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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Diplom Jurist
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Bereich Mietrecht habe ich schon mehrere Mandate betreut.
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine Frage bezoeglich Verjaehrung. Ein

Kundenfrage

Guten Tag,
ich habe eine Frage bezoeglich Verjaehrung.
Ein Energieanbieter hat mich am 02.01.2012 angeschrieben ich soll eine Restforderung in Hoehe von 68.22 E. umgehend bezahlen. Das schreiben erhielt ich am 05.01.2012.
Es ist eine angebliche Nachzahlung fuer Fernwaerme.
Es ist eine Schlussrechnung vom 25.06.2008 die mit 10.07.2008 datiert ist.
Ich bin damals weggezogen und zwar am 01.08.2008 und habe mich auch umgehend an meinem neuen Wohnsitz auch angemeldet. Meldebescheinigung liegt vor.
Insgesammt bezieht sich nun die Rechnung auf 109.35 E.
am 09.12.2011 , 14.12.2011 , 26.12.2011 und 29.12.2011 worden jewels 7.90 E. fuer Auskunftskosten berechnet.
Dazu kommen noch die Zinsen.
Meine Frage ist jetzt.
Ist die Foerderung nun verjaehrt oder nicht?
Der Betrag ist nicht die Welt. Aber wenn ich das Recht der verjaehrung habe dann moechte ich es auch wahrnehmen.
Wie kann das sein dass, obwohl ich mich sofort an meinem neuen Wohnsitz angemeldet habe, trots der Auskunft nicht gefunden worden bin?
Warum hat der Glaeubiger ueber 3 Jahre gewartet bis er sich entschlossen hat mich zu suchen?
Darf oder soll ich dagegen ein Wiederspruch einlegen? Muss ich dieses bezahlen?

Ich danke XXXXX XXXXX voraus fuer die Antwort.

MfG.
Arthur L.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:




Gem. § 195 BGB beträgt die regelmäßige Verjährungsfrist drei Jahre und beginnt mit Ablauf des Jahres zu laufen, in dem der Gläubiger ( hier also das Energieversorgungsunternehmen) von den anspruchsbegründenden Tatsachen und von der Person des Gläubigers also von ihnen Kenntnis erlangt hat,vgl. § 199 BGB.

Eine Forderung, die im Jahr 2008 fällig geworden ist, beginnt also am 31.12.2008 zu verjähren.

Die Verjährung läuft dann bis zum 31.12.2011.

Hiernach wäre die Forderung also bereits verjährt und sie sollten widersprechen.

Eine Ausnahme würde nur dann gelten, falls die Forderung tituliert worden wäre, also wenn hierüber ein Vollstreckungsbescheid oder ein Gerichtsurteil vorliegt.

Dann würde die Forderung erst nach 30 Jahren verjähren. Dieses kann ich ihre Schilderung aber nicht entnehmen.




Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Danjel Newerla und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
EIne Frage dazu haette ich aber noch. Der Glaeubiger konnte mich angeblich nicht finden.
Ist die verjaehrung dann nicht gehemmt? Oder so aehnlich.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Nein, dieses hemmt die Verjährung grundsätzlich nicht.

Die Fälle, wann die Verjährung gehemmt ist, sind abschließend in Gesetz und zwar in
§ 204 BGB geregelt.

§ 204 BGB
Hemmung der Verjährung durch Rechtsverfolgung

(1) Die Verjährung wird gehemmt durch

1. die Erhebung der Klage auf Leistung oder auf Feststellung des Anspruchs, auf Erteilung der Vollstreckungsklausel oder auf Erlass des Vollstreckungsurteils,
2. die Zustellung des Antrags im vereinfachten Verfahren über den Unterhalt Minderjähriger,
3. die Zustellung des Mahnbescheids im Mahnverfahren oder des Europäischen Zahlungsbefehls im Europäischen Mahnverfahren nach der Verordnung (EG) Nr. 1896/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 zur Einführung eines Europäischen Mahnverfahrens (ABl. EU Nr. L 399 S. 1),
4. die Veranlassung der Bekanntgabe des Güteantrags, der bei einer durch die Landesjustizverwaltung eingerichteten oder anerkannten Gütestelle oder, wenn die Parteien den Einigungsversuch einvernehmlich unternehmen, bei einer sonstigen Gütestelle, die Streitbeilegungen betreibt, eingereicht ist; wird die Bekanntgabe demnächst nach der Einreichung des Antrags veranlasst, so tritt die Hemmung der Verjährung bereits mit der Einreichung ein,
5. die Geltendmachung der Aufrechnung des Anspruchs im Prozess,
6. die Zustellung der Streitverkündung,
7. die Zustellung des Antrags auf Durchführung eines selbständigen Beweisverfahrens,
8. den Beginn eines vereinbarten Begutachtungsverfahrens,
9. die Zustellung des Antrags auf Erlass eines Arrests, einer einstweiligen Verfügung oder einer einstweiligen Anordnung, oder, wenn der Antrag nicht zugestellt wird, dessen Einreichung, wenn der Arrestbefehl, die einstweilige Verfügung oder die einstweilige Anordnung innerhalb eines Monats seit Verkündung oder Zustellung an den Gläubiger dem Schuldner zugestellt wird,
10. die Anmeldung des Anspruchs im Insolvenzverfahren oder im Schifffahrtsrechtlichen Verteilungsverfahren,
11. den Beginn des schiedsrichterlichen Verfahrens,
12. die Einreichung des Antrags bei einer Behörde, wenn die Zulässigkeit der Klage von der Vorentscheidung dieser Behörde abhängt und innerhalb von drei Monaten nach Erledigung des Gesuchs die Klage erhoben wird; dies gilt entsprechend für bei einem Gericht oder bei einer in Nummer 4 bezeichneten Gütestelle zu stellende Anträge, deren Zulässigkeit von der Vorentscheidung einer Behörde abhängt,
13. die Einreichung des Antrags bei dem höheren Gericht, wenn dieses das zuständige Gericht zu bestimmen hat und innerhalb von drei Monaten nach Erledigung des Gesuchs die Klage erhoben oder der Antrag, für den die Gerichtsstandsbestimmung zu erfolgen hat, gestellt wird, und
14. die Veranlassung der Bekanntgabe des erstmaligen Antrags auf Gewährung von Prozesskostenhilfe oder Verfahrenskostenhilfe; wird die Bekanntgabe demnächst nach der Einreichung des Antrags veranlasst, so tritt die Hemmung der Verjährung bereits mit der Einreichung ein.

(2) Die Hemmung nach Absatz 1 endet sechs Monate nach der rechtskräftigen Entscheidung oder anderweitigen Beendigung des eingeleiteten Verfahrens. Gerät das Verfahren dadurch in Stillstand, dass die Parteien es nicht betreiben, so tritt an die Stelle der Beendigung des Verfahrens die letzte Verfahrenshandlung der Parteien, des Gerichts oder der sonst mit dem Verfahren befassten Stelle. Die Hemmung beginnt erneut, wenn eine der Parteien das Verfahren weiter betreibt.

(3) Auf die Frist nach Absatz 1 Nr. 9, 12 und 13 finden die §§ 206, 210 und 211 entsprechende Anwendung.

 

 


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen lieben Dank Danjel-Philippe,
Sie haben mir sehr geholfen.

Ich wuensche Ihnen alles gute.

Machen sie weiter so.

MfG.
Arthur. L.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das ist nett von Ihnen, vielen Dank und gern geschehen

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Auch ich wünsche Ihnen noch alles Gute.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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