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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26188
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ausgleichszahlung nach 47 Mietjahren Text:Guten Tag, zuerst

Kundenfrage

Ausgleichszahlung nach 47 Mietjahren

Text:Guten Tag,
zuerst möchte ich meinen Fall kurz schildern.
Meine Großeltern, (72 u. 74 Jahre alt) müssen nach 47 Jahren aus einem Miethäuschen ausziehen. Das Haus gehört der Kirchengemeinde und ist nun laut Gutachten unbewohnbar und muss schnellstmöglich geräumt werden, da es stark mit Schimmel befallen ist und Einsturzgefährdet.
Nun zahlen meine Großeltern dort nur 290 € Miete. Beide haben eine kleine Rente und man bekommt bei uns zu diesem Preis keine Wohnung mehr. Zudem sind alle Möbel von dem Schimmel angegriffen und können in einer anderen Wohnung nicht mehr aufgestellt werden. Auch ein Umzug kostet Geld, eine Kaution und wenn man dann eine Wohnung findet meistens nur über einen Immobilienmakler der Courtage kostet.
Leider gibt es keine Ersparnisse.
Kann man den Vermieter dazu auffordern eine Ausgleichszahlung zu leisten und wenn ja in welcher Höhe.
Meine Oma hat starke Altersdepressionen und der anstehende Auszug verstärkt die Krankheit enorm.
Wie kann ich weiter vorgehen ?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit sich das Haus in einem derart desolaten Zustand befindet, können Ihre Eltern zunächst die Miete mindern nach § 536 BGB. Aufgrund der von Ihnen genannten Mängel kann die Miete auf Null gemindert werden.

Die Mietminderung hilft Ihren Eltern leider nicht viel weiter.

Neben der Mietminderung haben Ihre Eltern nach §§ 535 BGB aber auch einen Anspruch auf Mängelbeseitigung.

Dies bedeutet nicht nur, dass der Vermieter das Haus wieder Instand setzen muss, also Schimmel und Einsturzgefahr zu beseitigen hat, sondern es bedeutet auch, dass der Vermieter Ihren Eltern einmal eine Ersatzunterkunft zur Verfügung stellen muss, den Umzug zu bezahlen hat und natürlich bei Beendigung der Renovierungsarbeiten den Wiedereinzug und die Endreinigung des Hauses zu begleichen hat.

Wenn die Möbel Ihrer Eltern durch den Schimmel beschädigt wurden und der Schimmel ist baubedingt, so können Ihre Eltern vom Vermieter Schadensersatz für die beschädigten Möbel verlangen.

Soweit das Haus nicht wieder zu renovieren ist und abgerissen werden muss, dann kann der Vermieter seine vertraglichen Pflichten aus dem Mietvertrag nicht mehr erfüllen. Dies hat zur Folge, dass er sich gegenüber Ihren Eltern schadensersatzpflichtig macht. Vom Schadensersatzanspruch sind dabei nicht nur die Umzugskosten, die erforderlichen Maklergebühren sondern auch eine für ein Vergleichsobjekt zu zahlende höhere Miete umfasst.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt



Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für die Rasche Antwort.

Wie kann ich einen Brief am besten verfassen, was sollte unbedingt darin stehen, was schreibt man besser nicht ?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Sie sollten in Ihrem Brief in jedem Fall auf die Verpflichtung des Vermieters hinweisen, die Mietsache in einem gebrauchsfähigen Zustand zu halten.

Weisen Sie darauf hin, dass das Haus unbewohnbar ist und fordern Sie den Vermieter auf eine geeignete Ersatzwohnung zu besorgen und die Umzugskosten zu tragen.

Hinsichtlich der Möbel weisen Sie auf den Schimmel hin (Mietmangel). Dabei wäre es vielleicht auch wichtig zu betonen, dass Ihre Eltern an diesem Mangel nicht schuld sind, sondern dass es sich um einen Baumangel handelt.

Weisen Sie jetzt schon darauf hin, dass Ihre Eltern Schadensersatz fordern werden, wenn das Haus auf Dauer unbewohnbar sein oder abgerissen wird.

Setzen Sie dem Vermieter eine Frist von 14 Tagen ab Briefdatum die Ansprüche dem Grunde nach anzuerkennen.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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