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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Leider mussten wir die Wohnung unserer Schwiegermutter k ndigen

Kundenfrage

Leider mussten wir die Wohnung unserer Schwiegermutter kündigen (leider jetzt pflegebedürftig/ Heimplatz). Diese war seit November 1998 in einer 3 Raum Wohnung und seit mehreren Jahren (nach Schlaganfall) auf das Laufen mit einem Rollator angewiesen. Dadurch ist Sie im Laufe der Jahre auch mehrfach mit dem Rollator gegen Türen bzw. die Zargen gekommen, was gewisse Spuren hinterlassen hat. Der Vermieter will nun diese Türen/Zargen auf unsere Kosten (ca. 2000,- €) auswechsen, da er von Beschädigungen" ausgeht. Ist dies richtig oder wie müssten wir vorgehen ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Vermieter hat dann einen Schadensersatzanspruch für Schäden an der Mietsache, soweit diese nicht durch den üblichen Gebrauch der Mietsache entstanden sind (normale Verschleiß- und Gebrauchsspuren)

Leider stellt das "Annecken" mit einem Rollator keinen normalen Gebrauch der Mitesache dar, so dass Sie für die dadurch entstanden Beschädigungen bzw. deren Reparatur aufzukommen haben.

Zu beachten ist allerdings, dass der Vermieter nach § 249 BGB nur Anspruch auf Naturalrestitution hat. Das heißt, dass er nur so zu stellen ist, als ob es die Beschädigungen nicht gegeben hätte.

Bei einem Austausch der Türen/Zargen muss also nicht der volle Preis gezahlt werden, sondern es ist ein Abzug "Neu für Alt" vorzunehmen. Wie hoch der Abzug ist, hängt vom Alter der Zargen/Türen und der durchschnittlichen Gebrauchsdauer ab.

troesemeier und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Soweit verstanden, aber was könnte Abzug "neu gegen alt" konkret bedeuten ? Seit November 1998 (Erstbezug), d.h. 13 Jahre bewohnt, jedoch sind die "Schäden" bei den heutigen Türen optisch wahrscheinlich nur durch Austausch zu beseitigen (Funier). Gibt es eventuell Anhaltspunkte, welcher "prozentuale Abzug" gerechtfertigt wäre ?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Soweit verstanden, aber was könnte Abzug "neu gegen alt" konkret bedeuten ? Seit November 1998 (Erstbezug), d.h. 13 Jahre bewohnt, jedoch sind die "Schäden" bei den heutigen Türen optisch wahrscheinlich nur durch Austausch zu beseitigen (Funier). Gibt es eventuell Anhaltspunkte, welcher "prozentuale Abzug" gerechtfertigt wäre ?

Hätte gern darauf noch eine Antwort, wobei ansonsten Ihre "Antwort akzepiiert wird.

Danke

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die durchschnittliche Gebrauchsdauer oder Lebensdauer von Türen und Zargen liegt bei 30-80 Jahren, je nachdem ob es sich um einfache oder qualitativ hochwertige Materialen handelt.

Bei mittlerer Qualität kann man wohl von einer Lebensdauer von ca. 50 Jahren ausgehen.

Voruasgesetzt die Türen sind vor dem Erstbezug, also vor 13 Jahren eingebaut worden, so hätten diese noch eine Gebrauchsdauer von ca. 37 Jahren.

Dies entspräche 26%. Hieraus ergäbe sich also ein Abzug von 26% bei den Materialkosten.

Unter diesem Gesichtspunkte wäre der Schadensersatzanspruch des Vermieters zu prüfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
O.K., hat mir schon geholfen. Danke
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
gern geschehen.