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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26348
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich vermiete ein Ladenlokal, d. h. ein ganzes Haus

Kundenfrage

Hallo,

ich vermiete ein Ladenlokal, d. h. ein ganzes Haus zu gewerblicher Nutzung.
Mein Mieter hat mir vor ca. 14 Tagen mündlich mitgeteilt, dass aus dem Keller unangenehme Gerüche nach oben dringen.
Daraufhin habe ich ihn gebeten einen Installateur seines Vertauens zu beauftragen, die Ursache zu ergründen.
Kurz: die Hebeanlage, in der Wasser aus der Spülmaschine und weiterer Handwaschbecken ( keine Fäkalien ) zusammenkommen, pumpt nicht mehr vollständig ab.
Am Freitag den 24.02 erhielt ich das Kostenangebot des Installateurs, worauf ich sofort am Montag den 27.02. den Auftrag zur Instandsetzung gegeben habe.

Nun hat mein Mieter, nach mündlicher Mitteilung vom Montag, die Miete zu 100% gekürzt, also überhaupt keine Miete bezahlt.

Was raten Sie mir, wie ich darauf reagieren sollte?

vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße
Regina Rothfuss-Noll
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Wenn die Mietsache mangelhaft ist, so kann der Mieter die Miete mindern unabhängig davon, ob Sie als Vermieterin den Mangel verschuldet haben oder nicht.

ABER:

Der Mieter kann natürlich nur für den Zeitraum die Miete mindern in welchem der Mangel tatsächlich bestanden hat.

Konkret bedeutet das, wenn der Mieter Ihnen den Mangel vor 14 Tagen mitgeteilt hat, so kann der ab dieser Mitteilung bis zur Schadensbehebung mindern.

Natürlich kann der Mieter die Miete nicht um 100% mindern. Wenn Sie mir angeben, es handelt sich um keine Fäkaliengerüche, so halte ich eine Minderungsquote von 5-10% anteilig für den Zeitraum von Mitteilung bis Behebung des Mangels für angebracht.

Sie sollten daher den Mieter anschreiben und erklären, dass Sie sich mit einer Minderung von 5-10% (für den anteiliegn Zeitraum) einverstanden erklären und ihn auffordern den dann noch offenen Mietzins binnen 14 Tagen ab Briefdatum nachzuentrichten.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schiessl,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Kann mein Mieter die Miete kürzen ab dem Zeitpunkt, an dem er mir den Mangel (mündlich) mitgeteilt hat oder bereits früher, als er selbst schon mal den Geruch bemerkt hat?
Ich kann ja erst dann aktiv werden, wenn mir der Mangel bekannt gemacht wird.

beste Grüße
Regina Rothfuss-Noll
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ja, Sie haben das Problem richtig erkannt. Der Mieter kann Ihnen erst dann die Miete mindern, soweit Ihnen der Mangel bekannt geworden ist. Dies ist dann in Ihrem Fall der Zeitpunkt der mündlichen Information durch den Mieter.



Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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