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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
37896974
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troesemeier ist jetzt online.

Sehr geehrterHerr R semeier, wirkommen zur ck auf IHR Antwortschreiben

Kundenfrage

Sehr geehrterHerr Rösemeier, wirkommen zurück auf IHR Antwortschreiben vom 16.12.2010. Durch die Montage des Briefkastens wurde unsere Hauswand durch Bohrlöcher und Halterungen beschädtigt. Wir möchten jetzt diese Beschädigungen beseitigen. Welche Maßnahmen müssen wir ergreifen, um diesen Zustand der Beschädigung zu beenden. Wie wir Ihnen bereits mitgeteilt haben, ist dieser Briefkasten fürdas angrenzende Haus mit 5 Ferienwohnungen bestimmt.
Die gesamte Anlage bestehe aus 23 Reihenhäusern plus diese 5 Wohnungen. Die zweite Frage wäre, ob evtl. ein Rechtsurteil in ähnlicher Angelegenheit bestehtund kann man uns eine Reparatur der Hauswand durch die Gemeinschaft verwehren. Müssen in dieser Angelegenheit die Gemeinschaft von 23 Häusern und 5 Wohnungen ihr Einverständnis gebenoder sind nurdie 5 Eigentümer der Wohnungen zu befragen?
Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.

Horst und Ulla Michaelis, Vor Stephanitor 9, 28195 Bremen
Tel.0421 - 13508
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

zwecks Konkretisierung der Frage und der sich daraus ergebenden rechtlichen Wertung bitte ich um Aufklärung hinsichtlich folgender Punkte:

Gehört die Wand, an der die Briefkästen angebracht sind zum Gemeinschaft- oder Sondereigentum ?
Gibt es einen Beschluss zur Anbringung derselben bzw. ist in der Teilungserklärung womöglich eine Regelung enthalten ?

Ich danke für Ihre Mithilfe.


Mit freundlichen Grüßen

Verändert von troesemeier am 16.01.2011 um 08:27 Uhr EST
troesemeier und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Die Wand gehört zum Sondereigentum. Es gibt keinen Beschluß zur Anbringung. Die Briefkästen wurden willkürlich montiert. Die Teilungserklärung besagt folgendes:

 

Jeder Eigentümer hat auf seine Kosten diejenigen Gebäudeteile, Anlagen und Teile von diesen, die in seinem Sondereigentum stehen, ordnungsgemäß instand zu halten bzw. instand zu setzen. Das gilt auch dann, wenn Schäden durch Dritte oder höhere Gewalt verursacht worden sind.Jeder Eigentümer duldet, daß unterhalb der Flächen, die ihm zur Sondernutzung zugewiesen sind, Versorgungs-, Entwässerungs- und sonstigen Leitungen verlegt, und soweit erforderlich , unterhalten werden.

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

ich danke XXXXX XXXXXächst für die Konkretisierung und weiteren Informationen.

Ihre Nachfragen beantworte ich wie folgt:

Sie können die Schäden an der Hauswand, welche nach Ihren Angaben zum Sondereigentum gehört, selbst beseitigen lassen, wenn Sie die Eigentümer sind. Hierfür spricht auch die Teilungserklärung.

Sie können aber auch denjenigen, der die Briefkästen angebracht hat, nach § 1004 BGB zur Beseitigung und Wiederherstellung des Urzustandes auffordern.

Gegen denjenigen, der die Schäden durch nicht genehmigte Anbringung verursacht hat, dürfte Ihnen insofern ein Schadensersatzanspruch zu zur Seite stehen..

Eine Genehmigung der Schadesbeseitigungsarbeiten dürfte nicht erforderlich sein, da es sich um das Sondereigentum handelt und im Übrigen ja auch der Urzustand wieder hergestellt wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihre Fragen zufriedenstellend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen



Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Rösemeier, unsere Frage: Die Eigentümer der Briefkästen weigern sich, den Briefkasten abzunehmen und berufen sich auf die Gemeinschaft. Ist das möglich? Besteht in diesem Fall die Gemeinschaft aus dem 5 Eigentümer oder aus den 28 Eigentümern?

 

Mit freundlichem Gruß Horst und Ulla Michaelis

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung ist dies nicht möglich.

Der Sonderrechtseigentümer kann mit seinem Eigentum verfahren, wie er will und muss keine Schädigungen dulden. Der Sonderrechtseigentümer hat keine Genehmigung zu Anbringung erteilt, so dass die Beseitigung verlangt werden kann.

Wenden Sie sich an den Hausverwalter. Handelt dieser nicht, können Sie von Ihrem Selbsthilferecht Gebrauch machen.

Grundsätzlich besteht die Wohnungseigentümergemeinschaft aus 28 Eigentümern.

Mit freundlichen Grüßen