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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26891
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben 6 1/2 Jahre in einer

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben 6 1/2 Jahre in einer Mietwohnung gewohnt mit teilweise Holzboden (in der Gallerie). Heute sollte die Übergabe sein und es wurden Kratzer im Holz beanstandet. Dieses soll abgeschliffen und neu eingelassen werden (auf unsere Kosten). Wie ist es da mit Abnutzung? Die Vermieter können doch keine neue Wohnung erwarten?! Auch 2 Dachfenster sollen auf unsere Kosten erneuert werden...
Wie sollen wir uns verhalten?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Eine Ersatzpflicht ist für Sie unter zwei Gesichtspunkten denkbar:

Schönheitsreparaturen oder Beschädigung der Mietsache:

Bezüglich des Holzbodens gilt.

Das Abschleifen und Versiegeln eines Parkettbodens zählt nicht zu den Schönheitsreparaturen. Daher ist eine Formularklausel, die den Mieter neben Malerarbeiten zum Abschleifen und Versiegeln des Parketts verpflichtet, insgesamt unwirksam mit der Folge, dass der Mieter überhaupt keine Schönheitsreparaturen durchführen muss(BGH Urteil vom 13.01.2010.

Bleibt nur noch die Schadensersatzpflicht wegen Beschädigung der Mietsache:

Die Beschädigung ist, wie Sie selbst bereits ansprechen, von der Abnutzung abzugrenzen. Für die Abnutzung schulden Sie keinen Ersatz.

Der Holzboden Ihrer Wohnung unterliegt naturgemäß einer erheblichen Abnutzung , sodass Kratzer und Schmarrenvertragsimmanent und als vertragsgemäße Abnutzung zu behandeln sind, für deren Beseitigung Sie nicht haften (OLG Düsseldorf Urteil vom 16.10.2003).

Zu den Dachfenstern.

Das zum Holzboden gesagte gilt auch für die Dachfenster.

Hier ist eine Schadensersatzpflicht nur denkbar wenn die Beschädigung Ihrer Dachfenster auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Verletzung einer Obhutspflicht beruhen. Eine Obhutspflicht kann darin bestehen, die Fenster bei Regen zu schließen, die Wohnung ordnungsgemäß zu heizen oder ähnliches.

Ansonsten muss der Vermieter die Fenster auf eigene Kosten ersetzen. Darauf sollten Sie den Vermieter hinweisen und das Zahlungsbegehren ablehnen.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


Verändert von RASchiessl am 29.12.2010 um 20:39 Uhr EST
RASchiessl und 3 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wurde Ihre Frage beantwortet, wenn ja, so bitte ich Sie meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Der Vermieter wirft uns vor, nicht richtig gelüftet zu haben und das sich aus diesem Grund Kondenswasser am Fenster gebildet hat und so hat es angefangen etwas zu schimmeln...

Sind wir schuld? Wir haben immer gelüftet. Wer muß jetzt was beweißen?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht:

Fehlerhaftes Lüftungsverhalten ist ein beliebtes Argument auf der Vermieterseite.

Soweit sich der Vermieter auf ein Fehlverhalten Ihrerseits berufen will, so muss er dies beweisen. Die Beweisführung kann in der Regel nur durch ein Sachverständigengutachten erfolgen, das klärt, ob ein Baumangel, oder ein Fehlverhalten der Mieter vorliegt.



Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt