So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RAKRoth.
RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3506
Erfahrung:  zertifizierter Testamentsvollstrecker
35468264
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
RAKRoth ist jetzt online.

Guten Abend, ich bin seit sieben Jahren Mieterin einer Einliegerwohnung,

Kundenfrage

Guten Abend, ich bin seit sieben Jahren Mieterin einer Einliegerwohnung, in der ich mein Architekturbüro betreibe. Meine Vermieterin starb im Januar 2009. Die Tochter und Erbin des Hauses hat uns zwei Jahre lang im Ungewissen gelassen, was sie mit dem stark renovierungsbedürftigen Haus machen will. Nun fing sie Anfang Mai 2011 an zu renovieren. Dies teilte sie mir freitags mit. Montags begannen die Arbeiten, die so lärmintensiv waren, dass an konzentriertes Arbeiten oder Besprechungstermine nicht mehr zu denken war.
Trotz meiner Bitten mich rechtzeitig in den Ablauf der Arbeiten einzubeziehen (z.B.Bauzeitenplan) bekam ich kein gehör. Daraufhin behielt ich die Miete ein. Auch darauf erhielt ich keine Rückmeldung. Da die Vermieterin 600km entfernt wohnt bekam ich nur in einer Email lapidar mitgeteilt, sie wisse auch nicht genau, wann die Handwerker kämen und was ausgeführt wird. Als Architektin müsse ich ja wissen, dass bei Renovierung Lärm und Schmutz entstehe. Ich behielt die Miete auch im darauf folgenden Monat ein. Daraufhin kam die Vermieterin angereist und sprach mich darauf an. Wir einigten uns einvernehmlich, dass eine Kürzung wegen der immensen Eingriffe und Belästigungen in Ordnung ist, wir uns aber über die Höhe noch einigen.
Statt des verabredeten Gespräches bekam ich die fristlose Kündigung. Es ist völlig unmöglich, mein Büro innerhalb von zwei Monaten während des laufenden Geschäftsbetiebes umzuziehen. Die im Zusammenhang mit den Umbauarbeiten beschädigten Wände und Decken in Fast allen Räumen meiner angemieteten Einliegerwohnung werden nicht wieder fachgerecht geschlossen. Ständig stören Handwerker, die Terrasse, der Kellerraum die Garage sind nur noch eingeschränkt nutzbar. Im Keller abgestellte Gegenstände wurden/werden rücksichtslos verschmutzt. Die Aussenbeleuchtung ist seit Mai entfert und es ist nicht abzusehen, dass sich dies zeitnah ändert. Die ständig wechselnden ausführenden Handwerker sind meist überrascht wenn sie feststellen, dass die Räume benutzt werden.
Meine Bauherrengespräche habe ich meist auf die Abendstunden oder das Wochenende verlegt. Doch letzten Samstag wurde nun auch gearbeitet; meinen termin musste ich absagen.
Wie kann ich mich wehren und welche Mietkürzung ist wie lange angemessen?

Vielen Dank XXXXX XXXXX für eine Antwort
AW
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Da der Vertrag fristlos gekündigt worden ist, sollten Sie sich durch einen Kollegen in der Sache vertreten lassen.

Als Mieter haben Sie ein Recht zur Mietminderung gem. § 536 BGB während der Durchführung der Modernisierungsarbeiten, sofern der Gebrauch der Wohnung infolge der Arbeiten beeinträchtigt ist.

Die Höhe der Mietminderung richtet sich nach dem jeweiligen Grad der Beeinträchtigung. Eine konkrete Angabe kann hier leider nicht erfolgen, da hierfür entsprechende Anhaltspunkte fehlen und idR die Inaugenscheinnahme des Mietobjekts erforderlich ist.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Qualität der Antwort:.
Ich erwarte für 60€ mehr als den Hinweis, mir einen Anwalt in Person zu besorgen und auf das BGB zu verweisen. Sie schreiben vor der Zahlungsanweisung, dass man nur zahlt, wenn man mit der Antwort zufrieden ist. Meldet man seine Unzufriedenheit, bekommt man eine Email mit dem Hinweis, man habe ja eine Antwort erhalten und damit eine Leistung in Anspruch genommen. Wonach bemißt sich denn die Höhe des zu zahlenden Betrages?
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

von Ihrer Duldungspflicht wären Sie dann befreit, wenn die Renovierungsmaßnahme für Sie eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters und anderer Mieter in dem Gebäude nicht zu rechtfertigen ist.

Ihr Vermieter muss jedenfalls die Renovierung rechtzeitig ankündigen, spätestens drei Monate vor Beginn der Baumaßnahme muss die Modernisierung in Textform (Brief, Fax, Mail) angekündigt werden. Dabei sind der voraussichtliche Beginn, der voraussichtliche Umfang und die voraussichtliche Dauer der Modernisierungsarbeiten anzugeben.

 

Da Sie hiervon nichts berichtet haben, ist es vertretbar anzunehmen, dass Sie die Modernisierungsarbeiten nicht zu dulden brauchen. Da der Vermieter diese Frist nicht eingehalten hat, konnten Sie überhaupt nicht prüfen, ob Sie die Maßnahme dulden müssen.

Vor diesem Hintergrund müssen Sie die Modernisierung nicht dulden. Fraglich bleibt aber, ob Sie die Miete in voller Höhe einbehalten durften. Die Antwort auf diese Frage kann aus der Ferne seriöserweise nicht gegeben werden.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Miet- & WEG-Recht