So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 22885
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo Herr RA Hüttemann, in dieser Wohnung war an einer Wand

Kundenfrage

Hallo Herr RA Hüttemann,
in dieser Wohnung war an einer Wand Schimmelbefall. Ich hatte angenommen, dass dies durch unzureichende Lüftung und Zustellen des ganzen Raums entstanden ist und habe den Schimmel fachmännisch entfernen lassen. Der Käufer wirft mir nun vor, dass ich ihm beim Kauf das hätte sagen müssen. Der Schimmel ist ca. 1 Jahr vor Verkauf aufwendig beseitigt worden. Hätte ich dem Käufer auch sagen müssen, dasss es einen Wasserrohrbruch gegeben hat? Was muss ich überhaupt alles sagen? Es gab diesbezüglich keine Fragen. Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort, das ganze geht mir doch ganz schön an die Nerven.
P. J.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Offenbarungspflichtig sind bei solchen Verkaufsgesprächen sämtliche Umstände und Tatsachen, denen vertragswesentliche Bedeutung zukommen. Nur über solche Umstände muss ein Verkäufer auch ungefragt den Kaufinteressenten informieren.

Konkret bedeutet dies, dass über solche Mängel der Wohnung aufgeklärt werden muss, die für eine mögliche Kaufentscheidung des Interessenten maßgeblich sind, wobei der Verkäufer dies auch erkennen und wissen muss. Es müssen Umstände sein, die, wenn sie vorliegen würden, den Käufer von dem Vertragsschluss hätten Abstand nehmen lassen, wenn er die Umstände gekannt hätte.

Beispiel: Ist die Wohnung tatsächlich von Schimmel befallen, muss hierüber auch ohne Nachfrage des Käufers informiert werden, denn dann muss der Verkäufer davon ausgehen, dass dies für den Käufer vertragswesentlich ist für seine Entscheidung, die Wohnung zu kaufen oder nicht.

Hinsichtlich Ihres Falles gilt: Sie waren weder hinsichtlich des Schimmels noch hinsichtlich des Rohrbruchs aufklärungspflichtig: Der Schimmelschaden war fachmännisch längst beseitigt worden, so dass gar kein Mangel mehr gegeben war, über den Sie hätten aufklären können und müssen. Allein daher geht das Vorbringen des Käufers rechtlich schon ins Leere. Hinsichtlich des Rohrbruchs traf Sie auch keine Aufklärungspflicht, denn dieser ist auch längst beseitigt, stellt also auch keinen Mangel der Wohnung mehr dar.



Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".


Geben Sie Ihre positive Bewertung bitte erst ab, wenn Ihre Ausgangsfrage und mögliche Nachfragen abschließend und zu Ihrer Zufriedenheit geklärt sind. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung in Deutschland verboten ist.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Seien Sie bitte so freundlich, und geben Sie kurz eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben, denn nur so erhalte ich den für die Rechtsberatung vorgesehenen Anteil Ihrer Anzahlung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt