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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26021
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, folgender Sachverhalt stellt

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
folgender Sachverhalt stellt sich uns dar:
Wir erwarben im Mai eine Immobilie (Wohnung mit Kellerwohnung und kleines Grundstück) in 2-Familienhaus in Oberbayern. Nach nunmehr mehreren Wochen stellten wir fest, daß die Räume im Kellergeschoß, die wir als Hauswirtschaftsraum und Hobbyraum nutzen wollten immer feuchter werden. Sprich - die Feuchtigkeit steigt an den Wändet immer höher. Zur Übergabe war davon noch nichts zu sehen bzw. minimal. Auf unsere Frage der Maklerin gegenüber erklärte sie uns die mangelnde Lüftung innerhalb des vergangenen Zeitraumes, was sich nach Nutzung sicherlich gibt. Der muffige Geruch bei Erstbesichtigung wurde mit der Unterbringung der Schildkröten im Winter vonseiten der Familie im Haus begründet. Wir informierten die ehemaligen Besitzer der Wohnung, welche sich erstaunt zeigten und eine erneute Besichtigung der Räumlichkeiten aber vehement ablehnten. Wir sollten uns aus Zeitgründen selbst um die Renovierung kümmern und Ihnen ein Kostenangebot zukommen lassen, was wir auch schnellstens in die Wege geleitet haben. Parallel dazu erfuhren wir, daß kurz vor Erwerb der Immobilie der Keller schnell gestrichen wurde. Dies auf Anraten der Immobilienmakler, welche angeblich auch ein Gutachten in Auftrag gegeben haben. Dieses "Gutachten" liegt wohl angeblich den Vorbesitzern vor, aber wir haben es nicht zu Gesicht bekommen. Fakt ist, daß die Sanierungsfirma festgestellt hat, daß die Nässe durch die Bodenplatte und der aufgesetzten
Wände, die unter dem EstXXXXX XXXXXegt, aufsteigt. Beginnender Schimmel und Feuchtigkeit verhindert uns das Einlagern der Möbel und anderen Utensilien, die wir suggsesive in die Räumlichkeiten bringen wollten. Die ehemalige Besitzerin will auf einmal nichts mehr von ihren Eingeständnissen der Kostenübernahme wissen, da sie uns die Wohnung "einwandfrei" übergeben hat. Zudem haben wir seit Übernahme der Wohnung nur noch mit ihrem Mann sprechen dürfen, der aber nicht der Eigentümer war. Wir haben eine gute Rechtsschutzversicherung. Wer ist für solche Streitfälle zuständig, da wir hier von einer arglistigen Täuschung ausgehen. Da wir in die eigentliche Wohnung im 1. Stock bereits mehrere Zehntausend Euro investiert haben, ist uns an einer Rückabwicklung des Kaufes in erster Linie nicht unbedingt gelegen. Aber es muß aufgrund der rasch aufsteigenden Nässe im Keller auch zügig etwas unternommen werden. Für eine Erstinfo für unsere künftige Vorgehensweise wären wir sehr dankbar. Übrigens haben wir versucht, uns zuerst gütlich mit der Vorbesitzerin zu einigen, aber gestern Abend nun erschien auf unsere Ankündigung der Rückabwicklung und Schadenersatzforderung der Mann für nicht mal 3 Minuten und erklärte, daß dieser Zustand zu ihren Zeiten nie bestanden hat. Vielen Dank XXXXX XXXXX Bemühungen im Voraus. Mit freundlichen Grüßen XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung ist in der Tat von einer arglistigen Täuschung auszugehen. Das Verhalteten (Überstreichen des Kellers die Geschichte mit der Schildkröte sprechen dafür.

Dabei sind natürlich die Aussagen des Maklers nach § 164 BGB dem Verkäufer zuzurechnen.

Eine arglistige Täuschung hat nicht zwingend eine Rückabwicklung zur Folge, sondern es besteht nach § 280 BGB auch die Möglichkeit des Schadensersatzes.

Soweit Sie eine Rechtsschutzversicherung haben werden Sie diese auch ausgiebig in Anspruch nehmen müssen.

Warum:

Sie müssen zum einen im Rahmen eines selbstständigen Beweissicherungsverfahrens einmal den Schaden feststellen müssen und zum anderen durch den Gutachter zu klären haben, ob und inwieweit der Schaden für den Verkäufer vor Abschluss des Kaufvertrages erkennbar war.

Je nach Umfang der Gutachtertätigkeit (Aufgraben zur Begutachtung von Drainage /Wanne werden Sie hierbei mit Kosten von etwa 5000 bis 7000 EUR allein für den Gutachter rechnen müssen.

Sie sollten sich daher nicht länger mit dem Verkäufer auseinandersetzen sondern einen Anwalt beauftragen ein Beweissicherungsverfahren vor dem Landgericht einzuleiten, das Höhe und Erkennbarkeit des Schadens klärt.

Nach Abschluss des Verfahrens sind beide Fragen verbindlich festgelegt, so dass der Verkäufer um eine Schadensersatzpflicht nicht herumkommen wird.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt und Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes

RASchiessl und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr RA Schiessl, obwohl ich Sie bereits positiv bewertet habe, ist mir im Nachhinein noch eine Frage eingefallen. Betreffs des angeblich von der Immobilienfirma beauftragten Gutachtens, welches dem Verkäufer wohl vorliegt - Sollte das Gutachten wirklich existieren und inhaltlich so verfasst sein, daß es keine nennenswerten Mängel in den Kellerräumen gibt, so muß ja sicherlich der Verkäufer darauf vertrauen. Demzufolge läge in diesem Fall keine arglistige Täuschung vor. Würde dann eine Klage unsererseits ins Leere laufen? Haben wir Anspruch auf Einsicht in dieses Gutachten? Für die Beantwortung dieser Frage wäre ich dankbar. MfG Lorena Liebert
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Da es sich um ein Privatgutachten handelt haben Sie keinen gesetzlichen Anspruch darauf Einsicht in das Gutachten zu nehmen. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn das Gutachten Bestandteil des Kaufvertrages war, also mitverkauft wurde.

Sollte aber der Verkäufer Ihnen die Einsichtnahme in das Gutachten verweigern und sollten Sie daraufhin einen unnötigen und teuren Prozess führen, so kann die Verweigerung dazuführen, dass der Verkäufer die Kosten des Verfahrens tragen muss.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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