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Dieter Michaelis
Dieter Michaelis, Mediator
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 1521
Erfahrung:  langjährige Erfahrung als selbstständiger Rechtsanwalt
29823107
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Dieter Michaelis ist jetzt online.

Mieterh hung aufgrund Renovierung

Kundenfrage

Mieterhöhung aufgrund Renovierung
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne beantworte ich Ihre Frage nach Ihren Sachverhaltsangaben wie folgt:

Sie haben mehrere Fragen gestellt, deren Beantwortung nicht sogleich möglich ist, da sich Rückfragen ergeben.

Ich bin selbstverständlich bereit, Ihnen Hilfe zu leisten.

Renovierungsmaßnahmen können auf die Mieter umgelegt werden.

Eine 10 % ige Mieterhöhung pro Partei und Jahr ist unproblematisch.

Die Kosten sollten auf 10 Jahre kalkuliert und auf die Mietparteien umgelegt werden.

Dies bedeutet :

Gesamtkosten : 10 = Mieterhöhung pro Jahr : Anzahl der Mieter.

Maßstab ist die Nettokaltmiete eines jeden Mieters.

Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Prämisse, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.


Mit freundlichen Grüßen

Dieter Michaelis

[email protected]

Neupforte 15
52062 Aachen
Tel. : 0241 38241
Fax : 0241 38242

Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag,

in Ergänzung meiner Antwort möchte ich noch auf folgendes hinweisen :

Von den tatsächlich angefallenen Modernisierungskosten können nur die Kosten zur Berechnung einer Mieterhöhung angesetzt werden, die notwendig sind. Unnötige, unzweckmäßige oder überhöhte Aufwendungen müssen Mieter nicht zahlen. So der Bundesgerichtshof in einem weiteren Urteil (BGH VIII ZR 41/08; BGH VIII ZR 84/08).

Bis zu 11 Prozent Mieterhöhung möglich

Nach geltendem Recht entscheidet allein der Vermieter, ob, wann und in welchem Umfang im Haus oder in der Mieterwohnung modernisiert wird. Die Kosten dieser Modernisierung kann der Vermieter mit 11 Prozent auf die Jahresmiete umlegen,
vgl. §§ 559 ff BGB.

Die Renovierungskosten sind angemessen auf die Mieter zu verteilen, § 559 II BGB.

zu 1 )

Für die EG-Wohnung hat dies zur Folge, daß die Kosten der Erneuerung der Fenster im DG nicht auf diesen Mieter umgelegt werden können.

Umlagefähig sind jedoch die übrigen Renovierungskosten iHv 1950 €.

Die Miete der EG-Wohnung kann also wie folgt erhöht werden :

1950 € : 2 = 975 € X 11 % = 107.25 € pro Jahr : 12 = 8,94 €/Monat

Dessen ungeachtet kann die Miete bis zu der örtlichen Vergleichsmiete angehoben werden, maximal jedoch um 20 % innerhalb von 3 Jahren, vgl. § 558 III BGB.

Die Erhöhung der Miete ist unter Bezugnahme auf den Mietspiegel und/oder der vorgenommenen Renovierung zu begründen, §§ 558 a ; 559 b BGB.

Der Mieter schuldet den erhöhten Mietzins ab dem 3. Monat nach Zugang des begründeten Mieterhöhungsverlangens, §§ 558 b I , 559 b II BGB
.

Ihr Mieterhöhungsverlangen muß also noch detailliert begründet werden.

Ein Zustimmung des Mieters ist bezüglich der Erhöhung aufgrund der Renovierung nicht erforderlich.

Allerdings besteht ein Sonderkündigungsrecht gem. § 561 BGB.

zu 2 )

Infolge der Renovierung der Fenster und der übrigen Maßnahmen kann die DG-Miete wie folgt erhöht werden :

7500 € + 975 € = 8475 € x 11 % = 932,25 €/Jahr : 12 = 77,69 €

Eine Erhöhung bis zu der Vergleichsmiete bleibt hiervon unberührt und kann daher nebenbei erfolgen.

Das Mieterhöhungsverlangen muß nicht über einen Rechtanwalt erfolgen.

M.f.G.




Experte:  Dieter Michaelis hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Tag,

haben Sie noch Fragen ?

Anderenfalls bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort.

M.f.G.