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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 21578
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Mein Sohn hat im Oktober 2010 einen Untermietvertrag geschlossen.

Kundenfrage

Mein Sohn hat im Oktober 2010 einen Untermietvertrag geschlossen. In diesem vertrag wurde vereinbart, dass die anteilige Miete von ihm direkt an den Vermieter zu zahlen sei.
So zahlte mein Sohn die Mieten für Oktober und November 2010 direkt an den Vermieter.
Anfang November erhielt er vom Vermieter ein Schreiben, in welchem er meinen Sohn zu einem Gespräch zwecks Klärung der "Rechtslage" bat.
In diesem Gespräch erfuhr mein Sohn, dass der Hauptmieter die Wohnung unberechtigterweise untervermietet hatte. Das Mietverhältnis war seitens des Vermieter bereits im mai 2010 gekündigt worden. Darauf folgte eine Räumungsklage. Der Hauptmieter ließ alle Fristen verstreichen, so dass das Urteil nunmehr rechtskräftig ist und die Räumung auf den 02.12.2010 terminiert ist.
Der Vermieter bot meinem Sohn zunächst an, die Wohnung als Hauptmieter zu übernehmen. Dies lehnte mein Sohn jedoch ab. Er einigte sich mit dem Vermieter darauf, zum Monatsende auszuziehen.

Umso überraschter war er nun, als er heute vom Vermieter erfuhr, dass auch gegen ihn eine Klage auf Räumung der Wohnung beim zuständigen Amtsgericht eingericht wurde. Diese ist jedoch bis heute nicht zugestellt.

Meine Frage: Muss mein Sohn, der vom Hauptmieter getäuscht bzw. nicht informiert wurde, dem Vermieter jedoch nach Kenntnis der Rechtslage kurzfristige Räumung zugesagt hat, die Kosten (Kosten des Rechtsanwaltes, Gerichtskosten) tragen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal gilt, dass zwischen Ihrem Sohn und dem Vermieter keinerlei vertragliche Bande bestehen. Das begründete Untermietverhältnis erzeugt lediglich im Verhältnis Hauptmieter-Untermieter Rechte und Pflichten. Der Hauptmieter rückt hier in die Position des Vermieters gegenüber dem Untermieter ein.

Darüber hinaus greift zivilprozessual nach Erhebung der Räumungsklage gegen Ihren Sohn nunmher die Vorschrift des § 93 ZPO. Sie lautet wie folgt:

Hat der Beklagte nicht durch sein Verhalten zur Erhebung der Klage Veranlassung gegeben, so fallen dem Kläger die Prozesskosten zur Last, wenn der Beklagte den Anspruch sofort anerkennt.

Da Ihr Sohn in dem anberaumten Gespräch zur Rechtslage bereits unmissverständlich zu verstehen gegeben hat, dass er bereit ist, die Wohnung fristgerecht zu räumen, hatte der Vermieter keinerlei Anlass, Räumungklage gegen ihn zu erheben. Er hat - in der Terminologie des § 93 ZPO - durch sein Verhalten zur Klageerhebung keine Veranlassung gegeben.

Zwingende Rechtsfolge ist, dass dem Vermieter als Kläger die Rechtsverfolgungskosten zur Last fallen.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal gilt, dass zwischen Ihrem Sohn und dem Vermieter keinerlei vertragliche Bande bestehen. Das begründete Untermietverhältnis erzeugt lediglich im Verhältnis Hauptmieter-Untermieter Rechte und Pflichten. Der Hauptmieter rückt hier in die Position des Vermieters gegenüber dem Untermieter ein.

Darüber hinaus greift zivilprozessual nach Erhebung der Räumungsklage gegen Ihren Sohn nunmehr die Vorschrift des § 93 ZPO. Sie lautet wie folgt:

Hat der Beklagte nicht durch sein Verhalten zur Erhebung der Klage Veranlassung gegeben, so fallen dem Kläger die Prozesskosten zur Last, wenn der Beklagte den Anspruch sofort anerkennt.

Da Ihr Sohn in dem anberaumten Gespräch zur Rechtslage bereits unmissverständlich zu verstehen gegeben hat, dass er bereit ist, die Wohnung fristgerecht zu räumen, hatte der Vermieter keinerlei Anlass, Räumungklage gegen ihn zu erheben. Er hat - in der Terminologie des § 93 ZPO - durch sein Verhalten zur Klageerhebung keine Veranlassung gegeben.

Zwingende Rechtsfolge ist, dass dem Vermieter als Kläger die Rechtsverfolgungskosten zur Last fallen.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf noch einmal an die Akzeptierung der Auskünfte erinnern.

Soweit technische Probleme auftreten, bitte ich Sie, mir dies mitzuteilen.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

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