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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 21853
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Wir haben vor 8 Monaten eine Pension gepachtet. Bei der Besichtigung

Kundenfrage

Wir haben vor 8 Monaten eine Pension gepachtet. Bei der Besichtigung vor Abschluß des Pachtvertrages haben wir zwar gesehen, dass die Zimmer mit recht alten Möbeln ausgestattet waren, aber im Großen und Ganzen recht ordentlich. Es wurde vereinbart, dass wir die Kaution folgendermaßen aufteilen: 1000 € bei Mietbeginn, 500,-- gelten als Verrechnung für Fernsehgeräte, die nicht in den Zimmern waren und von uns angeschafft wurden und dann in das Eigentum des Vermieters übergehen und 1000 € im Januar 2011. Nun haben wir vor einigen Monaten angefangen, die Zimmer zu renovieren, da wir recht schnell gemerkt haben, dass die Möbel praktisch von außen hui und innen pfui sind. Total verdreckte Matratzen, Bettgestelle wieder zusammengeflickt usw. Dieses Haus ist ein Faß ohne Boden. Total verdreckte Teppiche in den Zimmern, die nur oberflächlich sauber sind. Wir haben neue Möbel angeschafft, neue Teppichböden, Zimmer gestrichen. Aufgrunddessen haben wir die Kaution von 1000 € im Januar nicht gezahlt, da wir nicht einsehen, für Sperrmüll einen weiteren Euro zu bezahlen. Außerdem haben wir keine Bestätigung darüber, dass der Vermieter die gezahlten 1000 € extra angelegt hat. Er schaltet auf stur. Kellerfenster sind defekt, so dass uns das Heizöl im Winter geflockt ist und die Heizung ausgefallen ist. All solche Sachen. Nun will der Vermieter die restliche Kaution einklagen und wir fragen uns wofür bitte. Wir haben erst einmal das Haus so auf Vordermann gebracht, dass sich die Gäste auch wohlfühlen. Kann er die Kaution tatsächlich einklagen?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Birgit Holthoff
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Haben Sie mit dem Verpächter eine ausdrückliche Kautionszahlungsvereinbarung getroffen, sind Sie leider auch an deren Einhaltung gebunden und verpflichtet, die restlichen 1000 Euro zu zahlen. Sie können diesen Betrag auch nicht ohne weiteres mit den von Ihnen getätigten Aufwendungen für die Möbel verrechnen.

Allerdings müssen Sie den Restteilbetrag solange nicht erbringen, wie der Verpächter Ihnen nicht nachweisbar belegen kann, dass Ihre erste Kautionszahlung verzinslich angelegt ist. Hierzu ist der Verpächter verpflichtet, und dieses muss er Ihnen gegenüber auch in Nachweis bringen. Sie können daher verlangen, dass er Ihnen aussagefähige Unterlagen vorlegt, aus denen sich die verzinsliche Anlage des Geldes ergibt. Bis das nicht geschehen ist, müssen Sie die restliche Kaution auch nicht zahlen. Ist Ihnen durch die Nichtanlage Ihres Geldes ein Zinsschaden entstanden, so können Sie diesen nach Beendigung des Pachtverhältnisses geltend machen.

Hinsichtlich der sonstigen Mängel, die sich nach Abschluss des Pachtvertrages gezeigt haben, stehen Ihnen gegebenenfalls entsprechende Minderungs- oder Ersatzansprüche zu, die Sie nach Mängeanzeige geltend machen können. Das gilt insbesondere für die defekten Kellerfenster, zu deren Instandsetzung der Verpächter verpflichtet ist.

Sie sollten dem Verpächter diesbezüglich den Mangel anzeigen und ihm eine Frist von 10-14 Tagen zu dessen Beseitigung setzen. Kommt er Ihrer Aufforderung nicht nach, so können Sie den Mangel auf Kosten des Verpächters beseitigen lassen. Denn nach Fristablauf wäre der Verpächter mit seiner Rechtspflicht in Verzug. Etwaige Aufwendungen Ihrerseits könnten Sie sodann von dem Verpächter ersetzt verlangen.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Der zur Beurteilung gestellte Sachverhalt ist mit einem für Sie günstigen Ergebnis rechtlich maximal ausgeschöpft.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Der zur Beurteilung gestellte Sachverhalt ist mit einem für Sie günstigen Ergebnis rechtlich maximal ausgeschöpft.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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