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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 19823
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, durch einen Schimmelbefall in der Küche, dessen

Kundenfrage

Guten Tag,

durch einen Schimmelbefall in der Küche, dessen Ursachen laut Gutachteraussage die mangelnde Dämmung der Außenwände und der Decke sind, wurde unser Vorratsschrank
( Hochschrank ) so in Mitleidenschaft gezogen, dass wir diesen nicht mehr nutzen können.

Die gesamte Küchenzeile müsste jetzt eigenlich um 50 cm. nach links "verschoben" werden, um einer der Empfehlungen des Gutachters entsprechen zu können. Diese Empfehlung sieht u.a.vor, durch Umbau der Schrankanordnung den 2. Hochschrank inkl. Kühlschrank mit ca. 10 cm Abstand an der einen, vom Schimmelschaden betroffenen Ecke der kalten Außenwand zu positionieren, um die Abwärme des Kühlschrankes inkl. eines noch umzusetzenden Lüftungskonzeptes, mit nutzen zu können.

Die Kosten für den Umbau der Küchenzeile und des Fliesenspiegels sollen laut Vermieter wir als Mieter übernehmen.
Wir haben den Vermieter darauf hingewiesen, dass einer der beiden Hochschränke durch den Schimmelschaden nicht mehr nutzbar ist ( inzwischen entsorgt )
Somit besteht eine ca. 50 cm große Lücke. Diese Lücke könnte entweder durch eine Neuanschaffung eines Hochschranks oder das ober beschriebene "Verschieben" geschlossen werden.
Laut Möbelhaus, wird die entsprechende Küchenserie durch eine Übernahme des Herstellers durch einen Wettbewerber nicht mehr hergestellt, ist somit für uns also nicht mehr zu beschaffen.
Es bleibt also nur die Variante "Verschieben". Die Reaktion des Vermieters war enttäuschend. Plötzlich spielte die Nutzung der Kühlschrankabwärme keine Rolle mehr.
Wir sollten den Küchenaufbau dann einfach so lassen und wenn es uns optisch nicht gefällt, hätten wir auch die kompletten Kosten des Umbaus zu tragen.
An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass wir ein 4- Personen- Haushalt sind und der Wegfall des 2.Hochschrank für uns keine Lösung darstellt.
Fragen:
Sind wir zur Übernahme der Küchenumbaukosten verpflichtet oder muss diese Kosten der Vermieter tragen? Können wir vom Vermieter Schadenersatz für den Verlust des Hochschranks verlangen oder durch die nicht mehr mögliche Wiederbeschaffung die Kostenübernahme für eine neue Küche verlangen? Zu erwähnen sei noch mal ausdrücklich, dass laut Gutachter der Schimmelbefall der kalten Außenwand auf Grund von Mängeln am Haus erfolgte. Das heißt die Ursache des ganzen Problems liegt laut Gutachter auf Vermieter-Seite. Vielen Dank XXXXX XXXXX Ihre Antwort.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Das eingetretene Schadensbild ist vermieterseitig zu vertreten: Die bauseitig bedingten Mängel haben den Schimmelbefall ausgelöst und somit auch die Ihnen nun drohenden Folgekosten produziert.

Für bauseitige Mängel hat aber stets der Vermieter einzutreten. Ist Ihnen daher ein konkreter und bezifferbarer Schaden entstanden, so hat der Vermieter diesen auch zu ersetzen.

Das ist hier der Fall, soweit Sie Kosten für das Verschieben der Küchenmöbel aufzuwenden haben werden. Diese Kosten sind ersatzfähig und von dem Vermieter zu tragen.

Die Erstattung von Kosten für eine komplette Küchennneuanschaffung wäre dagegen leider nicht mehr von der Schadensersatzverpflichtung des Vermieters abgedeckt. Nach dem Grundsatz der Naturalrestitution ist ein Geschädigter so zu stellen, wie er stehen würde, wenn das schädigende Ereignis nicht eingetreten wäre. Da ber die übrigen Küchenmöbel funktionsfähig sind, können Sie nur die Kosten für den Umbau oder aber Schadensersatz für die Einbuße an dem Hochschrank verlangen.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Fragen Sie gerne nach, soweit noch Klärungsbedarf besteht. Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Nach einmaliger Akzeptierung können Sie selbstverständlich jederzeit kostenfrei Folgefragen stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 19823
Erfahrung: Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Ein mögliches Vermieter- Argument könnte sein, dass die durch den fehlenden Hochschrank entstandene Lücke ( ca. 50 cm ) zur Außenwand/ecke ja zukünftig eine optimale "Belüftung" der vormals durch Schimmel befallenen Ecke ermöglicht, somit ein Umbau aus Vermietersicht nicht notwendig ist, sonder mehr der Optik dient, was wiederum subjektives Mieterempfingen wäre.

