietzahlung August bereits veranlasst. Die entsprechende Berechnung für Juli ergibt eine Minderung von 12,45 € für vier Tage. Diese nehme ich im September vor.

Ich gehe davon aus, dass sich die Angelegenheit der tatsächlichen ursprünglichen Ausstattung der Wohnung entsprechend klären lassen kann und dem Mangel in der von mir gesetzten Frist Abhilfe geschaffen wird. Ich lege keinen Wert auf die beschriebene Verfahrensweise, würde aber im Fall des Verstreichens der Frist zur Wahrung auch meiner Mieterinteressen keine Handlungsalternativen sehen.

Für eine neuerliche Prüfung des Sachverhalts danke ich Ihnen und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Selbstverständlich und sehr gerne können Sie sich mit Nachfragen an mich wenden.

Das Anschreiben ist sehr gut! Lediglich eine kleine Ergänzung sollten Sie einfügen. Ergänzen Sie folgende Passage Ihres Schreibens um einen Abschlusssatz, wie folgt:

"Sollten Sie bis zur gesetzten Frist den Mangel weiterhin nicht behoben haben, werde ich durch eine entsprechene Beauftragung einer Fachfirma und damit Selbstvornahme Abhilfe schaffen. Die dabei entstehenden Kosten werde ich entsprechend der Rechtslage mit den laufenden Mietzahlungen verrechnen. Kostenvoranschläge der insoweit in Betracht kommenden und ausführenden Fachfirmen werde ich Ihnen zuvor zukommen lassen."

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen, vielen Dank, nun bin ich beruhigt und natürlich gespannt, wie es weitergeht. Ihnen einen baldigen Feierabend und herzliche Grüße

wencke trumpold
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr gern.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Anwalt,
folgende Antwort erhielt ich heute auf meine gestrige Mail:

******

wir haben den Inhalt Ihrer Mail vom 05.08.2012 geprüft.

Wir bleiben bei unserer Auffassung, dass Ihnen der Warmwasserboiler nicht vermietet wurde. Aus dem Übergabeprotokoll ergibt sich nichts Anderes.


Wir widersprechen daher sowohl der Mietminderung als auch der angekündigten Verrechnung von Kosten mit der Mietzahlung.


Wir fordern Sie auf, die Miete weiterhin in voller Höhe zu zahlen.

Sollten Sie entgegen unserer Aufforderung die Miete aus diesem Grunde mindern, behalten wir uns vor, das Mietverhältnis zu kündigen.
*****

Jetzt wird es mir etwas ängstlich. Haben Sie einen Rat für mich?
Herzliche Güße und vielen Dank im Voraus

wencke trumpold
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Die Reaktion der Verwaltung ist kaum nachvollziehbar, denn wenn der Boiler nicht in Ihrem Eigentum steht, ist er natürlich auch mitvermietet.

Angesichts der mangelnden Kompromissbereitschaft der Verwaltung rate ich Ihnen an, sich professionelle Unterstützung zu holen. Zur Meidung hoher Anwaltskosten sollten Sie einen Beitritt zum Mieterschutzbund in Betracht ziehen.

Gegen einen geringen Jahresbeitrag kann der Mieterschutzbund Ihnen auch schon in dieser Angelegenheit rasch und wirkungsvoll weiterhelfen.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
danke für die antwort, so etwas habe ich mir schon gedacht. ich befürchte allerdings, das der mieterbund nicht die erste wahl ist, weil ich davon hörte, dass diese wartezeiten von wenigstens drei monaten haben, da allerdings hätte ich gern schon wenigstens 2 monate wieder wasser. ich würde (da es ja jetzt mein eigentum ist) nun also eine "einigermaßen-fachkraft" und ein gebrauchtgerät suchen, um meinen zielzustand auf meine kosten herzustellen.

ich bin am überlegen, ob es dennoch eine möglichkeit gibt, meine interessen zu wahren und der hausverwaltung zu schreiben, dass ich den anspruch auf mietminderung bis zur möglichen abschließenden klärung weiterhin aufrechterhalte und aus diesen gründen die miete lediglich unter vorbehalt und ohne anerkennung der rechtlichen auffassung des "gegners" zahle. gibt es dafür eine bestimmte rehctliche formulierung oder für mich ggf. negative folgen, wenn ich so etwas schreibe?

herzlichen dank für Ihren sachverstand und viele grüße

wencke trumpold
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sie haben schon die richtige Wortwahl getroffen: Teilen Sie der Verwaltung mit, dass Ihre Mietzahlungen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt einer späteren und anteiligen Rückforderung als Folge berechtigter Mietminderung erfolgen. Weisen Sie darauf hin, dass Sie die anteilige minderungsbedingte Rückforderung der Miete geltend machen werden, soweit sich erweisen sollte, dass der Warmwasserboiler als mitvermietet gilt mit der Folge, dass der Vermieter für dessen Ausfall einzustehen hat.

Ergibt sich, dass dies der Fall ist - woran ich unter Zugrundelegung Ihrer Angaben nicht zweifele -, so können Sie die überbezahlte anteilige Miete zurückverlangen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


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