So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Schiessl Claudia.
Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 16768
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel, , 20 Jahre Anwaltserfahrung, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch, Vorsitzende des Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
Schiessl Claudia ist jetzt online.

Darf ein Vermieter die Miete nach Umstellung von DM auf Euro

Kundenfrage

Darf ein Vermieter die Miete nach Umstellung von DM auf Euro um 60% erhöhen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworten möchte:

Das Recht zur Mieterhöhung richtet sich nach § 558 BGB.

Danach kann in einem bestehenden Mietverhältnis der Vermieter die Zustimmung der Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eingetreten ist seit 15 Monaten unverändert ist.

Sollten die 60 % der ortsüblichen Vergleichsmiete entsprechen, wäre eine derartige Erhöhung jeoch ebenfalls nicht möglich, da nach § 558 BGB eine Kappungsgrenze von 20 % besteht.

Eine Erhöhung um 60 % innerhalb eines bestehenden Mietverhältnisses ist also nicht möglich.

Auch ist nach § 559 BGB eine Mieterhöhung nach Modernisierung möglich.

Sollte ein Mietverhältnis neu begründet worden sein und aus diesem Anlass die Miete erhöht worden sein, wäre an Mietwucher zu denken.

Dieser liegt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs dann vor,wenn die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 20 % überstiegen wird und der Vermieter es ausgenutzt hat, dass ein geringes Angebot an vergleichbaren Räumen vorhanden ist.

Mietwucher ist sogar strafbar.



Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte folgendes zu beachten:


Sollte Ihre Frage hiermit beantwortet sein , bitte ich um Akzeptierung meiner Antwort. Erst mit Ihrer Akzeptierung wird die von Ihnen geleistete Anzahlung zum Zwecke des Ausgleichs der hier entstandenen Gebühren verwendet.

Just Answer ist kein kostenfreies Forum. Dies ist schon aus standesrechtlichen Gründen nicht möglich. Insoweit wird auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen.

Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgte unter der Bedingung, dass der von Ihnen angebotene Zahlbetrag auch zum Ausgleich gebracht wird.

Wegen etwaiger Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung . Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf folgendes hinweisen : Bitte beachten Sie, dass bereits geringfügige Änderungen des geschilderten Sachverhaltes zu anderen rechtlichen Ergebnissen führen können. Stellen Sie Ihre Frage daher möglichst präzise.

Der hier erteilte Rat kann eine ausführliche anwaltliche Beratung nebst Prüfung aller Unterlagen nicht ersetzen. Ihnen soll lediglich eine erste juristische Orientierung gegeben werden.

Über eine positive Bewertung und eine rasche Akzeptierung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin

________________________________________________________________________


Sie akzeptieren diese Antwort durch Klicken auf das grüne Feld.
Vielen Dank











Verändert von SchiesslClaudia am 17.10.2010 um 11:24 Uhr EST