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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Medizinrecht
Zufriedene Kunden: 26742
Erfahrung:  jahrelange Tätigkeit als Rechtsanwalt
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe am 22. Mai 2011 meine linke Achillessehne bei einer

Kundenfrage

Ich habe am 22. Mai 2011 meine linke Achillessehne bei einer ehrenamtliche Tätigkeit gerissen. Es ist grundsätzlich ein Fall für die Berufsgenossenschaft. Der Fall ist bei ihr eingereicht. Ich habe bislang sämtliche von der BG angeforderten Unterlagen, Berichte und Gutachten ihnen zugeschickt. Die BG sagt, sie untersuche, ob der Unfall ursächlich für der Achillessehnenriss war oder nicht, also ob die Achillessehne schon einen Vorschaden hatte oder nicht. Abgesehen davon, daß es wohl quasi unmöglich ist, dies im Nachhinein nachzuweisen, möchte ich ganz gerne wissen, ob ein Vorschaden der Achillessehne für die BG ein Grund sein kann, nicht für meinen Fall aufkommen zu müssen.

Ich habe vor dem 22. Mai tatsächlich keinen Unfall oder sonstige Schwierigkeiten mit der Achillessehne gehabt und dies auch vor der BG bestätigt. Durch diesen Fall bin ich inzwischen in finanzielle Schwierigkeiten geraten und bin auf die Erstattung meines Verdienstausfalles durch die BG dringend angewiesen. Bitte um eine Aussage dazu und wie ich weiter vorgehen soll.
Robin Heckmann
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizinrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ein Vorschaden der Achillessehne kann lediglich dann eine Rolle bei der Eintrittspflicht der BG spielen, wenn der Sehnenriß nicht durch den Unfall vom 22.05.2011 verursacht wurde, sondern durch durch eine Vorschädigung.

Um dies festzustellen wird die BG zum einen Ihren behandelnden Arzt dazu befragen, ob Sie in der Zeit vor dem 22.05.2011 Beschwerden oder Schäden an der Achillessehne hatten und zum anderen (sollten sich hier Anhaltspunkte für Vorschäden ergeben) einen Sachverständigen mit der Frage beauftragen ob der Sehnenriß nun durch den Unfall verursacht wurde oder nicht.

Nach Ihren Schilderungen (Kein Vorschaden) ist die BG eintrittspflichtig. Sollte die BG die Zahlungen wider Erwarten verweigern, so sollten Sie unverzüglich Klage vor dem Sozialgericht auf Zahlung erheben. Das Sozialgericht wird dann die Ursächlichkeit des Unfalls für den Sehnenriß durch einen gerichtlich bestellten Gutachter klären lassen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herrr Schiessl,

Vielen Dank für Ihre Antwort. Noch diese Fragen bzw. Anmerkungen: Die BG hat mir zum Anfang des Monats August eine vorübergehende Zahlung in Höhe von 2000 Euro überwiesen, unter dem Vorbehalt, daß sie im Falle einer Vorschädigung der Achillessehne (AS) doch nicht für meinen Verdienstausfall, OP, Reha, etc... aufkommen muß und somit das Geld wieder einfordern kann.

Sie tat dies auf meine Anfrage hin, mit dem Hinweis auf meinen finanziellen Engpass. Kann man ihre Zahlung dahingehend deuten, daß die BG in Prinzip schon davon ausgeht, daß sie zahlungspflichtig ist oder sein wird?

 

Reicht es nicht schon, daß ich tatsächlich noch nie irgendwelche Schwierigkeiten mit der AS hatte? Kann ein Vorschaden überhaupt in Nachhinein rekonstruiert werden?

Und noch eine Frage:Wie lange dauert für gewöhnlich ein solches Verfahren bei der BG, bis tatsächlich Geld fließt? Anders gefragt: Wie lange muß man in der Regel die fehlenden Einnahmen überbrücken? Kann ich die Unkosten für eine Überbrückung (z.B. Zinsen) einfordern?

Bitte um Antwort. Ich wäre dann mit der Beratung zufrieden!

Mit freundlichen Grüßen, Robin Heckmann

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Die Abschlagszahlung stellt noch kein Eingeständnis der Eintrittspflicht dar, da Sie unter dem Vorbehalt der Rückforderung geleistet wurde. Die Zahlung lässt jedoch die Tendenz erkennen, dass die BG Ihre Forderung nicht als aussichtslos einstuft.

Wenn die Nachfrage bei Ihren behandelnden Ärzten ergibt, dass Sie noch nie eine Vorschädigung der Achillessehe hatten, dann wird ein Gutachten durch die BG überflüssig sein.

Ein Vorschaden kann im Nachhinein in der Regel nur durch entsprechende frühere Behandlungen an Ihrer Achillessehne (Arztberichte,..) oder durch OP-Narben konstruiert werden.

Eine Regelbearbeitsunzeit ist schwer festzustellen, da Sie davon abhängt, ob die BG alle Unterlagen zur Beurteilung des Falles zur Verfügung hat. Am einfachsten und sichersten ist es, bei der BG telefonisch nachzufragen, ob noch Unterlagen benötigt werden. Vielleicht hat einer Ihrer behandelnden Ärzte gegenüber der BG noch nicht reagiert. Hier könnten SIe dann beschleunigend eingreifen.

Zinsen oder Schadensersatz für die Zeit der Überbrückung können Sie leider nicht geltend machen.

Sie können der BGH jedoch schriftlich eine Zahlungsfrist setzen. Sollte die BG dann nicht innerhalb der gesetzten Frist (bsp. 14 Tage) zahlen, so können Sie Zinsen verlangen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Medizinrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.