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hsvrechtsanwaelte
hsvrechtsanwaelte, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 1707
Erfahrung:  Mitglied der ARGE Verwaltungsrecht im DAV
61407990
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hsvrechtsanwaelte ist jetzt online.

guten tag!ich habe seit 2003 einen festen ganzjahresplatz

Kundenfrage

guten tag! ich habe seit 2003 einen festen ganzjahresplatz auf einem campingplatz gemietet! seit 2005 habe ich dort auch meinen festen ersten wohnsitz gemeldet! wohnwagen u. vorzelt sind komplett feststehend u. wie eine Wohnung ausgebaut! am 17.09.2011 habe ich nun die fristgerechte kündigung zum 31.12.2011 erhalten! der brief war weder frankiert noch stand irgendein grund darin warum mir die kündigung ausgesprochen wurde! nun meine frage: was kann ich dagegen machen u. wie muss ich mich weiterhn verhalten?


ausserdem möchte ich betonen das bisher alle forderungen des vermieters an mich ,meinerseits beglichen wurden und auch schon die Hälfte der Platzmiete für das kommende Jahr(2012) von mir geleistet wurde!

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Die Frage ist, ob hier allein (Wohnraum-)Mietrecht Anwendung findet oder ob es sich um einen sogenannten gemischten Vertrag handelt.
Bei Letzterem wären aber auch die mietrechtlichen Normen anwendbar, da nach meiner Ansicht schwerpunktmäßig Mietrecht vorliegt.

Wäre dieses derart - Wohnraummietrecht -, wäre die Kündigung ohne Grund an sich nicht möglich, was aber auch darauf ankommt, was hier vereinbart ist.

Aber auch sonst gilt:

Ist die Mietzeit nicht bestimmt, so kann jede Vertragspartei das Mietverhältnis nach den gesetzlichen Vorschriften kündigen.
Der Vermieter muss ein Kündigungsgrund haben, die Anforderungen sind hoch.
Ein Mietverhältnis, das auf bestimmte Zeit eingegangen ist, endet mit dem Ablauf dieser Zeit, ohne das es überhaupt einer Kündigung bedarf.

Setzt der Mieter nach Ablauf der Mietzeit den Gebrauch der Mietsache fort, so verlängert sich das Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit, sofern nicht eine Vertragspartei ihren entgegenstehenden Willen innerhalb von zwei Wochen dem anderen Teil erklärt.

Eine Frage noch dazu:
Haben Sie jeweils neue Jahresverträge abgeschlossen bzw. Verlängerungen? Dieses wird entscheidend sein.
Bitte teilen Sie mir das noch mit, dann kann ich noch besser auf Ihr Anliegen eingehen und Ihnen Weiteres antworten.

Ich hoffe, Ihnen damit schon weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Akzeptanz meiner Antwort; Rechtsrat darf hier nur gegen eine Vergütung erfolgen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Nein. Der Vertrag wurde 2003 abgeschlossen und seitdem läuft dieser auch! Er wurde nicht jedes Jahr aufs Neue verlängert!

Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

in Ordnung, vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Eines noch:
Wohnraummiete dürfte problematisch sein, da Sie aller Voraussicht nach nur den Platz gemietet haben, nicht auch den Wohnwagen - oder (s. dazu unten)?

Es gelten aber jedenfalls so oder so die von mir oben genannten Bestimmungen (allgemeine Vorschriften über Miete).

Ein Problem:
Bei einem Mietverhältnis über Grundstücke (oder Teile davon) ist, wenn die Miete nach Monaten oder längeren Zeitabschnitten bemessen ist, spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats, eine ordentliche Kündigung zulässig.

Daher doch die Frage, ob Wohnraummietvorschriften anwendbar sind.

Dagegen spricht, dass Sie aller Voraussicht nach nicht einen Wohnraum angemietet haben, sondern nur einen Stellplatz.

Daher erscheint leider doch eine ordentliche Kündigung ohne Angaben von näheren Gründen wirksam.

Möglich wäre auch, dass hier ein Pachtvertrag vorliegt, da gilt aber nichts anderes bis auf eine längere Kündigungsfrist (Ist bei dem Pachtverhältnis über ein Grundstück oder ein Recht die Pachtzeit nicht bestimmt, so ist die Kündigung nur für den Schluss eines Pachtjahrs zulässig; sie hat spätestens am dritten Werktag des halben Jahres zu erfolgen, mit dessen Ablauf die Pacht enden soll) - leider.

Nichtsdestotrotz rate ich Ihnen dringend dazu, einen Anwalt Ihrer Wahl mit einer weiteren Recherche und Prüfung des Vertrages zu betrauen, um bestmöglich sicher zu gehen.

Ich hoffe, Ihnen damit schon weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Akzeptanz meiner Antwort; Rechtsrat darf hier nur gegen eine Vergütung erfolgen.
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

eine Möglichkeit zu Ihren Gunsten, die mir gerade eingefallen ist:

Durch die Duldung der Wohnung durch Ihren Vermieter könnte eventuell doch ein Wohnraummietverhältnis später begründet worden sein, auch wenn dieses als Argument nicht das stärkste sein wird.
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

falls Sie keine Nachfragen haben, bitte ich höflich darum, meine Antwort zu akzeptieren, da Rechtsrat hier gemäß den geltenden AGB nur gegen Bezahlung erfolgen darf.
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

falls Sie keine Rückfragen mehr haben, bitte ich darum, meine Antwort zu akzeptieren. Rechtsrat darf nach den hier geltenden AGB nur gegen Bezahlung erfolgen.

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