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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 21830
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Meinem soll aus seiner Whg ausziehen,da sein Vermieter diese

Kundenfrage

Meinem soll aus seiner Whg ausziehen,da sein Vermieter diese verkaufen will.Welche Rechte hat mein Sohn?Er hat viel Geld in die Whg gesteckt u wohnt auch erst 1Jahr dort.Mindert sich seine Kündigungsfrist weil der Vermieter verkaufen will oder hat er 3Mon Zeit??
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich gilt zunächst, dass der Vermieter für eine ordentliche Kündigung des Mietverhältnisses ei berechtigtes Interesse im Sinne des § 573 BGB benötigt.

Die Verkaufsabsicht als solche ist zunächst einmal kein gesetzlich anerkannter ordentlicher Kündigungsgrund nach § 573 BGB. Eine Kündigung käme hier allenfalls auf der Grundlage des § 573 Absatz 2 Nr. 3 BGB in Betracht:

Nach § 573 Absatz 2 Nr. 3 BGB kann ein Vermieter kündigen, wenn er durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks oder der Wohnung gehindert ist und dadurch erhebliche Nachteile erleiden würde. Man spricht hier von der so genannten Verwertungskündigung.

Der Vermieter muss die Kündigung konkret begründen. Insbesondere muss er darlegen und nachweisen, dass er an einer wirtschaftlichen Verwertung der Wohung durch die Weitervermietung gehindert ist. Der Vermieter ist insoweit in der vollen Beweispflicht. Allein die Verkaufsabsicht wird die ordentliche Kündigung nicht tragen können.

Im Übrigen gilt der Grundssatz, dass Kauf nicht Miete bricht. Das bedeutet, dass der Neueigentümer vollumfänglich in den bestehenden Mietvertrag mit Ihrem Sohn eintritt. Der Neueigentümer hätte dann allerdings die Möglichkeit, Eigenbedarf geltend zu machen und seinerseits eine Kündigung mit dieser Begründung auszusprechen.

Eine Möglichkeit könnte es für Ihren Sohn in der gegenwärtigen Situation daher sein, einer Verwertungskündigung zunächst zu widersprechen und mit dem Eigentümer eine Entschädigung zur Abgeltung seiner Aufwendungen zugunsten der Wohnung und für die Beschaffung von Ersatzwohnraum zu vereinbaren.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchende,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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