So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an experteer.
experteer
experteer, Kraftfahrzeugtechnikermeister
Kategorie: Mercedes
Zufriedene Kunden: 3655
Erfahrung:  Kfz-Sachverständiger, Fachkundenachweis Airbag, Fachkundenachweis Klimaanlagen, Fachkundiger HV eigensichere Fahrzeuge (Elektro und Hybrid)
77184159
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Mercedes hier ein
experteer ist jetzt online.

Mit Vertrag vom 7.12.2016 erwarb ich einen Mercedes CLS 350,

Beantwortete Frage:

Mit Vertrag vom 7.12.2016 erwarb ich einen Mercedes CLS 350, Erstzulassung April 2014, Laufleistung 20.000 Km. Mittlerweile bin ich mit diesem Wagen weitere 19.000 Km gefahren.
Auf Grund eines Getriebe-Störfalles bei einer Laufleistung von etwa 35.000 Km (Getriebeölverlust, Software-Update des Steuergerätes) erhielt ich zufällig Kenntnis davon, dass ein Motor-Zylinder eine zu geringe Kompression aufweist (untere Heckpartie war stark verrußt). Infolge der ungenügenden Verbrennung in diesem Zylinder wurde der Katalysator so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass er ausgewechselt werden musste. Da ich noch eine „Junge Sterne“ Garantie habe, wurde diese Reparatur für mich kostenfrei durchgeführt. Allerdings sieht Mercedes keinen Handlungsbedarf, die Ursache für den Katalysatorwechsel zu beheben, die in der ungenügenden Verbrennung in diesem Zylinder mit Kompressionsverlust zu sehen ist. Man ist der Auffassung, dass sich dieser im Toleranzbereich befindet. Als Mercedes-Kunde mutet man mir zu, auf den nächsten Katalysatorwechsel zu warten.
Frage 1: Ist der beschriebene Kompressionsverlust, der bereits einen Folgeschaden verursachte, nach Ihrer Auffassung als Sachmangel attestierbar?
Frage 2: Wenn ja, geben Sie einer außergerichtlichen Einigung dahingehend eine Chance, dass der Kaufvertrag rückabgewickelt werden könnte oder alternativ ein neuer Motor eingebaut wird? Eine Reparatur des Motorzylinders wird bei Mercedes wohl nicht mehr durchgeführt.
Frage 3: Wenn nein, wie hoch sehen Sie meine Chancen, trotzdem eine Einigung mit Mercedes zu erzielen, indem ich einen Anwalt einschalte?
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Mercedes
Experte:  experteer hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für Ihre Anfrage auf Justanswer.

Um hier technisch verbindlich eine Aussage treffen zu können benötige ich von Ihnen noch folgende Angaben:

Was war an dem Katalysator defekt? ( Wurde eventuell der Partikelfilter und nicht der Dieselkat erneuert?

Wie hoch ist die Kompression in den einzelnen Zylindern?

Wie viele Kilometer sind Sie seit dem Tausch gefahren?

Haben Sie sonst irgendwelche Probleme mit dem Fahrzeug? ( Aufleuchten der Motorkontrollleuchte oder Leistungsverlust?)

Wie lautet die Fahrgestellnummer Ihres Fahrzeuges?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Kfz-Sachverständiger,
sorry für die etwas verspätete Antwort auf Ihre Rückfragen.
In der Anlage sende ich Ihnen die Reparaturpunkte.
Alle 5 Zylinder haben nach nochmaliger Rücksprache mit der Werkstatt die volle Kompression. Nur bei dem 6. Zylinder fehlen 18%. Weitere Angaben konnte ich leider nicht ermitteln. Eine komplette Dokumentation mit Diagramm der gemessenen Kompression liegt jedoch in der Werkstatt vor. Seit dem Wechsel des Katalysators bin ich 2300 Km gefahren. Gegenwärtig zeigt sich die Heckpartie erneut sehr verrußt (s. Foto). Weder bei dem Getriebestörfall noch anderweitig leuchtete irgendeine Kontrollleuchte. Der Wagen läuft gefühlsmäßig ansonsten sehr gut, wobei mir Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Im kalten Zustand schüttelt sich der Wagen, was sich aber nach wenigen Minuten wieder gibt.
Experte:  experteer hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank für Ihren Hinweis.

Ok jetzt verstehe ich wa genau defekt war. Zuerst mal zum Ruß am Heck. Das wird wohl noch eine ganze weile so bleiben. Durch en Bruch des Partikelfilters hat sich der Ruß welchen dieser schon gesammelt hatte in den Schalldämpfern angesammelt. Bis dieser wieder vollständig raus geblasen ist dauert es ein ganzes Stück. Machen kann man heir nicht viel, außer alles neu machen, aber das ist kein Garantiefall da es nicht gefährlich ist oder den Wagen irgendwie beeinflusst.

