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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 19829
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, wir sind aus unserer Mietwohnung letzten Monat ausgezogen.

Kundenfrage

Hallo,

wir sind aus unserer Mietwohnung letzten Monat ausgezogen. Jetzt kommt unserer Exvermieter mit lauter Forderungen. Bei einem Rolladen ist etwas kurz vor unserem Auszug kaputt gegangen, dies haben wir ihm mitgeteilt. Jetzt sollen wir die Reparatur zahlen. Der Abfluss war aanscheinen verstopft (haben wir aber nicht gemerkt). Sollen wir auch zahlen. Die Füßböden waren schlimm verlegt und die Übergangsleisten haben sich immer nach oben gebogen, dadurch hat eine Tür am unteren Teil eine Beschädigung. Wir sollen den Schreiner bezahlen. Am Kühlfach des Kühlschrankes ist eine kleine Macke. Laut eines so genannten Sachverständigen, kann man dies nicht mit 100%ig Garantie reparieren. Den Sachverständigen und einen neuen Kühlschrank sollen wir bezahlen.

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichem Gruß

Jana
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich trifft den Vermieter eine umfassende Verpflichtung die vermietete Wohnung instandzuhalten und instandzusetzen. Es ist daher nicht zulässig solche Kosten auf Mieter abzuwälzen, die regelmäßig anfallen, um die Wohnung in vertragsgemäßen und vermietungsfähigen Zustand zu erhalten. Treten daher Schäden an Installationen oder sanitären Einrichtungen auf, ist es allein Sache des Vermieters, Abhilfe zu schaffen. Der verstopfte Abfluss fällt daher ebenso in den vertraglichen Verantwortungsbereich des Vermieters wie die Beschädigung an dem Rollladen.

Etwas anderes gilt immer nur, wenn etwaige Beschädigungen durch ein vorwerfbares Verhalten des Mieters eintreten. Ist es daher so, dass die Schäden an der Jalousie durch unsachgemäße Handhabung durch Sie hervorgerufen worden wären, oder haben Sie durch Ihr Verhalten die Verstopfung bewirkt, so müssten Sie auch für die entsprechenden Schadensbeseitigungskosten aufkommen.

Liegen diese Voraussetzungen aber nicht vor, so muss Ihnen Ihr Vermieter nachweisen, dass die von ihm nun geltend gemachten Mängel und Schäden durch Sie verursacht sind. Denn Ihr Vermieter ist es, der behauptet, dass diese Schäden von Ihnen zu verantworten sein, und er will von Ihnen hierfür Geld erhalten. Dann trägt er aber auch die Darlegungs- und Beweislast dafür. Sie sollten die Ansprüche des Vermieters bezüglich Rollladen und Abfluss deshalb zurückweisen.

Das gleiche gilt für die durch die unsachgemäße Fußbodenverlegung entstandenen Schäden an der Tür und für die Macke am Kühlschrank. Insofern gilt, dass sämtliche Aufwendungen und Kosten vom Vermieter nicht ersetzt verlangt werden können, die durch den üblichen vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung, also durch normale Abnutzungen und Verschleiss bedingt sind. Solche Abnutzungserscheinungen sind nicht außergewöhnlich, sondern entstehen regelmäßig bei bestimmungsmäßiger Benutzung einer Mietwohnung. Entstehen durch normale Abnutzung und üblichen Verschleiss Kosten, so sind diese stets von dem Mietzins abgegolten. Der Vermieter ist nicht berechtigt, diese Abnutzungsschäden dem Mieter in Rechnung zu stellen

So verhält es sich auch mit den Schäden an der Tür, die bei normaler Benutzung der von Ihnen gemieteten Wohnung zwangsläufig entstehen mussten und letztlich auch durch die unfachmännische Verlegung des Fußbodens herbeigeführt wurden, die nicht Sie, sondern allein der vermieter zu verantworten hat. Diese Schäden sind daher von der von Ihnen gezahlten Miete abgegolten. Der Vermieter kann Ihnen etwaige Reparaturkosten hierfür nicht in Rechnung stellen. Die Kosten hinsichtlich der bemängelten Türschäden sollten Sie daher ebenfalls zurückweisen.

