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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Meine Ex-Partnerin (nicht verheiratet, ein 5-j hriges Kind)

Kundenfrage

Meine Ex-Partnerin (nicht verheiratet, ein 5-jähriges Kind) ist bezüglich neuer Bekanntschaft aus dem gemeinsamen Haus in eine eigene Wohnung ausgezogen. Darlehensschulden sind vorhanden. Beide sind im Grundbuch eingetragen. Ich bewohne das Haus mit meiner Tochter alleine (Regelung der Betreuung, jeder hat das Kind für 8 Tage, deshalb kein Unterhalt, auch nicht an die EX) und leiste die Hälfte des Hausabtrages (Zinsen und Tilgung) und die Nebenkosten alleine.
Da ich das Haus nicht verkaufen will, streiten wir zurzeit über die Summe, die Sie als Ausgleich für das Haus haben soll.
Jetzt hat Sie Nutzungsentschädigung (in Höhe von 600 €) angemeldet. Sie meint, dass wir für das Haus eine Kaltmiete von 1.200 € erzielen könnten. Meine Tochter hat Ihren Wohnsitz bei mir (ist bei mir gemeldet) und auch durch mich mit krankenversichert.
Frage 1:
Bis wir eine finanzielle Einigung gefunden haben, muss ich an meine Ex-Partnerin eine Nutzungsentschädigung (Miete) zahlen?
Frage 2:
Wenn ja, wie hoch ist die Miete?
Frage 3:
Zusätzlich zur Hälfte des Hausabtrages (Zinsen und Tilgung) werden die Kosten Grundsteuer, Gebäude,- Hausrat,- und die jeweiligen Risiko-Lebensversicherungen auch geteilt? Muß Sie da auch die Hälfte zahlen?
Frage 4:
Wenn wir keine gütliche Einigung finden, wird dann ein Sachverständiger / Gutachter (vom Gericht) bestellt, der das Haus schätzt! Dann Schätzwert minus Restschuld geteilt durch 2!
Wie ist die Rechtslage?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblicks über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.


Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Wenn Ihre Ex-Lebensgefährtin die hälftige Kredtiverbindlichkeit bezahlt, hat sie dann auch einen Anspruch auf Nutzungsentschädigung. Die Höhe der Nutzungsentschädigung bemisst sich nach der ortsüblichen Miete. Sie sollten sich hier Vergleichsangebote von Makler einholen um einen Wert bestimmen zu können.
Richtig ist, dass Ihre Ex-Lebensgefährtin neben der hälftigen Kreditverbindlichkeit auch die hälftigen verbrauchsunabhängigen Kosten zu zahlen hat. Hierzu gehören Grundsteuer und die Versicherungen. Auch zwingend notwendige Instandhaltungsmaßnahmen sind zur Hälfte von ihr als Miteigentümerin zu bezahlen.

Wenn Sie sich über die Zukunft Ihrer gemeinsamen Immobilie nicht einigen können, dann wir einer von Ihnen, in diesem Fall wohl die Ex irgendwann einmal die Teilungsversteigerung beantragen müssen, um die Vermögensauseinandersetzung zu betreiben. Einen anderen Weg gibt es nicht. In dieem Fall wird das Haus durch einen Gutachter geschätzt.

Sie sollten sich gemeinsam für einen Gutachter entscheiden, der die Wertbestimmung des Hauses vornimmt. Von dem errechneten Wert, werden dann dei Schulden abgezogen und der Restbetrag geteilt durch 2 ergibt den Ausgleichsanspruch. Allerdings müssen Sie dann auch den Kredit alleine übernehmen und eine Schuldhaftentlassung herbeiführen.



Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wenn Sie keine weitere Nachfrage haben, dann schließen Sie bitte hier Ihre Frage durch Akzeptieren meiner Antwort, erst dadurch wird Ihre Anzahlung verbucht und meine Beratung bezahlt. Vielen Dank!
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

vielen Dank für die sehr kompetente Antwort, damit haben Sie mir sehr geholfen.

Nochmals zu den Versicherungen, gehören da auch Risiko-Lebensversicherungen dazu.

Was sind zwingend notwendige Instandhaltungsmaßnahmen.

Pflege regelmäßig den Garten, Rasen mähen, Unkraut reisen...Darf ich das auch ansetzen. Gibt es hierzu eine Pauschale ?

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wenn die Risikoversicherung zur Deckung des Darlehens für das Haus abgeschlossen wurde, zählt diese ebenfalls zu den verbrauchsunabhängigen Kosten, da Sie das Risiko des Todes eines Kredtinehmers absichert.
Die Wartung der Heizung zum Beispiel ist eine Instandhaltungsmaßnahme oder aber bei einem Rohrbruch die Reparatur desselben. Alles was das Eigentum in seinem Wert beeinträchtigt und nicht weiter aufgeschoben werden kann. Sie sollten bei solchen Maßnahmen diese aber vor der Durchführung derselben ankündigen.
Zur Pflege des Objekts ist die Miteigentümerin auch verpflichtet. Fordern Sie sie auf, dieser Pflicht nachzukommen ;) ansonsten müssten Sie ihr einen entsprechenden Betrag in Rechnung stellen. 25,00 € dürften angemessen sein.
Viele Grüße
troesemeier und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

zum Thema Teilungsversteigerung:

das Haus wird durch einen Gutachter geschätzt, der die Wertbestimmung des Hauses vornimmt. Von dem errechneten Wert, werden dann dei Schulden abgezogen und der Restbetrag geteilt durch 2 ergibt den Ausgleichsanspruch. Allerdings müssen Sie dann auch den Kredit alleine übernehmen und eine Schuldhaftentlassung herbeiführen.

Heißt das, ich kann dann das Haus behalten ?

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 7 Jahren.
Ja, wenn Sie sich so einig werden und einen entsprechenden Notarvertrag abschließen.

MfG