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RA Staemmler
RA Staemmler, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 915
Erfahrung:  Als Rechtsanwalt berate und vertrete ich Sie u.a. auf dem Gebiet des Miet- und Wohnungseigentumrecht
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RA Staemmler ist jetzt online.

Wir hatten Wasserrohrbruch in der Küchenwand 17..03. und haben

Kundenfrage

Wir hatten Wasserrohrbruch in der Küchenwand 17..03. und haben nun einen erheblichen Wasserschaden in der Küche und im Flur. Seit 06.04. bis zum 20.04.2012 laufen jetzt überall die Entfeuchtungsgeräte auf unsere Elektrozähler. Ich übernachte seit dem Schaden bei meinem Freund erst wegen der Feuchtigkeit im Boden, jetzt wegen des Lärms. 10 Tage von dieser Zeit war ich im Urlaub,seit meiner Rückkehr haben wir nur noch lauwarmes Wasser und der Handwerker kommt nicht (habe mehrfach angerufen). Duschen findet also auch bei meinem Freund statt. Die Küche ist nicht benutzbar, da dort auch die Lüfter dort stehen. Die Wohnung muss wohl umfangreich renoviert werden. Ich habe den Mietvertrag (aus anderen Gründen) zum 30.06.2012 gekündigt.

Kann ich Mietminderung und in welcher Höhe geltend machen?
Was ist mit den Kosten für den Strom für die Entfeuchtungsgeräte und wie kann ich das geltend machen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RA Staemmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Mietminderung ist immer dann möglich, wenn die Nutzung aufgrund eines Mangels eingeschränkt ist. Wie hoch die Miete im Einzelfall gemindert werden kann ist eine Einzelfallentscheidung. Zwar gibt es Mietminderungstabellen; diese haben aber keine verbindliche Aussage. Wie gesagt muss hier jeder Fall individuell überprüft werden.

Hier einige Beispiel aus der Rechtsprechung:

Nach einem Wasserschaden ist die Wohnung überschwemmt und es stinkt wegen des nassen Teppichbodens nahezu bestialisch. Dies begründet eine Mietminderung von 80% (Urteil AG Friedberg, Az. C 389/82, aus WM 1984, S. 198).

Tropft Wasser durch die Zimmerdecke, sind 30% Mietminderung zulässig (AG Kiel, Az. 13 C 9/80, aus WM 1980, S. 235).

Dringt aus dem Boden in eine Wohnung so viel Feuchte ein, dass sich die Tapeten ablösen und die Bodenfliesen Risse bekommen, ist eine Mietminderung in Höhe von 60% zulässig (AG Bad Vilbel, Az. 3b C 52/96, aus: WM 11/96, S. 701).

Ist die Wohnung wegen feuchter Wände und Decken unbewohnbar, so braucht der Mieter keine Miete zu zahlen (AG Potsdam, Az. 26 C 533/93, aus WM 1995, S. 534).

Die Durchfeuchtung einer Zimmerdecke begründet in diesem Fall eine Mietminderung in Höhe von 8% (LG Hamburg, Az. 11 S 86/71).


Die Mietminderung tritt automatisch ein.

Grundsätzlich ist der Vemieter zur Beseitigung des Schadens verantwortlich. Also sind auch die Beseitigungskosten durch diesen zu tragen. Sie können daher die Stromkosten von diesem ersetzt verlangen. Praktisch schwierig hier natürlich eine ABgrenzung welche Kosten durch die Entfeuchter und welche durch Ihre Geräte verursacht wurden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen. Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren

Mit freundlichen Grüßen

André Stämmler
Rechtsanwalt
Experte:  RA Staemmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),



haben Sie noch Fragen? Sofern dies nicht der Fall ist, akzeptieren Sie bitte meine Antwort.



Mit freundlichen Grüßen

A. Stämmler