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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Medizinrecht
Zufriedene Kunden: 17095
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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Mir und meinem mitversicherten Sohn wurde von der privaten

Kundenfrage

Mir und meinem mitversicherten Sohn wurde von der privaten Krankenversicherung wegen angeblich manipulierter Rezept gekündigt. Die Kündigung wurde sowohl im Einstweiligen Anordnungsverfahren als auch jetzt in der Hauptsache als unwirksam zurückgewiesen.
Gleichwohl zahlt die Versicherung seit November letzten Jahres weder Arzt-, Krankenhaus- noch Medikamente. Mein Sohn ist behindert und leidet an einer sehr seltenen Erkrankung, deren Behandlung ein Medikament erfordert, dass monatlich ca. 4000 Euro kostet. Mittlerweile sind alle meine Kreditmöglichkeiten aufgebraucht und ich kann die lebensnotwendigen Medikamente nicht mehr zahlen. Die Krankenversicherung beruft sich darauf, dass ich keine allumfassende Schweigepflichtentbindung abgegeben habe, sondern nur die meinen Sohn wegen seiner Erkrankungen behandelnden Ärzte sowie über die medizinische Notwendigkeit der Verordnungen sowie die zugrund liegende Grunderkrankung. Die Versicherung will aber Entbindungserklärungen von allen Ärzten, die meinen Sohn jemals behandelt haben (also auch die, die mit den Verordnungen und der zugrunde liegenden Erkrankung gar nichts zu tun haben). Jetzt wirft sie mir Verletzung meiner Mitwirkungspflicht vor und verweigert die Leistung deshalb ganz. Die bereits bezahlten Medikamentenkosten von mir belaufen sich schon auf 40.000 Euro.

Meine Frage: In welcher Form muss ich die Ärzte entbinden? Wie sieht eine Schweigepflichtendung aus, die den gesetzlichen Anforderungen entspricht, bei der ich aber dennoch mein Grundrecht auf informatielle Selbstbestimmung behalte?
Wie sieht es bei einem Krankenhausaufenthalt aus. Wie muss da die Schweigepflichtentbindungserkärung formuliert sein?

Da die Befragung der Ärzte unter Umständen nochmals sehr lange dauern kann, kann ich
wenigstens Abschlagzahlungen verlangen auch wenn das Ergebnis noch aussteht?

Was ist im Hinblick auf das Dauermedikament zu tun, das bisher seit vielen Jahren gezahlt wurde, aber nun auf einmal Anzahl der täglichen Dosis und Herstellungskosten bestritten werden?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizinrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

In welcher Form muss ich die Ärzte entbinden? Wie sieht eine Schweigepflichtendung aus, die den gesetzlichen Anforderungen entspricht, bei der ich aber dennoch mein Grundrecht auf informatielle Selbstbestimmung behalte?

- Die Krankenversicherung muss nachvollziehen können, was wie von wem wann behandelt wurde. Insoweit muss die Erklärung auch umfassend sein.

Wie sieht es bei einem Krankenhausaufenthalt aus. Wie muss da die Schweigepflichtentbindungserkärung formuliert sein?

- Auch so, dass die Krankenversicherung alle relevanten Informationen beziehen kann.

Da die Befragung der Ärzte unter Umständen nochmals sehr lange dauern kann, kann ich wenigstens Abschlagzahlungen verlangen auch wenn das Ergebnis noch aussteht?

- Ja, das muss die Versicherung machen.

Was ist im Hinblick auf das Dauermedikament zu tun, das bisher seit vielen Jahren gezahlt wurde, aber nun auf einmal Anzahl der täglichen Dosis und Herstellungskosten bestritten werden?

- Hier sollte der Anspruch eingeklagt werden.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und darf Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Durch die Akzeptierung wird meine Tätigkeit Ihnen gegenüber bezahlt. Dies ist insbesondere unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Aspekte erforderlich, da eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist.

Ich danke Ihnen vielmals und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.