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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Medizinrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Interessen schwerpunkt Medizinrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Morgen, meine Mutter hatte am 09.01.13 eine Bandscheiben-OP

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen,

meine Mutter hatte am 09.01.13 eine Bandscheiben-OP im Rinecker-Klinikum München. Eigentlich waren 2 Std. vorgesehen, es waren aber 6 Std. OP-Zeit, mit ziemlich Blutverlust. Im OP-Bericht stand allerdings, daß es eine „normale Operation“ war. Sie kam dann nach ca. 1 Woche aus der Klinik und konnte, nur mit Krücken, langsam gehen. Am 21.01.13 war sie dann bei unserem Hausarzt zum Fäden ziehen. Die Sprechstundenhilfe des Hausarztes hat das übernommen und meinte noch zum Arzt, ob er sich die Wunde mal anschauen könnte, da sie ihr „nicht gefallen“ hat. Er jedoch sagte nur, daß sie ein Pflaster darüber kleben sollte ohne sich die Wunde selbst anzusehen. Abends gings dann mit Erbrechen und Durchfall los und die ganze Nacht durch. Am 22.01.13 kam sie überhaupt nicht aus dem Bett raus und mein Vater rief nochmals den Hausarzt. Der meinte es sei eine Magen-Darm-Grippe und verschrieb ihr was. Er tastete noch an der Wunde (ohne das Pflaster abzunehmen) ab und fragte meine Mutter ob ihr was wehtut, was sie auch bejate. Aber leider hat er wieder nicht richtig reagiert und meine Mutter blieb im Bett, bis mich mein Vater abends, gegen 18:00 Uhr anrief, ob ich mal kurz zu meinen Eltern rüberkommen könnte. Meine Mutter war nicht mehr ansprechbar, bzw. beantwortete jede Frage mit „Ja“. Daraufhin riefen wir zuerst den Bereitschaftsarzt, der wollte nur einen Zugang legen, da er Flüssigkeitsverlust vermutete. Gott sei Dank war kein Zugang möglich, da meine Mutter schon vom Krankenhaus „zerstochen“ war. Dann rief der Bereitschaftsarzt einen Krankenwagen, der gleichfalls versuchte einen Zugang zu bekommen aber auch vergebens. Selbst der Notarzt, der auch noch informiert wurde schaffte es nicht, so daß meine Mutter mit dem Krankenwagen, incl. Notarzt ins Krankenhaus Neuperlach gefahren wurde. Nach einigen Stunden und Untersuchungen wurde dann eine Sepsis festgestellt, ausgehend von ihrer OP-Wunde am Rücken. Also Krankenhaus-Keim vom Rinecker-Klinikum. Uns wurde gesagt, daß wir uns auf das Schlimmste einstellen sollen. Daraufhin eine Not-OP, wo das ganze „verfaulte Fleisch“ entfernt wurde. Sie kam dann in der Intensivstation ins künstliche Koma mit mehrfachen Operationen. Eine Niere hatte schon fast versagt und sie musste zusätzlich ans Dialyse-Gerät. Das waren mehrere Wochen in denen wir um meine Mutter „gezittert“ hatten. Nach einigen Wochen kam sie dann auf die Wachstation und irgendwann in ein „normales Zimmer“. Jetzt, seit Montag, 25.02.13 ist sie auf Reha in Bischofswiesen und es geht langsam bergauf. Nach all den Schmerzen (wobei sie die natürlich immer noch hat) kommt jetzt natürlich das Psychische mit dazu. Gott sei Dank bleiben ihr, so wie es jetzt aussieht, keine geistigen Schäden. Sie muß jetzt langsam wieder das Laufen lernen und auch mit den Armen wird gearbeitet.
Jetzt meine eigentliche Frage: Macht es Sinn hier einen Anwalt einzuschalten um gegen das Krankenhaus vorzugehen oder hat man in so einem Fall keine Chance?

Tobias Rösemeier :

Sehr geehrte Fragesteller, vielen Dank für Ihre Anfrage:

Tobias Rösemeier :

Sie sollten in jedem Falle einen Anwalt hinzuziehen, damit geprüft werden kann, welche Ansprüche gegen wen durchgesetzt werden können.

Tobias Rösemeier :

Aufgrund Ihrer Schilderung ist es ärztlicherseits zu mehreren Unterlassungen gekommen. Die Sepsis hätte bei entsprechend ordnungsgemäßer Untersuchung und Behandlung rechtzeitig entdeckt werden können.

Tobias Rösemeier :

Ziehen Sie einen auf Arzthaftungsrecht spezialisierten Anwalt hinzu, wenn möglich.

Tobias Rösemeier :

Informieren Sie auch die Krankenkasse darüber, dass Sie beabsichtigen, wegen eines Behandlungsfehlers gegen die Ärzte vorzugehen.

Tobias Rösemeier :

Haben Sie noch Nachfragen oder besteht weiterer Klärungsbedarf ? Gern helfe ich weiter.

Customer:

Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Antwort. Ich werde erstmal mit meiner Mutter und meinem Vater sprechen, ob sie diesen Schritt gehen wollen. Ich denke, da würde einiges an "Arbeit" auf uns zukommen. Meine Mutter ist derzeit nervlich nicht wirklich belastbar .

Customer:

Besteht denn überhaupt eine Chance gegen Ärzte/Krankenhäuser so einen Fall zu "klären/gewinnen"? Oder ist es mehr Ärger und Zeitaufwand wegen "nichts"?

Tobias Rösemeier :

Sehr geehrte Fragesteller,

Tobias Rösemeier :

vielen Dank für Ihre weiteren Ausführungen.

Tobias Rösemeier :

Ihre Chancen stehen gar nicht so schlecht, erfolgversprechend Ansprüche durchsetzen zu können.

Tobias Rösemeier :

Natürlich ist dies mit Zeitaufwand und ein wenig Stress verbunden und sicher ist eine Klärung von heute auf morgen nicht zu erwarten.

Tobias Rösemeier :

Aber gerade deswegen ist die Einschaltung eines Anwaltes sinnvoll.

Tobias Rösemeier :

Haben Sie noch Nachfragen oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?

Tobias Rösemeier :

Falls dies nicht der Fall sein sollte, darf ich noch um eine abschließende positive Bewertung bitten.

Tobias Rösemeier :

Vielen Dank XXXXX XXXXX Gute.

Tobias Rösemeier und weitere Experten für Medizinrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.