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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 22065
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Einen sch nen guten Abend Ich habe heute die K ndigung unserer

Kundenfrage

Einen schönen guten Abend

Ich habe heute die Kündigung unserer Mietwohnung bekommen wegen Nichtzahlung der Miete sowie den Betriebskosten. Dies ist jedoch nicht der Fall da ich die Miete jeden Monat selbst Überweise zumindest zwei Drittel der Miete ein drittel kommt vom Amt. Es sind jedoch BK Nachzahlungen fällig. Ich habe mit dem Bearbeiter der Wohnungsverwerwaltung damals ausgehandelt das die BK in 50 Euro raten jeden monat beglichen werden. Ich wohne hier mit meinen Eltern (beide Rentner) in dieser Wohnung desweiteren ist meine Mutter seit 2007 durch Hirnstamm Infarkt an den Rollstuhl gebannt und eine Behindertengerechte Wohnung hat diese gesellschaft nicht. Meine Frage Lautet daher Kann der Vermieter Kündigen?

Mit Freundlichem Gruß
Matthias Schmitzer
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Sie sollten der Kündigung umgehend widersprechen, denn sie ist unwirksam.

Eine fristlose Kündigung ist nur zulässig, wenn der Mieter an zwei aufeinander folgenden Zahlungsterminen mit der Miete in Verzug ist. Diese Voraussetzung liegt nicht vor, wenn Sie selbst Ihren Anteil an der Miete rechtzeitig zur Überweisung bringen, die Zahlungsverzögerung der restlichen Miete aber auf eine Verschulden der ARGE zurückzuführen ist. Diese Verzögerung ist allein von der Behörde verschuldet und kann Ihnen nicht zur Last gelegt werden. Ein fristloses Kündigungsrecht kann der Vermieter hieraus nicht herleiten.

Eine fristlose Kündigung ist auch dann möglich, wenn der Mieter mit der Zahlung eines nicht unerheblichen Teils der Miete - wozu auch die Nebenkosten zählen - in Verzug ist. Dabei ist der rückständige Teile der Miete nur dann als erheblich anzusehen, wenn er die Miete für einen Monat übersteigt.

Selbst wenn diese Voraussetzung hier vorliegen sollte, hätte der Vermieter kein Kündigungsrecht, denn Sie haben mit dem Verwalter eine ausdrückliche Vereinbarung auf Ratenzahlung abgeschlossen, auf die Sie auch regelmäßige Zahlungen erbringen.

An diese Vereinbarung ist auch der Vermieter gebunden, wenn - wovon auszugehen ist - der Verwalter im Auftrag des Vermieters gehandelt hat. Auch insoweit steht dem Vermieter somit kein Kündigunsgrecht zu.

Sie können die Kündigung daher unter Berufung auf die dargestellte Rechtslage zurückweisen.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt



Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Der zur Beurteilung gestellte Sachverhalt ist mit einem für Sie günstigen Ergebnis rechtlich maximal ausgeschöpft.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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