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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 16989
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

ich beschloss 2011 in meiner mietwohnung eine neue einbauküche

Kundenfrage

ich beschloss 2011 in meiner mietwohnung eine neue einbauküche einzubauen
sage vermieter: guck fußboden an, kaputt... (laut einzugsprotokoll sind alle Fußböden in der Wohnung abgängig
altbau, vor 1913 erbaut
vermieter sagt: oh, kaputt, da machen wir die billig lösung, ohne richtig zu schauen, was los ist, kippen wir estrich drauf (höhenunterschied in küche ca. 5 cm). untergrund holzfußboden
mh... wird nicht so lange halten sag ich... - naja, machen wir trotzdem
fußbodenfirma rückt an und kippt säckeweise estrich rein und legt pvc drüber. einbauküche kommt, wird eingebaut. kosten ca. 6500 €
fußboden ca. 6 monate später wieder kaputt... risse im estrich... oh oh oh
nach freilegen des originalbodens steht fest: balken müssen ausgetauscht werden....
ich bin der meinung: das hätten sie schon machen können, da fußbodenfirma das mit angeboten hat und sie sind der meinung ich müßte jetzt die instandsetzung unterstützen und lehnen jeglichen wertausgleich meiner schönen neuen einbauküche ab.
Ich will von denen ca. 1000 € (ausräumen, urlaub, wertminderung küche etc. pp.) - sie bieten mir 150,00 und einen dielenfußboden in der küche - der mir gelinde gesagt scheißegal ist... ich hab sonst in der verf.... wohnung alles selber saniert bis auf den küchenfußboden, da hatte ich keinen bock mehr. was mache ich jetzt?
ach so... küche muss natürlich für die instandsetzung leer sein udn einbauküche muss wieder aus- und eingebaut werden
und küche war leer!!!
Die küche ist alles in allem ca. 25 m2 groß.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Der Vermieter wusste, dass der Boden dringend saniert werden muss.

Daher ist er Ihnen nunmehr auch zum Schadensersatz verpflichtet.

Der Vermieter hätte schon zum damaligen Zeitpunkt den Boden machen müssen.

Sie konnten darauf vertrauen, dass alles richtig ist.

Da es nun doch nicht so ist, muss der Vermieter für alle Ihnen entstehenden Kosten aufkommen.

Mit 1000 Euro ist er dabei auch ganz gut bedient.

raschwerin und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gibt es irgendwelche Gesetze oder Beispielurteile, auf die ich mich in diesem Fall beziehen kann?

Sie schreiben immer nur: Es besteht Ihrerseits eine vertragliche Verpflichtung zur Mitwirkung bei Instandsetzungsmaßnahmen.

Ja, aber diese wurde ja durchgeführt und da habe ich auch mitgewirkt... Natürlich möchte ich wieder einen vernünftigen Fussboden in der Küche haben, aber ich habe auch den ganzen Ärger... Auf was kann ich mich bzgl. der Wertminderung der Küche beziehen. Die sagen einfach, wir bauen ja die Küche wieder ein und sie sieht genauso aus, aber selbst das Möbelhaus sagt: "Naja, die Küche wird dadurch aber auch nicht besser...."
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Es besteht gerade dann keine Mitwirkungspflicht, wenn der Vermieter diesen Schaden selbst zu verantworten hat.

Sie können sogar die Miete mindern für die Zeit, da die Küche unbenutzbar ist.

Und Sie können eben den Schadensersatz verlangen.

Das Recht zur Minderung ergibt sich aus § 536 BGB, da die Mietsache mangelhaft ist.

Der Schadensersatzanspruch ergibt sich aus §§ 535, 280 BGB.

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