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hhvgoetz
hhvgoetz, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 2784
Erfahrung:  LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizinrecht hier ein
hhvgoetz ist jetzt online.

Hallo, im April letzten Jahres ist bei mir ein Parotis-Karzinom

Kundenfrage

Hallo,

im April letzten Jahres ist bei mir ein Parotis-Karzinom diagnostiziert worden. Einen Knoten in der Wange, der auf eine Krebserkrankung hindeutete, habe ich einer Hausärztin bereits im August 2009 angezeigt. Diese wollte davon zuerst überhaupt nichts wissen und hat mich statt dessen zu dem jährlichen Gesundheits-Check überredet. Bei der dabei auftretende Frage, ob ich irgendwelche Belastungen mitzuteilen hätte, habe ich sie auf diese Geschulst nochmals eindrücklich aufmerksam gemacht, da mich diese über Nacht aufgetretene Veränderung geängstigt hat. Das hat sie geflissentlich überhört und arbeitete das Formular weiter ab. Am Ende des Ganzen bemängelte ich nochmals, dass diese Ärztin auf mein eigentliches Problem überhaupt nicht eingegangen sei. Jetzt schließlich ließ sie sich dazu herab, diese Gewebeveränderung sich zumindest einmal anzusehen. Sie strich über die betroffene Wangenhaut und bemerkte eine Schnittverletzung, nach der sie mich auch gefragt hat. Ich gab zu verstehen, dass dies vom morgendlichen Rasieren gekommen sei. Darauf hin meinte sie, diese Verdickung fühle sich gut an und ich müsse mir keine Sorgen machen. Mit diesem letzten Satz ist sie dann aus dem Untersuchungsraum verschwunden und hat sich, mich rasch verabschiedend, auch nicht mehr bei mir blicken lassen.

Erst ein wieteres halbes Jahr später fand ich einen Arzt, der anmerkte, es könne sich auch um ein bösartiges Geschwür handeln. Bis zu dem Zeitpunkt, als das kranke Gewebe endlich entfernt und der Pathologie zugeführt wurde, vergingen ganze 8 Monate, in denen das Karzinom Tochtergeschwülste produziert und in die Lymphknoten gestreut hat.

Auf Grund der Ignoranz dieser Ärztin bin ich also wahrscheinlich an einem unheilbaren Krebsleiden erkrankt. Ich bin fest entschlossen, diese Frau nicht ohne weiteres davon kommen zu lassen und möchte sie deshalb zur Verantwortung ziehen. Ein großes Problem wird dabei allerdings die Schwierigkeit des Nachweises werden. Bei Durchsicht der Krankenakten habe ich festgestellt, dass sie über die Erwähnung meines ursprünglichen Problems keinerlei Notizen angefertigt hat. Lediglich das Wort "Belastungen" kommt darin vor, ohne dass sie diesen Begriff weiter ausführte.

Bitte sind Sie so freundlich, mir Ihre Einschätzung zu geben, wie mir der Nachweis dieses todbringenden Ärztepfusches möglichst doch noch gelingen kann.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Medizinrecht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

Sie haben schon richtig erkannt, dass im Bereich des Medizinrechts häufig erhebliche Schwierigkeiten bei der Kausalität eines Fehlers für einen Schaden gibt.

 

Allerdings gibt es hier in der Rechtsprechung Beweiseerleichterungen, wenn ein grober Behandlungs- oder Diagnosefehler aufgetreten ist, d.h. wenn ein besonders offensichtlicher Fehler gemacht wurde.

 

Bei einem offenbar in Ihrem Fall schon aufgetretenen sog. Befunderhebungsfehler (erforderliche Diagnosebefunde oder Kontrollbefunde werden gar nicht erst erhoben, um eine Diagnose zu stellen) kann schon ein einfacher Fehler zu Beweiserleichterungen führen.

 

Bei Ihrem Problem, dass der Knoten nicht erwähnt wurde, könnten Ihnen Zeugen helfen, die A den Knoten bestätigen können (damals selbst gefühlt...) und die bestätigen können, dass Sie gerade nicht zu eineM Routine-Checkup bei der Ärztin waren.

 

Sie sollten sich auch im Hinblick auf die Verjährung (droht ev. schon Ende 2012) zügig mit den Ihnen vorliegenden Dokumenten an einen Kollegen des Vertrauens wenden. Abwarten verschlechtert Ihre Situation nur.

Sie sollten auch jetzt schon genau dokumentieren, welche Zusatzkosten (z.B. Fahrten zum Krankenhaus) Ihnen entstehen.

Lassen Sie sich nicht dazu drängen, aus eigenem Antrieb Ihr Arbeitsverhältnis zu beenden. Das bringt nur unnöten Ärger bzgl. der Kausalität eines möglichen langjährigen Erwerbsschadens.

 

Klären Sie auch die Vergütungsfrage im Vorwege, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Eine erste Beratung zur Bestimmung der weiteren Kosten muss vom Kollegen immer für unter 200 Euro netto machbar sein.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren. Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland verboten.


Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Other.
Sehr geehrter Herr Götz,

da ich die Ärztin direkt an dem Tag aufgesucht habe, als ich den Knoten erstmals entdeckte, gibt es keinen Zeugen, der mir bestätigen könnte, dass ich alleine aus diesem Grunde die Praxis angestéuert habe. Die Bagatellisierung dieses Knotens seitens der Medizinerin führte auch dazu, dass ich danach diese Veränderung vor niemandem thematisierte. Dabei ist auch fraglich, ob sich ein Zeuge fände, der in einem mittlerweile 25-monatigem Abstand das Auftreten zu diesem Zeitpunkt beschwören könnte. Hier befürchte ich, dass eine fehlende Dokumentation seitens der Medizinerin bereits ausreicht, um einen (erst recht groben) Befunderhebungsfehler auszuschließen - denn wie soll ich nachweisen, dass diese an diesem Tage aufgetretene Geschwulst mein ausschließlicher Grund für den Arztbesuch gewesen ist? Darüber hinaus ist die Frageerhebung in dem Checkup-Bogen derart umfassend, dass diese krankhafte Veränderung hätte vermerkt weredn sollen.

Die größte Problematik bei dem angesprochenen Rechtzsstreit ist meine finanzielle Mittellosigkeit. Zwar gibt es die Einrichtung eines vom Gericht ausstellbaren Beratungsscheines, den ich mit viel Glück womöglich erhalten mag. Aber bereits zur absehbaren Klagebegründung muss ich Vorschuss leisten, um der fraglichen Hoffnung entgegen zu sehen, ob mir bei einer schwierigen Beweisführung doch noch eine PKH bewilligt wird. Mir ist auch das BGH-Urteil vom 7. Juni 2011 bekannt, wonach der Bundesgerichtshof Patienten Klagen gegen Ärzte erleichtert hat, die einen Befund verkannt oder gar nicht erhoben haben. Jedoch war das Krankheitsbild der Klägerin unumstritten bereits von anderen Medizinern dokumentiert. Sie sehen, ich habe mich bereits in meinem möglichen Rahmen ausreichend kundig gemacht, obgleich ich noch nicht tätig wurde. Für diesen letzten Schritt muss ich mir noch eine Strategie zurecht legen, damit meine späteren Bemühungen von möglichst großem Erfolg gekrönt sind. Zu diesem Zwecke habe ich Sie in erster Linie angeschrieben. Sie haben mir mit Ihrer Antwort nichts an die Hand gegeben, was mir nicht bereits geläufig war. Ich muss Ihnen leider sagen, dass Sie mich sehr enttäuscht haben. Werden Ihre Aussagen auf den jetzigen Brief erhellender sein?

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