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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26431
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Abend, Mein ehemaliger Mieter hat einen Küchenbrand

Kundenfrage

Guten Abend,
Mein ehemaliger Mieter hat einen Küchenbrand verursacht und mußte aus diesem Grunde aus der Rauch verseuchten Wohnung ausziehen. Der Brand war im August 2011. Die Sanierungsmaßnahmen haben bis Ende April 2012 angedauert, so daß ich jetzt ab Mai 2012 neu vermieten Konnte. Nun meine Frage: Wie lang muß mein ehemaliger Mieter mir die Miete Zahlen? Und kann ich Ihn zum Schadenersatz für zerstörte vermietete Möbel heranziehen, da er keine Hausratversicherung besitzt?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Wenn der Mieter den Küchenbrand schuldhaft verursacht hat, so haftet er nach § 823 I BGB für den Ihnen entstandenen Schaden.

Zum Schaden zählt einmal die entgangene Miete bis zur Wiedervermietung.

Wenn also die Sanierung von August bis Mai geauert hat so muss er diesen Mietausfall bezahlen.

Erforderlich ist es jedoch, dass Sie die Sanierung der Wohnung ohne Zögern begonnen und durchgeführt haben, da Sie eine Schadensminderungspflicht trifft. Ersetzt wird daher nur die Miete für die erforderliche Reparaturdauer. Soweit sich die Sanierung deswegen hingezogen hat, weil Sie diese beispielsweise nur selbst und am Wochenende vorgenommen haben können Sie nicht über die gesamte Zeit Schadensersatz verlangen.

Auch die Möbel muss der Mieter natürlich ersetzen. Hier müssen Sie sich allerdings einen Abzug "Neu für Alt" gefallen lassen. Die Höhe des Abzugs richtet sich nach der Nutzungsdauer des zerstörten Objekts. Diese Abzugsregelung ist allgemein Bekannt bei Teppichböden (8-10 Jahre Nutzungsdauer), gilt aber auch für Möbel.

Bei einer Küche oder Küchenmöbel ist eine Nutzungsdauer von 25 Jahren anzunehmen.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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