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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
37896974
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troesemeier ist jetzt online.

im monat oktober waren wir komplett ohne heizung wieviel darf

Kundenfrage

im monat oktober waren wir komplett ohne heizung wieviel darf ich die miete kürtzn
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Spätestens mit Beginn der Heizperiode muss der Vermieter die Zentralheizung in seinem Mietshaus wieder einschalten. Üblicherweise wird als Heizperiode die Zeit vom 1. Oktober bis 30. April des Folgejahres angesehen.

Letztlich ist diese Maßgabe aber nicht entscheidend, es gilt der Grundsatz, kein Mieter muss in seiner Wohnung frieren. Sinken die Zimmertemperaturen außerhalb der Heizperiode tagsüber auch nur zeitweise unter 18 Grad oder gar auf 16 Grad Celsius, muss die Heizung sofort in Betrieb genommen werden.

Unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes, der leider keine näheren Angaben zu den Temperaturen innerhalb der Wohnung enthält, dürfte jedoch davon auszugehen sein, dass ein Minderungsanspruch von mindestens 20 % auf jeden Fall gerechtfertigt erscheint.

Sie haben sich korrekt verhalten und den Vermieter aufgefordert, die Heizung anzustellen. Dieser Aufforderung hätte er unverzüglich nachkommen müssen.

Der Mietminderungsanspruch dürfte für den gesamten Monat bestehen. Sollten Sie aufgrund der Weigerung die Wohnung mit beispielsweise einem Heizlüfter warm gehalten haben, so stünde Ihnen sogar noch ein Schadensersatzanspruch für die Anschaffung und Stromkosten zu Seite.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die rechtliche Situation verschaffen.

Falls Sie Nachfragen haben, dann können Sie diese gern stellen.

Mit freundlichen Grüßen




Verändert von troesemeier am 28.10.2010 um 12:21 Uhr EST
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Spätestens mit Beginn der Heizperiode muss der Vermieter die Zentralheizung in seinem Mietshaus wieder einschalten. Üblicherweise wird als Heizperiode die Zeit vom 1. Oktober bis 30. April des Folgejahres angesehen.

Letztlich ist diese Maßgabe aber nicht entscheidend, es gilt der Grundsatz, kein Mieter muss in seiner Wohnung frieren. Sinken die Zimmertemperaturen außerhalb der Heizperiode tagsüber auch nur zeitweise unter 18 Grad oder gar auf 16 Grad Celsius, muss die Heizung sofort in Betrieb genommen werden.

Unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes, der leider keine näheren Angaben zu den Temperaturen innerhalb der Wohnung enthält, dürfte jedoch davon auszugehen sein, dass ein Minderungsanspruch von mindestens 20 % auf jeden Fall gerechtfertigt erscheint.

Sie haben sich korrekt verhalten und den Vermieter aufgefordert, die Heizung anzustellen. Dieser Aufforderung hätte er unverzüglich nachkommen müssen.

Der Mietminderungsanspruch dürfte für den gesamten Monat bestehen. Sollten Sie aufgrund der Weigerung die Wohnung mit beispielsweise einem Heizlüfter warm gehalten haben, so stünde Ihnen sogar noch ein Schadensersatzanspruch für die Anschaffung und Stromkosten zu Seite.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die rechtliche Situation verschaffen.

Falls Sie Nachfragen haben, dann können Sie diese gern stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
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