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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Medizinrecht
Zufriedene Kunden: 26880
Erfahrung:  jahrelange Tätigkeit als Rechtsanwalt
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RASchiessl ist jetzt online.

Vor 12 Jahren ist meiner damaligen Zahnärztin im Wurzelkanal

Kundenfrage

Vor 12 Jahren ist meiner damaligen Zahnärztin im Wurzelkanal eine Feile (8mm Fragment!) abgebrochen. Sie hat es verheimlicht und eine Goldkrone draufgesetzt. Die Durch die schlechte Versorgung habe ich Probleme mit dem Zahn. Kann ich die damalige Zahnärztin verklagen, die unterdessen nicht mehr arbeitet?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizinrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Grundsätzlich haben Sie aufgrund des Behandlungsfehlers einen Anspruch gegen die Zahlärztin auf Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Zahnärztin jetzt nicht mehr tätig ist.

Wichtig ist, dass Sie die fehlerhafte Behandlung dokumentieren können. Ich gehe davon aus, dass der Spezialist bei dem Sie die Feile entfernen haben lassen einen entsprechenden Bericht verfassen kann.

Problematisch könnte in Ihrem Falle die Verjährung sein.

Die Verjährung beträgt nach § 195 BGB grundsätzlich 3 Jahre, beginnend ab dem Zeitpunkt ab dem Sie vom Fehler der Ärztin Kenntnis erlangt haben, höchstens jedoch 30 Jahre (§ 199 II BGB).

Ich gehe jedoch davon aus, dass Sie erst durch den Spezialisten vom Behandlungsfehler erfahren haben, so dass eine Verjährung nicht eingetreten ist

Nach § 199 II BGB beträgt die Verjährungshöchstfrist 30 Jahre.

Also:

Sie können die Zahnärztin durchaus verklagen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt