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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 22842
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, als vor einer Woche bei der

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

als vor einer Woche bei der Mieterin in der Wohnung unter mir plötzlich Wasser von der Decke lief wurde festgestellt das bei mir im Bad das Kaltwasserrohr kaputt ist. Bei der weiteren Überprüfung hat man festgestellt das der Schaden wahrscheinlich schon vor Wochen entstanden ist da die Feuchtigkeit sich bereits ausgebreitet hat. Es wurde Nässe auch im Flurfußboden festgestellt und auch die Wände im Flur sind bis auf eine Höhe von gut 30 cm feucht, wobei jetzt mittlerweile auch die ersten sichtbaren Flecken an der Tapete auftreten. Um den Schaden nicht zu vergrößern sollte ich seit dem Tag möglichst wenig Wasser verbrauchen und die Abstellhähne immer wieder zudrehen. Deswegen habe ich die Dusche nicht mehr genutzt und bin dafür immer zu meinen Eltern gefahren. Seit Freitag kann ich mein Bad ( außer der Toilette ) garnicht mehr nutzen da man da mit den Sanierungsarbeiten begonnen hat. Der Fußboden im Bad wurde komplett entfernt, die Dusche wurde ausgebaut um an alle Rohre zu kommen. Und die Waschmaschiene kann auch nicht genutzt werden, da sie auch im Bad stand. Im Flur wurde der in Eigenleistung verlegte Fußbodenbelag entfernt und mit großer Wahrscheinlichkeit werden auch noch die Tapeten entfernt, wegen der feuchtigkeit in der Wand. Mir wurde gesagt das alles erst wieder trocken sein muss bevor mit den Renovierungsarbeiten im Flur und dem Bad begonnen werden kann. Die Trockenzeit beträgt 2 - 3 Wochen ! Solange kann ich weder Dusche noch Waschmaschiene benutzen. Toilette und Waschbecken funktionieren, da heute neue Rohre verlegt werden.
Meine Frage ist jetzt, wie ich mich bei einer Mietminderung verhalte. Wie sollte ich das richtig formulieren und um wieviel Prozent könnte ich die Miete mindern.

Ich bitte um eine schnellstmögliche Antwort.

Vielen Dank XXXXX XXXXX

Katja Niedenzu
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Als Folge der beschriebenen erheblichen Mängel der Mietsache sind Sie zur Minderung der Miete berechtigt. Dieses Mietminderungsrecht steht Ihnen kraft Gesetzes zu.

Sie müssen dieses aber gegenüber dem Vermieter ausdrücklich erklären, indem Sie ihm schriftlich mitteilen, dass Sie aufgrund der massiven Mängel in dem Badezimmer und der Feuchtigkeit im Flur Ihre Miete mindern.

Hinsichtlich der Minderungshöhe gilt: Kann die Dusche vorübergehend nicht genutzt werden, und ist diese die einzige Duschmöglichkeit in der Wohnung - wie in Ihrem Fall - kann die Miete nach der Rechtsprechung bis zu einem Drittel gemindert werden (AG Köln AZ: 206 C 85/95).

Für den Ausfall der Waschmaschine können Sie hier weitere 5% Mietminderung in Ansatz bringen.

Während der Beseitigung der Mängel im Badezimmer ist eine Mietminderung in Höhe von zusätzlichen 20% nach der Rechtsprechuing zulässig (LG Berlin, Az. 64 S 21/98, aus GE 1998, S. 1151).

Sie sind somit zu einer Mietminderung in Höhe von knapp 60% der Warmmiete berechtigt. Dieses Minderungsrecht steht Ihnen solange zu, wie die Mängel nicht beseitigt sind.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Besteht noch Klärungsbedarf? Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um Akzeptierung bitten. Der Sachverhalt ist mit einem für Sie positiven Resultat rechtlich maximal ausgeschöpft. Kostenlose Rechtsberatung ist zudem nach zwingendem Recht nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt