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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 25298
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Guten Morgen! Vor vier Wochen suchte ich wegen diverser

Beantwortete Frage:

Guten Morgen!
Vor vier Wochen suchte ich wegen diverser Beschwerden einen Endokrinologen auf, Diagnosen : sero-neg Hashimoto mit Umwandlungsstörung t4/t3, Histaminintoleranz, CFS, Öströgendominanz,MCS, div. Mangelerscheinungen. Eine Nebennierenschwäche wurde ausgeschlossen, Allergien, Sarkoidose und Fibromyälgie waren vorher bekannt. Therapie: L-Thyrox von 100 auf 50 reduzieren, dazu Thybon einschleichen auf 1-1-1. Selen, VitK2/D3, DHEA, Progesteron Salbe, abends Melatonin und 5-HTP. Sertralin, was ich mehr als zwei Jahre eingenommen habe, setzte ich vor vier Wochen spontan ab ( blöde Idee, ich weiß..)Seit einer Woche nehme ich nun die empfohlenen Mittel ein. Mir geht es seit gestern extrem schlecht.
Die Erschöpfungszustände sind schlimmer als zuvor, dazu Kreislaufprobleme, Sehstörungen( abgehakte Bilder ), völliger Appetitverlust, Übelkeit, Magenschmerzen, zeitweise Herzrasen/-klopfen, Kopfschmerzen. Am schlimmsten ist aber die totale Erschöpfung.
Können diese Beschwerden aus einer Entzugssymptomatik Sertralin resultieren? Ich habe 50 mg eingenommen. Allerdings ja schon vor vier Wochen abgesetzt....
Kann ein Serotonin-Syndrom vorliegen? Substituiert wird mit 120mg 5-HTP, das ist eigentlich aber nicht ausreichend dafür, oder? Ich denke auch, dass es mir dabei NOCH schlechter gehen müsste....
Habe ich vielleicht zu schnell das Thybon erhöht? Bin jetzt bei 1-0,5-0,5.Vor drei Wochen mit 1-0-0 angefangen.
Das Sertralin wurde mir damals verordnet, da keine Diagnose für meine Erschöpfung festgestellt werden konnte...und es auf Stress geschoben wurde mit depressiven Verstimmungen. Ich bin aber kein "depressiver" Mensch, es half dementsprechend auch nicht...
Der Leidensdruck ist groß, und jetzt am Wochenende erreiche ich auch niemanden...Soll ich selbstständig die Dosierungen verändern?
Bin ratlos und besorgt ...
Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 30 Tagen.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 30 Tagen.

Guten Tag,

Definitiv war es keine gute Idee, das Sertralin abzusetzen, hier spricht viel für Entzugserscheinungen (erst ist ja noch ein gewisser Wirkspiegel vorhanden, so dass das Fehlen auch erst nach einer Weile richtig auffällt). Insofern könnte einen Einnahme jeden 2. Tag über 2 Wochen diese Symptomatik evtl. mildern. An sich sehe ich auch keine Indikation für Sertralin, aber man sollte es nie einfach absetzen. Ein Serotoninsyndrom fällt definitiv aus.

Es ist aber auch denkbar, dass Ihre Thybondosis zu hoch ist. Insofern sollte Montag eine Kontrolle von fT3 und fT4 erfolgen, die kann auch der Hausarzt machen und gleichzeitig mal den Magen abtasten, ob hier eine Gastritis denkbar wäre.

Ob Sie diese ganzen Ergänzungsstoffe wirklich nehmen sollten, würde ich beim Endokrinologen nochmal nachfragen. Nach Eisenmangel suchen und auch mal ein EKG machen.

Alles Gute!

Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
Danke für Ihre schnelle Antwort!
Wenn ich das Sertralin jetzt ausschleiche, darf ich aber das 5-HTP nicht nehmen, richtig? Gilt dieses auch für das Melatonin?
Sollte das 5-HTP die Entzugserscheinungen nicht etwas abschwächen? Ich bin nur verwirrt da es erst nach vier Wochen richtig schlimm wird.
Ein Eisenmangel liegt nicht vor, wurde auch getestet, dafür u.a. ein Mangel an Selen und Serotonin.Die Blutentnahmen erfolgte noch unter der Einnahme des Sertralins,kann es als SSRI für den Serotoninmangel verantwortlich sein?
Ich nehme b.B. Pantoprazol, soll es jetzt aber wenn möglich weglassen um die Resorption nicht zu beeinflussen...
Heute habe ich nur morgens eine Thybon eingenommen, es geht etwas besser. Ich sollte innerhalb einiger Tage immer konstant erhöhen, bis auf 1-1-1...Ich bin groß und sehr schlank, kann es dadurch bei mir länger dauern?
Ich werde Ihren Rat befolgen und Montag zum Hausarzt gehen, bin aber für Ihre Antwort sehr dankbar, ich habe wirklich sehr gehofft dass es mir nach der Diagnose und der Therapie besser geht....leider ist das Gegenteil der Fall...
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 30 Tagen.

So ist es, Melatonin dürfen Sie aber nehmen. Ich denke, dass 5-HTP einfach nicht ausreicht. Nein, SSRI verursacht keinen Serotoninmangel.

Evtl. haben Sie das Pantoprazol wegen Gastritis gebraucht und sollten darauf nicht verzichten.

Mit der Größe hat es nichts zu tun, aber jeder braucht eine andere Dosis, und ich denke, für Sie sind 3 einfach zu viel. Darum der Bluttest.

Sehr gern geschehen. Ich danke für eine freundliche Bewertung meiner Hilfe am Wochenende und wünsche alles Gute!

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.