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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 19835
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, mir ist vor 1 Woche die KM von € 510 auf € 550

Kundenfrage

Guten Tag,
mir ist vor 1 Woche die KM von € 510 auf € 550 ohne Angabe von Gründen zum nächste Monat erhöht worden, was m.E. eh schon unwirksam ist. Ich habe heute meine Vermieterin angerufen und nach dem Grund der Erhöhung zu fragen und mir wurde lapidar mitgeteilt, dass man mich in den letzten 5 Jahren eh schon geschont hätte, da sie von den Vormietern immer € 600 KM verlangt hätte.
Wie kann/soll ich mich verhalten?
Danke XXXXX XXXXX Antwort und freundliche Grüsse,
Anette Mlotek
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie müssen die Mieterhöhung nicht hinnehmen und sind nicht verpflichtet, die erhöhte Miete zu zahlen. Vielemhr müssen Sie nur die meitvertraglich vereinbarte Miete zahlen.

Will die Vermieterin die Miete erhöhen, so ist dies nur möglich, wenn Sie dem zustimmen oder aber, wenn die Vermieterin formell ordnungsgemäß ein Mieterhöhungsverlangen ausspricht.

Eine solche Mieterhöhung ist nur unter den Voraussetzungen des § 558 BGB zulässig. Der Vermieter kann danach die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist.

Das Mieterhöhungsverlangen kann frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung geltend gemacht werden. Darüber hinaus muss die Kappungsgrenze beachtet werden: Die Miete darf gemäß § 558 Absatz 3 BGB innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren nur um 20 Prozent steigen.

Schließlich gilt die Begründungspflicht: Der Vermieter muss die Mieterhöhung begründen. Er muss dem Mieter erläutern, dass die künftig von ihm verlangte Miete die ortsübliche Miete für vergleichbare Wohnungen nicht übersteigt. Hierzu kann er - wie in Ihrem Fall - auf den gültigen lokalen Mietspiegel Bezug nehmen.

Es gilt zudem, dass dem Mieter das Erhöhungsverlangen in Textform zugehen muss.

Darüber hinaus müssen Sie dem Erhöhungsverlangen ausdrücklich zustimmen:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__558b.html

Soweit Sie der Mieterhöhung zustimmen, schulden Sie dann die erhöhte Miete mit Beginn des dritten Kalendermonats nach dem Zugang des Erhöhungsverlangens.

Sämtliche dieser Voraussetzungen liegen hier nicht vor, so dass Sie die erhöhte Miete nicht schulden.


Geben Sie Ihre positive oder neutrale Bewertung bitte erst ab, wenn Ihre Ausgangsfrage und mögliche Nachfragen abschließend und zu Ihrer Zufriedenheit geklärt sind. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung in Deutschland verboten ist.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Hüttemann,

ich habe Bedenken, dass mir meine Vermieterin kündigt, wenn ich die Erhöhung nicht akzeptiere. Kann sie das so einfach?
Mit freundlichen Grüssen,

Anette Mlotek

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Nein, Ihre Vermieterin kann Ihnen nicht kündigen, wenn Sie die Zahlung einer höheren Miete verweigern, zu deren Geltendmachung die Vermieterin gar kein Recht hat.

Für eine Mieterhöhung bestehen nur die aufgezeigten beiden Möglichkeiten: Entweder Sie stimmen ohne weiteres und ausdrücklich zu oder die Vermieterin macht eine Mieterhöhung nach § 558 BGB unter Beachtung der oben genannten Voraussetzungen.

Die Vermieterin kann aber nicht eigenmächtig die Miete einfach erhöhen. Dies ist nicht bindend für Sie.

Eine Kündigung der Vermieterin wäre daher unwirksam.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 19835
Erfahrung: Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

noch eine kurze Frage, ich denke, wenn ich dem nicht zustimme, wird sie die Wohnung verkaufen, kann sie mir ohne Angabe von Gründen bei einem Verkauf kündigen?

Mit freundlichen Grüssen,

Anette Mlotek

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Nein, das kann sie nicht: Ein Verkauf ist niemals ein Kündigungsgrund.

Es gilt dann vielmehr der Grundsatz, dass Kauf nicht Miete bricht. Dies bedeutet, dass der Erwerber des Hauses vollumfänglich in das zwischen Ihnen und der jetzigen Vermieterin bestehende Mietverhältnis eintritt. Er hat das Mietverhältnis mit Ihnen dann fortzuführen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Viiiielen Dank Herr Hüttemann, Sie haben mir sehr geholfen.

Viele Grüsse,

 

Anette Mlotek

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr gern.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

danke, das werde ich wohl gebrauchen können, ich richte mich jetzt mal auf Krieg mit meiner Vermieterin ein, es geht doch nichts über Rechtsschutz :-)
Viele Grüsse,

Anette Mlotek

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Alles klar - und lassen Sie sich nicht unterkriegen!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

habe ich auch nicht vor, aber ich hasse so etwas, zumal ich ihr auch noch 20€ anstatt

der €40 Erhöhung angeboten hatte...

Viele Grüsse,

Anette Mlotek

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ok, alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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