Nun zu Ihrem Problem mit dem Kompressionsdruck. Ich persönlich nehme nicht an, das der Partikelfilter diesen Schaden verursacht hat. Motorschäden aufgrund eines defekten Partikelfilters sind Hitzeschäden. Hier schmilzt ein Loch in den Kolben, so dass der Zylinder gar keine Kompression mehr hat. Als Folgeschaden fällt das ganze also nicht mehr ins Gewicht.

Ich kann mir denken, dass Sie Angst vor Folgeschäden haben, da der Wagen aber noch normal läuft denke ich nicht das es zu einem weiteren Schaden gekommen ist.

Zu Ihrer zweiten Frage. Eine Rückabwicklung würde es sicher nicht geben, aber da der Motor ein verschleißteil ist, würde sehr wahrscheinlich ein Eigenanteil zu bezahlen sein. ( Bei Versicherungsschäden nennt man dies neu gegen alt oder Nutzungsausgleich) Der Motor hat ja schon ein paar Kilometer ( wenn auch nicht viel gefahren). Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 200.000km muss man von etwa 15%- 20% Beteiligung am Teil ( nicht an der Arbeit) ausgehen.

Zu Ihrem dritten Anliegen ist zu sagen, dass Sie sich gern eine Rechtsberatung nehmen können, aber Sie müssten heir gegen Mercedes selbst klagen und im Zweifelsfall Demontagekosten und Prüfkosten bezahlen um festzustellen wo der Fehelr genau her kommt und ob der Filter wirklich schuld sein könnte.

Ich würe versuchen mit dem Autohaus zu reden und in ein paar Tausend Kilometern noch eine Kompressionsdruckprüfung zu machen. Wenn der Zylidner dann schwächer geworden ist liegt tatsächlich ein Schaden vor ( unabhängig vom Partikelfilter). Wenn nicht sollte eventuell geschaut werden ob das Ergebnis nicht eventuell besser ist als das erste. Manchmal kommt es vor, dass die Anschlüsse nicht ganz dicht sind. Wir sprechen heir immerhin von einer Kompression beim Diesel um die 25-35 bar.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo,
danke für Ihre Ausführungen. Leider haben Sie mir zu meiner ersten Frage nicht konkret geantwortet. Liegt nun ein attestierbarer Sachmangel vor oder nicht.
Sie gehen davon aus, dass der geringere Kompressionsdruck in einem Zylinder vom Partikelfilter verursacht wird. Der Werkstattmeister, der die Kompressionsprüfung und Reparatur durchgeführt hat, geht umgekehrt davon aus, dass durch die ungenügende Verbrennung in diesem Zylinder der Partikelfilter (Katalysator) zu Schaden gekommen ist und deshalb ausgewechselt werden musste. Was ist nun richtig?
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kfz-Gutachter hier einen Sachmangel attestiert? Immerhin sprechen wir von einem 6-Zylinder Diesel von Mercedes, der 2,5 Jahre alt ist mit einer Laufleistung von nur 38400 Km. Ich habe einen bestimmten Qualitätsstandard mit diesem Mercedes gekauft, was mir ein bisschen mehr Geld wert war. Jetzt stelle ich fest, dass ich anscheinend klagen muss, um den erwarteten Qualitätsstandard zu bekommen.
Experte:  experteer hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich gehe davon aus, dass beides nichts miteinander zu tun hat. Der Partikelfiletr ist zusammen gefallen bzw. der Monolith im inneren gebrochen gewesen. Das kann durch Stöße oder eine zu hohe Regenerationstemeoratur des Filters passieren.

Die Wahrscheinlichkeit ohne eine komplette zerlegung des Motores dass Ihnen ein Sachevrständiger einen vor Gericht verwertbaren Sachmangel attestiert ist eher gering. Der Motor müsste komplett zerlegt werden und geschaut werden warum der Druck so niedrig ist. Nur dann kann man Rückschlüsse auf einen Sachmangel ziehen welche auch vor Gericht verwertbar sind.

Ums die Aussage klar und deutlich zu halten. Nur aufgrund der Aussage 18% ist kein Sachmangel attestierbar. Die Frage ist 18 Prozent von was?

Nur wenn Konkrete Werte vorliegen wird auch ein Richter geneigt sein Ihnen recht zu geben ( ich gehe jetzt mal vom schlimmsten Fall aus). Der Druckunterschied darf nicht größer als 4 bar sein zwischen den Zylindern.

Was Sie benötigen um hier eventuell per Anwalt Ihr Recht auf einen neuen Motor einzuklagen ist wenigstens eine Kopie des Messberichtes. Ohne diesen haben Sie keine Chance. Wenn die Kopie beweist dass der Druckunterschied zwischen den Zylidnern größer ist als 4 bar, dann können Sie Druck auf Mercedes aufbauen, vorher nicht.

experteer und weitere Experten für Mercedes sind bereit, Ihnen zu helfen.