Bezüglich der Macke an dem Kühlfach bliebe zu klären, inwieweit diese durch eine von Ihnen zu vertretende unsachgemäße Handhabung entstanden ist. Fraglich ist allerdings, ob die Aussage des Vermieteres zuftreffend ist, dass diese Macke sich nicht beseitigen lasse. Wenn es sich nur um einen Bagatellschaden handelt, spricht nichts dagegen, diesen durch einen fachlich geschulten Handwerker beheben zu lassen. Hier drängt sich schon der Eindruck auf, dass der Vermieter sich auf Ihre Kosten sanieren will.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)



Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich trifft den Vermieter eine umfassende Verpflichtung die vermietete Wohnung instandzuhalten und instandzusetzen. Es ist daher nicht zulässig solche Kosten auf Mieter abzuwälzen, die regelmäßig anfallen, um die Wohnung in vertragsgemäßen und vermietungsfähigen Zustand zu erhalten. Treten daher Schäden an Installationen oder sanitären Einrichtungen auf, ist es allein Sache des Vermieters, Abhilfe zu schaffen. Der verstopfte Abfluss fällt daher ebenso in den vertraglichen Verantwortungsbereich des Vermieters wie die Beschädigung an dem Rollladen.

Etwas anderes gilt immer nur, wenn etwaige Beschädigungen durch ein vorwerfbares Verhalten des Mieters eintreten. Ist es daher so, dass die Schäden an der Jalousie durch unsachgemäße Handhabung durch Sie hervorgerufen worden wären, oder haben Sie durch Ihr Verhalten die Verstopfung bewirkt, so müssten Sie auch für die entsprechenden Schadensbeseitigungskosten aufkommen.

Liegen diese Voraussetzungen aber nicht vor, so muss Ihnen Ihr Vermieter nachweisen, dass die von ihm nun geltend gemachten Mängel und Schäden durch Sie verursacht sind. Denn Ihr Vermieter ist es, der behauptet, dass diese Schäden von Ihnen zu verantworten sein, und er will von Ihnen hierfür Geld erhalten. Dann trägt er aber auch die Darlegungs- und Beweislast dafür. Sie sollten die Ansprüche des Vermieters bezüglich Rollladen und Abfluss deshalb zurückweisen.

Das gleiche gilt für die durch die unsachgemäße Fußbodenverlegung entstandenen Schäden an der Tür und für die Macke am Kühlschrank. Insofern gilt, dass sämtliche Aufwendungen und Kosten vom Vermieter nicht ersetzt verlangt werden können, die durch den üblichen vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung, also durch normale Abnutzungen und Verschleiss bedingt sind. Solche Abnutzungserscheinungen sind nicht außergewöhnlich, sondern entstehen regelmäßig bei bestimmungsmäßiger Benutzung einer Mietwohnung. Entstehen durch normale Abnutzung und üblichen Verschleiss Kosten, so sind diese stets von dem Mietzins abgegolten. Der Vermieter ist nicht berechtigt, diese Abnutzungsschäden dem Mieter in Rechnung zu stellen

So verhält es sich auch mit den Schäden an der Tür, die bei normaler Benutzung der von Ihnen gemieteten Wohnung zwangsläufig entstehen mussten und letztlich auch durch die unfachmännische Verlegung des Fußbodens herbeigeführt wurden, die nicht Sie, sondern allein der vermieter zu verantworten hat. Diese Schäden sind daher von der von Ihnen gezahlten Miete abgegolten. Der Vermieter kann Ihnen etwaige Reparaturkosten hierfür nicht in Rechnung stellen. Die Kosten hinsichtlich der bemängelten Türschäden sollten Sie daher ebenfalls zurückweisen.

Bezüglich der Macke an dem Kühlfach bliebe zu klären, inwieweit diese durch eine von Ihnen zu vertretende unsachgemäße Handhabung entstanden ist. Fraglich ist allerdings, ob die Aussage des Vermieteres zuftreffend ist, dass diese Macke sich nicht beseitigen lasse. Wenn es sich nur um einen Bagatellschaden handelt, spricht nichts dagegen, diesen durch einen fachlich geschulten Handwerker beheben zu lassen. Hier drängt sich schon der Eindruck auf, dass der Vermieter sich auf Ihre Kosten sanieren will.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sollten Sie keine Nachfrage haben, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

ich darf höflichst an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

Eine kostenlose Rechtsberatung ist nicht Gegenstand dieser Internetpräsenz. Sie ist nach zwingendem Recht zudem auch nicht gestattet. Aus diesem Grunde besteht die Pflicht zur Akzeptierung auch dann, wenn das Resultat der Rechtsberatung nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen sollte.

Bestehen dagegen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
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