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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 264
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
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Mustermann ist jetzt online.

Die Deutsche Zentral Inkasso fordert mich auf 153,52 Euro an

Kundenfrage

Die Deutsche Zentral Inkasso fordert mich auf 153,52 Euro an die Content4u GmbH zu zahlen. Grund soll die Bereitstellung einer Dienstleistung download-service.de sein.
Ich habe diese Leistung nicht angefordert. Wie soll ich mich jetzt verhalten?

Gruß
U. B.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Medizinrecht
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Wahrscheinlich sind Sie Opfer einer sog. Abofalle geworden, d.h. man hat Sie zum Abschluss eines Vertrages verleitet unter Verschleierung der Kostenpflichtigkeit. Wenn dies so richtig ist, sollten Sie folgendermaßen Vorgehen:

Schreiben Sie einen Brief an das Inkassounternehmen und ggf. auch an die GmbH selber.

In diesem Brief

  • weisen Sie darauf hin, dass Sie keinen Vertrag über eine kostenpflichtige Leistung geschlossen haben und dies auch nicht wollten;
  • fordern Sie die Gegenseite auf, darzulegen, warum sie glaubt es sei ein Vertrag mit Ihnen zustande gekommen;
  • erklären Sie hilfsweise den Widerruf und teilen mit, diese sei rechtzeitig, da Sie nicht über Ihr Widerrufsrecht belehrt wurden (Letzteres nur, soweit zutreffend);
  • erklären Sie hilfsweise die Anfechtung des Vertrags wegen Irrtums über die Kostenpflichtigkeit;
  • und weisen Sie daraufhin, dass der Vertrag, wenn er überhaupt zustande gekommen sein sollte, wegen Sittenwidrigkeit gem. § 138 BGB nichtig ist, da die für das Entgelt gebotene Gegenleistung - Bereitsstellung von Software zum Download, die es im Internet ohne großen Aufwand umsonst herunterzuladen gibt - in einem krassen Mißverhältnis zum Entgelt stehen.

Nach meiner bisherigen Erfahrung sollte die konsequente Ankündigung der Nichtzahlung die Sache erledigen. Sollte Ihnen die Gegenseite als "letzten Versuch" einen gerichtlichen Mahnbescheid zustellen, müssen Sie hiergegen Widerspruch einlegen, da sonst ein vollstreckbarer Titel gegen Sie ergehen wird.

Eine Zahlung leisten sollten Sie nicht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen.

Sollten Sie ein Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen "Knopf" anklicken.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Aufklärung des Sachverhalts nicht ersetzen kann oder soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)

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