Die Kosten wären deshalb nach Vermieteransicht durch uns zu tragen.

Müssen wir für den Umbau der Küche und für die Korrektur des Fliesenspiegel zunächst finanziell in Vorleistung gehen oder muss der Vermieter alle notwendigen Aufträge selbst erteilen und bezahlen?

Für den Fall, dass wir zunächst in Vorleistung gehen müssten, sehe ich nach dem bisherigen Verlauf aller Gespräche einen Rechtsstreit auf uns zukommen, der Zeit und Kraft kostet, die ich gerne anderweitig einsetzen würde...

Was wäre hier Ihre Empfehlung?

Das mögliche Mittel der Mietminderung haben wir übrigens bislang zu keinem Zeitpunkt angewendet. Wäre dies ggf. jetzt ein Mitte, um unseren Ansprüchen Nachdruck zu verleihen und wenn ja, in welcher Höhe und für welchen Zeitraum wäre das in unserem Fall rechtmäßig?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Würden Sie mir bitte noch die erste Folgefrage beantworten?

Den Eingang Ihrer Antwort hierauf kann ich bislang leider noch nicht bestätigen

Vielen Dank.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Selbst wenn das Vermieterargument zutreffen sollte (was dahingestellt beiben mag), so entbindet dies den Vermieter nicht von seiner Ersatzpflicht für die als Folge der bauseitigen Mängel eingetretenen Schäden. Eine in die Zukunft wirkende optimale "Belüftung" kann also nicht dessen Schadensersatzpflicht für abgeschlossene Ereigenisse in Wegfall bringen.

Im Übrigen obliegt die Entscheidung über den Umbau der Küche allein Ihnen, denn als Mieter haben Sie selbstverständlich das Recht, die Wohnung nach Ihren Wünschen und Vorstellungen einzurichten. Erwägungen des Vermieters sind insoweit gänzlich ohne Belang. Entschließen Sie sich daher zum Umbau, hat der Vermieter die hierzu erforderlichen Kosten auch zu erstatten.

Zur Abwicklung: Sie sollten zwei oder drei Kostenvoranschläge einholen und diese mit dem Vermieter sichten. Soweit Sie einsparen können bei der Wahl des Fachbetriebes müssen Sie dies auf der Grundlage der Sie treffenden Schadensminderungspflicht. Sie müssen sich aber nicht auf einen Betrieb verweisen, der keine fachgerechte Erledigung der Arbeiten sicherstellen kann. Die Rechnungen für die Arbeiten sollten unmittelbar an den Vermieter gesendet werden. In Vorlage gehen, müssen Sie nicht.

Der Vermieter ist hier eindeutig in der Pflicht: Sollte er nicht einlenken, können Sie auch weiterhin von Ihrem Mietminderungsrecht Gebrauch machen, bis der Mietmangel - Schimmelbefall - beseitigt ist. Angemessen sind nach der Rechtsprechung 20% der Miete (LG Karlsruhe, Urteil vom 14.07.1998 - 8 O 208/98).

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank!!
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr gern.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo Herr Huettemann,

noch eine Nachfrage zur Mietminderung. Der großflächige Schimmelbefall an der Wand wurde beseitigt. Die Tapete wurde entfernt. Weiter ist bislang nichts passiert.Ist mit dieser ersten "groben" Beseitigung der Mietmangel behoben oder gilt das erst, wenn die Wand entsprechend gestrichen oder tapeziert wurde, das angedachte Lüftungskonzept umgesetzt und die Deckedämmung vorgenommen wurde und schließlich auch der bislang strittige Küchenumbau erfolgt ist. Kurz gefragt: ab wann gilt der Mietmangel als beseitigt und was gehört in unserem Fall unter "Mietmangel". Danke vorab für Ihre Nachricht.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Bei Schimmelbefall bedarf es der gründlichen Mängelbeseitigung durch eine Fachfirma. Soweit der Schimmel bauseitig bedingt ist, wird hierzu die bloße Neutapezierung nicht ausreichen.

Mit der Entfernung der Tapete ist daher der Mietmangel noch nicht beseitigt. Vielmehr bedarf es anschließend der Durchführung der eigentlichen Ursachenbeseitigung durch einen Fachbetrieb, einer anschließenden Versiegelung (Imprägnierung) sowie eines dann folgenden neuen Anstrichs (neuer Tapezierung) und schließlich der Umsetzung des Küchenumbaus. Erst mit Abschluss dieser Maßnahmen - und damit mit Beseitigung des Schimmels und seiner Folgen - wäre der Mietmangel als solcher auch beseitigt. Bis dahin steht Ihnen das Mietminderungsrecht zu.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gern geschehen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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