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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 16948
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel, , 20 Jahre Anwaltserfahrung, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch, Vorsitzende des Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Ich habe 2009 ein 2fam.Haus gekauft und eine Wohnung vermietet. Jetzt

Kundenfrage

Ich habe 2009 ein 2fam.Haus gekauft und eine Wohnung vermietet.
Jetzt haben wir festgestellt, dass der Mietpreis zu wenig ist weil die Fläche von 2 Balkone
gar nicht in der Quatratmeterpreis mit drin ist.
Wir haben die Miete jetzt um 75€ erhöht (also nach 1Jahr). Und haben das am 1.09.2010 schriftlich angekündigt. Heute am 01.12.2010 finden wir ein Schreiben vom Mieter in unserem Briefkasten, dass laut §6 nummer9Buchstabe a, erst nach 15 Monaten erhöht werden darf.)
Auf der anderen Seite habe ich gehört, dass innerhalb 3 Jahren die Miete um 20% erhöht werden darf, so dass ich z.B. jetzt 10% verlange und nächstes Jahr wieder um 10% erhöhe.
Würde mich über eine Antwort freuen.
Mit freundlichen Grüßen
A.Majer
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworte:

Germäß § 557 I BGB können die Vertragsparteien eine Mieterhöhung vereinbaren.

Im übrigen kann der Vermieter eine Mieterhöhung nach den Vorschriften der § 558 BGB - 560 BGB verlangen.
§§ 559, 560 BGB sind die Mueterhöhungen nach Modernisierung bzw. Erhöhung der Betriebskosten, betreffen also Ihren Fall nicht.

In Betracht kommt ausschließlich § 558 BGB.

Nach § 558 BGB kann der Vermieter eine Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete seit 15 Monaten unverändert ist.

Das Erhöhungsverlangen kann frühestens ein Jahr nach der letzten Erhöhung geltend gemacht werden.

Die Miete darf sich innerhalb von drei Jahren um nicht mehr als 20 % erhöhen.

Der Schlüssel ist also die ortsübliche Vergleichsmiete, die sich nach den üblichen Entgelten in der Gemeinde für vergleichbaren Wohnraum richtet.


Gem. § 558 a BGB hat das Erhöhungsverlangen schriftlich zu erfolgen und muss begründet werden,, ZB mit dem Mietspiegel, mit einem Gutachten, oder mit der Benennung vergleichbarer Wohnungen.


Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte, folgendes zu beachten.


Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin



Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank


Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

was Sie mir geschrieben haben, kann ich überall nachlesen.

Was heißt "Erhöhungsverlangen kann frühestens nach 1 Jahr...."

Kann ich die 20% Erhöhung auf 2 Jahre (mit jeweils 10%) erhöhen

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Erhöhungsverlangen bedeutet die Aufforderung an den Mieter, mehr Miete zu bezahlen.

Die von Ihnen avisierte Erhöhung von 20 % auf 2 Jahre ist nur möglich, wenn die Miete 15 Monate unverändert war, allerdings nur mit Begründung entsprechend dem Gesetz.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin



Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

Vielen Dank

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Tut mir leid, diese Antworten konnte ich selber im Internet nachlesen.

Ich kann nicht auf "Akzeptieren klicken und möchte mein Geld wieder zurück.

mfg

A.Majer

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

es tut mir sehr leid, ich kann Ihnen leider nur Antworten geben, die dem Gesetz entsprechen, was ich getan habe.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin
Schiessl Claudia und 3 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Dann kann ich heute an meine Mieter eine Mieterhöhung zum 01.04.2011 schriftlich mitteilen?

Ist das dann gesetzlich in Ordnung?

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihr freundliches Akzeptieren.

Sie können die Miete zum 01.04. erhöhen, wenn dies 15 Monate nach Mietbeginn ist und die Erhöhung der ortsüblichen Vergleichmiete entspricht.

Sie sollten jedoch darauf achten, dass Ihr Erhöhungsverlangen ordnungsgemäß begründet ist, indem Sie beispielsweise den Mietspiegel beifügen, oder vergleichbare Wohnungen nennen.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Wenn nicht, fragen Sie gerne nach.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin