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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26190
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Mieter ist verstorben (88 J), Mietvertrag von 1963, also seit

Kundenfrage

Mieter ist verstorben (88 J), Mietvertrag von 1963, also seit 48 Jahren Mieter gewesen, hatte seinerzeit vereinbart, daß Reparaturen alle vom Mieter selbst übernommen werden, was tatsächlich der Fall war. Wohnung urspr. nur mit Einzelöfen (Kohlé, Holz). Gasheizung wurde selbst nachgerüstet,ebenso Bad- und Küchenfliesen, Einbauküche. Für den Gasofen, nur einer ! wurde vor ca. 45 Jahren ein Loch (20x30cm) in die Hausmauer geschlagen, um die Abluft oder Sauerstoffzuf. etc. zu gewährleisten, was seinerzeit üblich war und vereinzelt von anderen Mietparteien ebenso erfolgte. Desweiteren wurde in der Wohnküche die Zimmerdecke mit 6 "Deckenbalken" aus Holzleisten und Pappe zur rustikalen Optik versehen. Diese wurden mit Bandeisen 8x2 cm an jew. 3 Stellen zur Befestigung an der Decke eingegipst. Bei der jetztigen Abnahme entstanden dadurch Löcher in der Decke, wobei es sich um eine alte Decke noch mit sogenannten Fehlböden handelt, Putz, Schilf, Holz etc. (Mehrfam.Haus ist Anfang 1950 erbaut). Als Erbe sollen nun die vollen Kosten für eine neue voll renovierte mit Rigipsplatten abgehängte Decke übernommen werden. Kostenvoranschlag Vermieter: EUR 1.200,00 ca. (15 qm Fläche).Wir wollen jedoch nur anteilig Kosten für die Löchervergipsung übernehmen,was wir auch selbst machen könnten. Dies wird jedoch vom Vermieter abgelehnt, oder er zieht die Karte mit dem Loch in der Hausmauer, dann müssen wir diese Reparatur zahlen. Die Fliesen an den Wänden und Boden haben wir selbst abgeschlagen und entfernt, ebenso die besagten Deckenbalken. Wir haben auf unsere Kosten die Wohnung und damit verbunden 3 Keller geräumt, gesäubert und alle Einbauten incl. Gasöfen abtransportieren lassen. Kosten ca. EUR 1.000,00.

Gem. Mietvertrag ist die Wohnung besenrein zu übergeben, das gefordert Ablösen der Tapeten haben wir abgelehnt.

Der Mietvertrag wurde seinerzeit noch mit dem Vater der Vermieterin abgeschlossen, die dann geerbt hat.
Für eine Antwort besten Dank, reicht ein anteilige Kostenbeteiligung für die Löcher aus ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit die Decke durch den Mieter verändert wurde, so sind bei Beendigung des Mietverhältnisses die Veränderungen an der Decke zu beseitigen. Soweit durch Ihre Beseitigungsmaßnahmen Löcher in der Decke entstanden sind, so sind diese Löcher zu verschließen, also zuzugipsen.

Der Vermieter hat dabei nur einen Anspruch auf Beseitigung der Löcher und nicht auf Installation einer neuen abgehängten Decke.

Hinsichtsichtlich des Loches in der Wand kommt es darauf an, ob der Vermieter den Baumaßnahmen zugestimmt hat und außerdem Grund zu der Annahme besteht, er habe auf die Entfernung nach Beendigung des Mietverhältnisses verzichtet (vgl. Emmerich-Sonnenschein, Mietrecht, 2. Aufl., § 556 a. F. Rn. 16).

Dies wird angenommen, wenn es sich um Maßnahmen handelt, die auf Dauer angelegt sind und nur mit erheblichem Kostenaufwand wieder beseitigt werden können ferner bei Maßnahmen, die objektiv eine Wertverbesserung bewirken (z. B. vollständiges Fliesen eines Bades, Ersatz von Öleinzelöfen durch eine Nachtspeicherheizung).

Eine solche Wertverbesserung lag damals beim Umstieg von Kohle auf Gas grundsätzlich vor.

In diesen Fällen können Sie einem Verlangen des Vermieters auf Herstellung des ursprünglichen Zustands entgegenhalten, dass die vorbehaltlose Zustimmung einen schlüssigen Verzicht beinhaltet hat (vgl. auch LG Mannheim, MDR 1969 S. 763).

Zusammenfassend schulden Sie das Verschließen der Deckenlöcher, keine neue Decke und ebensowenig das Zumauern des Wandlochs, da davon auszugehen war das der Vermieter dem Umbau damals vorbehaltlos zugestimmt haben dürfte.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Dabei

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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