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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 19768
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

kann ein vermieter uns k ndigen wegen kinderl rm nur weil wir

Kundenfrage

kann ein vermieter uns kündigen wegen kinderlärm nur weil wir fünf kinder haben und ein kleiner säugling von elf monaten auf den fussboden was runter fallen lassen hat es gibt eine mietpartei die unser auto zerkratzt hat die ganzen mietparteien zu falschaussagen bewegt obwohl wir nichts getan haben und einfach nur unsere ruhe haben wollen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Nein, so ohne weiteres wird Ihr Vermieter Ihnen nicht kündigen können. Hierzu stehen ihm grundsätzlich zwei Wege offen - die ordentliche und die außerordentliche Kündigung des Mietverhältnisses.

Für die ordentliche Kündigung benötigt Ihr Vermieter ein berechtigtes Interesse (§ 573 BGB). Dies kann sich im vorliegenden Zusammenhang nur aus § 573 Absatz 2 Nr. 1 BGB ergeben, wenn Sie Ihre mietvertraglichen Pflichten nicht unerheblich verletzt haben. Für das Vorliegen dieser Pflichtverletzung ist Ihr Vermieter aber voll darlegungs- und beweispflichtig. Das bedeutet, dass er Ihnen auch nur dann kündigen kann, wenn er Ihnen nachweist, dass Sie aufgrund der beanstandeten Lärmbelästigungen Ihre Pflichten aus dem Mietverhältnis erheblich verletzt haben.

Das wird Ihrem Vermieter nicht gelingen, wenn Hintergrund der Beschwerden der von Ihnen geschilderte Konflikt mit einer Mietpartei ist, die übrigen Mitmieter sich aber in keiner Weise belästigt fühlen. Dann spricht alles dafür, dass der Mieter tatsächlich alles daran setzt, Sie bei dem Vermieter anzuschwärzen. Allein hierauf darf Ihr Vermieter die Kündigung aber in keinem Fall stützen. Er ist vielmehr seinerseits vertraglich verpflichtet, die an ihn herangetragenen Beschwerden im Gespräch mit Ihnen und den übrigen Mietern zu klären. Eine dennoch ausgesprochene Kündigung durch den Vermieter wäre unwirksam, und Sie könnten diese zurückweisen.

Noch weniger kommt eine außerordentliche Kündigung aufgrund der behaupteten Lärmbelästigung in Betracht (§§ 543, 569 BGB). Sie würde voraussetzen, dass Sie durch außergewöhnlich starke Lärmbelästigungen den Hausfrieden so nachhaltig stören, dass dem Vermieter ein Festhalten an dem Mietvertrag nicht zumutbar wäre. Diese Voraussetzungen liegen nach Ihrer Schilderung der Ereignisse keineswegs vor.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)


Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Nein, so ohne weiteres wird Ihr Vermieter Ihnen nicht kündigen können. Hierzu stehen ihm grundsätzlich zwei Wege offen - die ordentliche und die außerordentliche Kündigung des Mietverhältnisses.

Für die ordentliche Kündigung benötigt Ihr Vermieter ein berechtigtes Interesse (§ 573 BGB). Dies kann sich im vorliegenden Zusammenhang nur aus § 573 Absatz 2 Nr. 1 BGB ergeben, wenn Sie Ihre mietvertraglichen Pflichten nicht unerheblich verletzt haben. Für das Vorliegen dieser Pflichtverletzung ist Ihr Vermieter aber voll darlegungs- und beweispflichtig. Das bedeutet, dass er Ihnen auch nur dann kündigen kann, wenn er Ihnen nachweist, dass Sie aufgrund der beanstandeten Lärmbelästigungen Ihre Pflichten aus dem Mietverhältnis erheblich verletzt haben.

Das wird Ihrem Vermieter nicht gelingen, wenn Hintergrund der Beschwerden der von Ihnen geschilderte Konflikt mit einer Mietpartei ist, die übrigen Mitmieter sich aber in keiner Weise belästigt fühlen. Dann spricht alles dafür, dass der Mieter tatsächlich alles daran setzt, Sie bei dem Vermieter anzuschwärzen. Allein hierauf darf Ihr Vermieter die Kündigung aber in keinem Fall stützen. Er ist vielmehr seinerseits vertraglich verpflichtet, die an ihn herangetragenen Beschwerden im Gespräch mit Ihnen und den übrigen Mietern zu klären. Eine dennoch ausgesprochene Kündigung durch den Vermieter wäre unwirksam, und Sie könnten diese zurückweisen.

Noch weniger kommt eine außerordentliche Kündigung aufgrund der behaupteten Lärmbelästigung in Betracht (§§ 543, 569 BGB). Sie würde voraussetzen, dass Sie durch außergewöhnlich starke Lärmbelästigungen den Hausfrieden so nachhaltig stören, dass dem Vermieter ein Festhalten an dem Mietvertrag nicht zumutbar wäre. Diese Voraussetzungen liegen nach Ihrer Schilderung der Ereignisse keineswegs vor.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf noch einmal an die Akzeptierung der Auskünfte erinnern.

Soweit technische Probleme auftreten, bitte ich Sie, mir dies mitzuteilen.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf noch einmal an die Akzeptierung der Auskünfte erinnern.

Soweit technische Probleme auftreten, bitte ich Sie, mir dies mitzuteilen.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
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