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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3523
Erfahrung:  zertifizierter Testamentsvollstrecker
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

Guten morgen, wir mieten ein Haus mit ca. 180 m² Wohnfläche

Kundenfrage

Guten morgen,

wir mieten ein Haus mit ca. 180 m² Wohnfläche und 600 m² Grundstück. Das Haus ist 50 Jahre alt, nicht isoliert, mit einigen Mängeln, wir fühlen uns trotzdem sehr wohl.
Der Garten wurde vor ca. mindestens 15 Jahren von einem Landschaftsgärtner sehr schön angelegt, war aber bei unsere Anmietung vor fünf Jahren in einem desolaten und ungepflegten Zustand. Nachädem die Mietzeit zunächst nur für ein Jahr angedacht war,war die Kaltmiete 1000,00 €, als Sondervereinbarung wurde "Gartenpflege" durch uns aufgenommen, die Eigentümer versicherten der Garten sei pflegeleicht,, sie seien jedoch bereits seit einem Jahr ausgezogen, nachdem das Haus verkaut werden sollte. Dar Mitevertrag wurde auf beiderseitigen Wunsch verlängert, die Miete auf 1150 € angehoben. Die Nebenkosten betragen 350,00 € mtl.
In den letzten Jahren haben wir versucht den Garten einen pflegeleichten Zustand zu versetzen, was uns trotz fachmännischer Hilfe nicht gelang. Die Eigentümer zeigten bis jetzt wenig Interesse an der Werterhaltung des Hauses, bemängeln aber mmittlerweile der Garten sei nicht nach ihren Vorstellungen gepflegt. Neben der Begrenzung der weiteren Überwucherung der angelegten Flächen durch Unkraut (es ist kaum bei Einzug war kaum noch Bepflanzung vorhanden), dem Rasen mähen, und das Laub von ca. 8 Laubbäumen und der Buchenhecke einzu fassen und aus den Teichen zu fischen, gilt es hier eine großen Teich (Durchmesser ca. 15 m² und zwei kleine ('Durchmesser 6 und 4 m²) Teiche instandzuhalten, den wilden Wein der der Fassade hochochwächst zu rückzuschneiden (in ca 2,00 m Höhe), ferner die Buchenhecke, die Grundstücksbegrenzung ist 2x jährlich zu schneiden, Laub zu rechen (im Garten befinden sich außer der Hecke 6 große Laubbäume) und außerdem den Garten ansprechend zu bepflanzen.
Auf unseren Hinweis, dass diese umfangreiche Gartenpflege für zwei berufstätige Mieter nicht zu realisieren sei merkten die Eigentümer an, dass Sie das als Vermieter die Gartenpflege gerne einem Gärtnerbetrieb in Auftrag geben könnten, die anfallenenden Kosten für den Gärtner würen sie dann als Betriebskosten auf uns umlegen.
Für gütliche Vorschläge, sie möchten doch ohne Umlagen zumindest für den Schnitt der begrenzenden Hecke und des wilden Weines sorgen, ohne die Kosten umzulegen, waren sie nicht empfänglich.
Meine Frage ist nun, in welchem Umfang die Eigentümer diese gärtnerischen Kosten umlegen können. Ich habe von 0,09 % ( der Nettomonatsmiete?) glesen.

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zu den umlagefähigen Kosten für Gartenpflege gehören nach § 2 Nr. 10 BetrK die Kosten der Pflege gärtnerisch angelegter Flächen einschließlich der Erneuerung von Pflanzen und Gehölze, der Pflege von Spielplätzen einschließlich der Erneuerung von Sand und der Pflege von Plätzen, Zugängen und Zufahrten, die dem nicht öffentlichen Verkehr dienen.

Handelt es sich aber um Kosten nicht für periodisch regelmäßig wiederkehrende Maßnahmen der Gartenpflege, so können diese auf den Mieter auch nicht umgelegt werden. Diese Maßnahmen sind vielmehr Instandhaltungen, die dem Vermieter obliegen.

Die umlagefähigen Kosten für die Gartenpflege dürfen voll auf den Mieter umgelegt werden.