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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Diplom Jurist
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Bereich Mietrecht habe ich schon mehrere Mandate betreut.
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

hallo, mein Schwager und meine Schwester haben auf meinem

Kundenfrage

hallo,
mein Schwager und meine Schwester haben auf meinem Grundstück einen Schopf den sie vor 18 Jahren vor übernahme des Hofes von mir von meinem Vater unentgeltlich bekommen haben. Ich selbst übernahm den Hof vor 13 Jahren. Ich möchte meinem Schwager nun den Schopf kündigen ... es floß noch nie Geld und es wurde auch kein Mietvertrag gemacht. Muß ich eine Kündigungsfrist einhalten??

Mit freundlichen Grüßen
M- Reichmann
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:






Wenn ich Sie richtig verstanden habe, befindet sich auf ihrem Grundstück (das Grundstück steht also in ihrem Eigentum) dieses Schopf/Schuppen, um den sich gestritten wird.



Die Frage ist also, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen ihr Schwager und ihre Schwester zur Nutzung berechtigt sind.



Ausgangslage ist hier die ursprüngliche Nutzungseinräumung. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben ihre Schwester und ihr Schwager diesen Schuppen unentgeltlich „bekommen“.



Hier wäre wichtig zu wissen, ob ihr Vater das Eigentum an diesem Schuppen dauerhaft auf ihren Schwager und die Schwester übertragen wollte oder ob es sich nur um eine kostenfreie Nutzungsgenehmigung gehandelt hat.



Eine zentrale Frage in diesem Zusammenhang ist, wie der Schopf/Schuppen beschaffen ist.



Sollte dieser nämlich fest mit dem Boden verankert sein, wäre er sog. wesentlicher Bestandteil des Grundstückes und sie wären automatisch Eigentümer. In diesem Fall hätte auch ihr Vater niemals das separate Eigentum an diesem Schuppen auf ihren Schwager beziehungsweise ihrer Schwester übertragen können.



Sofern der Schuppen also fest mit dem Boden verankert ist beziehungsweise so schwer/massiv ist, dass er nicht ohne Weiteres abtransportiert werden kann, wäre er als wesentlicher Bestandteil des Grundstückes zu werten mit der Folge, dass sie auch Eigentümer dieses Schuppen sind.



In diesem Fall bräuchten Sie grundsätzlich lediglich eine angemessene Räumungsfrist von etwa 2-3 Wochen einzuhalten. Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn etwas Abweichendes vereinbart worden ist.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der Schuppen ist fest verbunden mit meinem Gebäude. Es ist ein gemeinsamer Bau.
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Dann sind Sie Eigentümer des Schuppens.

Da hier offensichtlich kein Mietvertrag nachweisbar sein wird (es ist ja auch gar kein Geld gezahlt worden, so dass es sich begrifflich schon gar nicht um einen Miete handeln kann),
ist die Nutzung bislang nur geduldet worden.

Eine Kündigungsfrist brauchen sie also grundsätzlich nicht einhalten, allenfalls eine angemessene Räumungsfrist.

Sie sollten ihren Schwager und ihre Schwester nachweisbar (per Einschreiben) unter Setzung einer angemessenen Frist (etwa 2-3 Wochen) zur Räumung aufforderung.

Gleichzeitig könnten sie nach erfolglosem Fristablauf eine Nutzungsentschädigung (ortsübliche Vergleichsmiete) fordern. Diese sollten Sie in dem Schreiben ebenfalls mit geltend machen.

Sollte dieses verweigert werden,könnten Sie einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen beauftragen.


Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag und alles Gute!

Bitte seien SIe auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort. Sofern sie noch Verständnisfragen haben dürfen sie natürlich gerne nachfragen.




Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

 

Danjel Newerla, Diplom Jurist
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung: Im Bereich Mietrecht habe ich schon mehrere Mandate betreut.
Danjel Newerla und 5 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für ihre Hilfe...
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gern geschehen.

Dann wünsche ich Ihnen noch alles Gute und einen angenehmen Mittwochnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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