So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Medizinrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Interessen schwerpunkt Medizinrecht
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizinrecht hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

F r die Quartale ab 1/2009 erhalte ich quartalsweise von der

Kundenfrage

Für die Quartale ab 1/2009 erhalte ich quartalsweise von der KV-Thüringen Teilaufhebungs-u.Rückforderungsbescheide wegen Überschreitung der Leistungsobergrenzen für Job-Sharing Praxen in Höhe von 5000 bis 12000 €. Mein Sohn und ich sind hausärztliche Internisten mit Zusatzbezeichnung Diabetologe. Obwohl im Weimarer Land/Weimar Hausärztesitze vakant sind und wir in zunehmenden Maße von Typ 2 Diabetikern überwiegend per Überweisung und von Schwangeren mit Verdacht auf Gestationsdiabetes in Anspruch genommen werden, bleibt unsere Leistungsobergrenze bestehen. Gibt es eine Möglichkeit, die Rückforderungen abzuwenden oder zumindest zu verringern?
Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen.
Dr. med. Reinhart Schreiber, E-mailXXX@XXXXXX.XXX.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizinrecht
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Frage kann hier leider nicht abschließend geprüft werden. Hierzu müssten die von Ihnen benannten Bescheide geprüft werden.
Mangels positiver Kenntnis der Bescheide kann nicht einmal ein Orientierung in der Sache erfolgen, so dass Sie mit Ihrem Anliegenn einen Kollegen beauftragen sollten.

Insbesondere müsste geprüft werden, ob eine Ausschlussfrist für die nachträgliche Berichtigung von Honorarabrechnungen in der Sache greift.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Dr. Schreiber,

sehr geehrter Herr Kollege,

 

erlauben Sie mir, die Antwort des Kollegen Roth wie folgt zu ergänzen.

 

Grundsätzlich ist die Empfehlung des Kollegen richtig, dass es in Ihrem Fall durchaus ratsam ist, sich an einen Kollegen vor Ort mit dem Schwerpunkt Arztrecht mit Abrechnungsrecht zu wenden und die Widersprüche von diesem dann begleiten zu lassen.

 

Ein paar Ausführungen möchte ich Ihnen dennoch mit auf den Weg geben.

 

Ihr Budget für RLV und QZV wird quartalsweise durch Bescheid von der KV festgelegt. Gegen diesen Bescheid müssen Sie jeweils, also jedes Quartal Widerspruch einlegen und eine Anhebung des RLV beantragen. Die Anhebung des RLV ist zu begründen. In Ihrer Praxis ist es so, dass Sie überwiegen Patienten per Überweisung erhalten und somit auch zur Behandlung verpflichtet sind. Dies können Sie gegenüber der KV als Begründung ausführen. Sollte ein Kollege in Ihrer näheren Umgebung seine Kassenzulassung abgegeben haben und Sie von diesem Kollegen Patienten übernommen haben, dann stellt dies ebenfalls eine Begründung für die Anhebung des RLV dar.

 

Intern müssen Sie prüfen, ob Sie mehr Patienten haben als zuvor oder ob mehr Behandlungen durchgeführt werden. Steigt Ihre Patientenzahl ist dies ebenfalls eine Begründung für die RLV-Anhebung.

 

Hierneben sollten Sie dringend bei Ihrer KV einen Termin beim Niederlassungsberater oder bei der BWL-Abteilung (soweit vorhanden) vereinbaren. Leider gibt Ihr Sachverhalt nicht her, ob Sie Ihren Sohn angestellt haben oder ob hier eine klassische Praxisgemeinschaft besteht.

Insoweit wäre zu prüfen, ob, soweit Ihr Sohn angestellter Arzt bei Ihnen ist, ein Antrag für einen angestellten Arzt mit Umsatzsteigerung gestellt werden kann.

Bei einer Praxisgemeinschaft wären Überlegungen dazu anzustellen, ob Sie mit Ihrem Sohn nicht eine sog. GP, also eine Berufsausübungsgemeinschaft bilden. Bei beiden Varianten erhält Ihr Sohn dann ein eigenes RLV. Voraussetzung ist jedoch ein freier Arztsitz.

 

Ich hoffe ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darlegen und Ihnen eine angemessene rechtliche Orientierung geben. Falls Sie Nachfragen haben, können Sie diese gern stellen.

Abschließend darf ich Sie um Akzeptanz meiner Antwort entsprechend den AGB´s des Seitenbetreibers bitten. Eine kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Medizinrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung: Interessen schwerpunkt Medizinrecht
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Medizinrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Medizinrecht