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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Diplom Jurist
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Bereich Mietrecht habe ich schon mehrere Mandate betreut.
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Ich bin Mitglied einer Erbengemeinschaft, der 2 Mehrfamilienhäuser

Kundenfrage

Ich bin Mitglied einer Erbengemeinschaft, der 2 Mehrfamilienhäuser (als Doppelhaushälften gebaut) gehören. Nur eines der Häuser ist zur Hälfte (2 Wohnungseinheiten) ist von Fremdmietern bewohnt, die übrigen Wohnungen werden von den Miteigentümern genutzt. Es geht um die Nebenkostenabrechnung des Hauses mit den beiden Fremdmietern. Das Haus ist zweigeschossig und hat auf beiden Ebenen eine Wohnfläche von 246 m².
Meine in diesem Haus lebende Schwägerin hat vor einigen Jahren das Dachgeschoss ausschließlich zur gelegentlichen Nutzung (2-3mal im Jahr) als Gästezimmer ausgebaut (mit Bad, Küche usw). Dieser Bereich wäre aber nicht vermietbar, da die Genehmigung hierfür nach bauordnungsrechtlichen Kriterien (z.B. Brandschutz) nicht vorliegt und auch nicht erteilt würde.
Eine Mieterin verlangt nun, dass diese Fläche (68 m²) voll in die Nebenkostenabrechnung (Quadratmeterpreis) einfließt. Dies halten wir für nicht gerechtfertigt. Wie beurteilen Sie die Situation?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:


Wenn ich Sie richtig verstanden habe, wird die streitgegenständliche Fläche gelegentlich im Jahr genutzt, obwohl dieses nicht zulässig ist.

 

 

Hier muss die mietrechtliche und überordnungsrechtliche Situation unterschieden werden.

 

Nur weil die Angelegenheit im Bauordnungsrecht Hinsicht nicht "sauber" ist, bedeutet dieses leider noch nicht, dass auch mieterechtlich deshalb keine Nebenkosten gezahlt werden müssen.

 

Hierbei kommt es lediglich darauf an, ob die Fläche faktisch vermietet wird oder nicht. Dieses ist nach ihrer Schilderung der Fall, wenn auch nur vorübergehend, was ausreichend ist.


Vor diesem Hintergrund müssten die 68 m² leider in die Nebenkostenabrechnung mit aufgenommen werden.

 

Sofern Sie natürlich in Zukunft keine Mietnutzung mehr vornehmen,könnte sich dieser Sachverhalt ändern.

 

Zurzeit ist aber die Fläche wie bereits ausgeführt mit einbezogen.

 

Vor dem Hintergrund, dass die Gerichte tendenziell eher mieterfreundlich sind und die betreffenden Mieter/Bewohner zumindest theoretisch die Möglichkeit haben, ein bauordnungsrechtliches Ordnungswidrigkeitenverfahren einzuleiten (hier drohen hohe Bußgelder!) würde ich es an ihrer Stelle bitte nicht auf einen Rechtsstreit hinauslaufen lassen.

 

Sie sollten gegebenenfalls versuchen mit dem Mieter zu sprechen und klar herauszustellen, dass die Nutzung nur an wenigen Tagen im Jahr oder Wochen im Jahr stattfindet. Vielleicht kann man sicher in der Mitte treffen.

 

Sollte sich aber sie andererseits hierauf nicht einlassen, sollten sie der Forderungsbitte nachgeben. Die Rechtslage ist insoweit eindeutig.


Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt



Danjel Newerla und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke für die Informationen. Ich möchte nur klarstellen, dass das Dachgeschoss ausschließlich privat, nicht kommerziell genutzt wird (2- bis 3-mal im Jahr wohnt der Neffe mit seiner Familie dort). gelten in diesem Falle dieselben strengen bauordnungsrechtlichen Vorschriften?
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,



vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:


Darauf,dass das Dachgeschoss privat und nicht kommerziell genutzt wird, kommt es leider nicht an.

 

Es kommt lediglich darauf an, dass es faktisch benutzt wird.

 

Hier findet ja auch ein Verbrauch (zum Beispiel Heizkosten, Wasser etc.) statt.

 

In bauordnungsrechtlicher Hinsicht gelten in Bezug auf den Brandschutz leider dieselben Vorschriften, das ist leider richtig.

 

 

 


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


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