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rafozouni
rafozouni,
Kategorie: Medizinrecht
Zufriedene Kunden: 385
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rafozouni ist jetzt online.

Ich habe am Freitag ber direct online 2900 Aktien (Fresenius

Kundenfrage

Ich habe am Freitag über direct online 2900 Aktien (Fresenius Vz) gekauft zum
Prei von 72,06 € und gleich wieder verkauft zum Preis von 74,10€.
Eine Stunde später bekam ich von der Dt. Bank (maxblue) eine Anruf wobei mir mitgeteilt wurde,dass der Kurs von 72,06 ein Fehler gewesen wäre und sie müssten den ganzen
Kauf stornieren und einen Preis von 73,89 € berechnen.mir verblieben ja immer noch
303 € Gewinn,dabei hätte ich noch Glück gehabt,dass der neue Kaufpreis nicht noch
war.Ich bin ziemlich verärgert und weiss nicht,was ich machen soll
PS: Ich habe Rechtsschutz
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizinrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.


Der Experte Rechtsanwalt Schiessl, der den Fachanwaltslehrgang für Bank- und Börsenrecht mit sehr gutem Erfolg absolviert hat, wird morgen wieder online sein.


Können Sie sich bis dahin gedulden ?







Mit freundlichen Grüßen

Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin
Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich gern wie folgt beantworten:

Sie haben bezüglich der Aktien einen Kaufvertrag gem. § 433 BGB geschlossen und zwar zu einem Stückpreis von 72,06 €. Fraglich ist, ob dieser Vertrag wirksam oder aber vom Verkäufer (wohl die Deutsche Bank) wirksam angefochen wurde.

Die Bank hat Ihnen lediglich mitgeteilt, dass der Kurs bzw. Preis ein Fehler gewesen sei. Damit wurde der Vertrag angefochten, so dass sich die Frage stellt, ob ein Anfechtungsgrund vorgelegen hat. Dies ist im Ergebnis zu verneinen, da seitens der Bank allenfalls ein sog. verdeckter Kalkulationsirrtum bei Angabe des Kurses von 72,06 € vorgelegen hat, welcher nicht zur Anfechtung gem. § 119 BGB berechtigt, sondern nur einen unbeachtlichen Motivirrtum darstellt.

Sie haben also einen Anspruch aus dem ersten Vertrag auf die Aktien zum Preis von 72,06 € und aus der Wiederveräußerung auf Zahlung von 74,10 € pro Aktie.


Ich würde Ihnen daher anraten, einen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

rafozouni,
Kategorie: Medizinrecht
Zufriedene Kunden: 385
Erfahrung: 
rafozouni und weitere Experten für Medizinrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,Sie haben natülich mit der Deutschen Bank keinen Kaufvertrag geschlossen sondern einen Geschäftsbesorgungsvertrag.Sie können daher grundsätzlich Schadensersatz wegen Nichterfüllung der Geschäftsbesorgungsverträge gem. §§ BGB § 675, BGB § 611, BGB § 325 BGB, § HGB § 383 HGB verlangen. Von der Bank selbst haben Sie nichts gekauft! Also kein Kaufvertrag und keine Anfechtung.Wenn die Bank einen Kursfehler behauptet, so muss die Bank in Nachweis bringen, dass der Kursfehler nicht von ihr oder Ihrem Buchungssystem verursacht wurde, ansonsten haftet Sie Ihnen für den entgangenen Kursgewinn auf Schadensersatz.Mit freundlichen GrüßenHans-Georg SchiesslRechtsanwalt
Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich gehe davon aus, dass Sie nunmehr durch die von Herrn Schiessl gegebene Antwort verwirrt sind. Dies soll nach den Vorgaben von Justanswer eigentlich vermieden werden, lässt sich aber wohl nicht vermeiden, wenn sich wie hier ein anderer Experte in eine bereits beantwortete Frage einmischt.

Recht zu geben ist dem Herrn, wenn er sagt, dass ein Kaufvertrag mit der Bank selbst, sofern sie selbst tatsächlich nicht Veräußerin der Aktien gewesen ist, nicht zustande gekommen ist. Richtig ist auch, wenn er sagt, dass dann lediglich ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Bank zustande gekommen ist.

Falsch ist allerdings, dass Sie gegen die Bank einen Schadensersatz wegen Nichterfüllung dieses Geschäftsbesorgungsvertrages haben, da die Bank Ihren Auftrag zum Erwerb der Aktien zum Preis von 72,06 € offensichtlich ausgeführt hat.

Schließlich hat Ihnen die Bank mitgeteilt, dass dieser Kauf wieder storniert werden müsse. Storniert werden muss ein Vertrag allerdings erst dann, wenn er zunächst einmal zustande gekommen ist. Mithin haben Sie unter Zugrundelegung Ihrer Angaben die Aktien zum Preis von 72,06 € wirksam erworben, ohne dass dem letzlichen Verkäufer ein Anfechtungsrecht zustünde.

Ich will Sie aber nicht noch weiter verwirren. Im Ergebnis bleibt es jedenfalls bei der von mir gegebenen Antwort sowohl hinsichtlich der Rechtslage und insbesondere im Hinblick darauf, dass Sie Ihren Anspruch auf entgangenen Gewinn mit anwaltlicher Hilfe geltend machen sollten.

Letzteres ist wohl das für Sie Entscheidende!

Vielen Dank für das prompte Akzeptieren der von mir gegebenen Antwort gestern Abend. Sie sind selbstverständlich nicht verpflichtet, die jetzt von mir erfolgte Antwort nochmals, geschweige denn die des Herrn Schiessl zu akzeptieren.

Sollten Ihreseits irgendwelche Rückfragen bestehen, stehe ich selbstverständlich gern zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni


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