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docexpert1
docexpert1, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1059
Erfahrung:  Facharzt für Innere Medizin, langjährige Erfahrung in eigener Praxis, Diabetologie,Rheumatologie,Kardiologie,HNO,Derma
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docexpert1 ist jetzt online.

Habe jetzt meinen Arztbrief von der neurologischen

Beantwortete Frage:

Habe jetzt meinen Arztbrief von der neurologischen Untersuchung erhalten. Hänge diesen Brief als Datei an. Wäre schön wenn sie hierzu mir nochmals Ihre Meinung sagen könnten. Im Arztbrief ist leider was falsch beschrieben und zwar ich stehe auf damit die Steifigkeit der Gelenke wieder abnimmt und durch Bewegung ist dies dann der Fall.
Zwischenzeitlich muss ich auch feststellen, dass meine Füße öfters sehr schnell kalt werden, was auch gestern die Physiotherapeutin bei der Krankgengymnastik festgestellt hat. Sie sagt obwohl sie sie bewegt werden sie nicht warm. So etwas hatte ich früher auch nicht.
Mein Arztbrief bezieht sich auf meine Fragen an docexpert1. Ich bitte um Beantwortung.
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Medizin
Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank für die Übermittlung des Berichtes, der im wesentlichen meine Einschätzung bestätigt. Es liegen 3 voneinander unabhängige Erkrankungen vor. 1. Steifigkeit nach früherer SG-Fraktur

2. RLS

3. Tarsaltunnelsyndrom

Die Frage nach der Ursache des Bewegens der Beine ist nicht immer leicht zuzuordnen. Eigenständiger Bewegungsdrang mit Besserung von Mißempfindungen in den Füssen oder willentliches Bewegen gegen die Steifigkeit der SG.

Ihre bisherige Schilderung der Symptom lässt an einen eigenständigen Bewegungsdrang, wie er für das RLS typisch ist denken.

Zur Abgrenzung ist der von der Klinik vorgeschlagene Therapieversuch mit Madopar 125 hilfreich: Bessern sich die Beschwerden, so ist ein RLS bewiesen.

Im Hinblick auf die objektivierbar kalten Füsse, sollte die Durchblutung z.B. mit einer Doppleruntersuchung abgeklärt werden.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hatte jetzt gestern einen Termin beim Hausarzt. Er hat mir jetzt Madopar 62,5 verschrieben. Er meint, mit der kleinsten Dosierung anfangen und dann wenn keine Nebenwirkungen auftreten evtl. auf Madopar 125 gehen, falls sich mit 62,5 nichts ändert. Die Probleme mit der Steifigkeit sieht er nicht beim RLS, sonder wieder bei der Fraktur aus dem letzten Jahr. Also muss ich jetzt wieder zum Durchgangsarzt. Der Neurologe hatte ja auch geschrieben, dass er nur einen Teil der Symptomatik dem RLS zuordnen kann.
Jetzt habe ich noch eine weitere Frage, im Bericht vom Neurologen wird eine Nervenleitgeschwindigkeit NLG tibialis mit 45 m/s genannt. Im BG Krankenhaus wurde eine NLG tibialis von 31 m/s bzw. 35 m/s gemessen (siehe auch Bericht Neurologen). Warum sind hier so große Unterschiede vorhanden. Liegen die gemessenen Werte noch im Normbereich, da ich gelesen habe, dass die Werte NLG tibialis bei ca. 40 m/s liegen müsste, also wären diese bei mir zu niedrig, lt. Messung BG Krankenhaus.
Auch der SNAP - Wert wird vom Neurologen mit 26,5 und 8,4 angegeben. Nach meiner Recherche liegt hier der Wert untere Normgrenze bei 10.
Warum steht dann unter Beurteilung Normalbefund???Wie stelle ich genau fest, wie weit das festgestellte Tarsaltunnelsyndrom fortgeschritten ist?Jetzt noch eine Frage zur Doppleruntersuchung, was kann ich da genau feststellen?Es wäre schön, wenn Sie meine Fragen entsprechend beantworten könnten. Vielen Dank.
Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 1 Monat.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Die Einschätzung und Vorgehensweise Ihres Hausarztes teile ich voll und ganz.

Der Unterschied in den Messungen zwischen Neurologe und BG-Krankenhaus kann zwei Ursachen haben: erstens die normale Schwankungsbreite jeder technischen Untersuchungsmethode im medizinischen Bereich (Hier wird nicht wie in der Autowerkstatt ein Computer ausgelesen) oder - weniger wahrscheinlich- eine tatsächliche Veränderung der NLG im Zeitraum zwischen BG-Krankenhaus und jetziger neurologischer Untersuchung.

Die normale NLG am N tibialis ist mindestens 40 m/s , womit die beim Neurologen gemessenen 45 im/s im Normbereich liegen. der SNAP von 8.4 rechtfertigt nicht den gesamten Befund als pathologisch zu bezeichnen, daher ist die Bezeichnung Normalbefund in der Gesamtschau berechtigt. Allenfalls könnte eine kurzfristige Wiederholung der NLG Messung zusätzliche Sicherheit bringen.

Den Schweregrad des Tarsaltunnelsyndrom kann man mittels NLG feststellen.

Mit der Doppleruntersuchung wird die arterielle Durchblutung der Beine überprüft.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Aber die Messergebnisse am N tibialis zwischen Neurologen und BG Krankenhaus sind doch deutlich unterschiedlich, also als normale Toleranzen kann man doch dies nicht bezeichnen. Ich kenne Toleranzen, komme nämlich aus dem Technikbereich und bin Projektleiterin in einem Ing. Büro.
Die gemessenen Werte im BG Krankenhaus liegen doch deutlich unter dem Normbereich, besonders der mit 31 m/s. Wenn die Werte aus dem BG Krankenhaus stimmen würden, wie würden Sie den Schweregrad von dem Tarsaltunnelsyndrom abschätzen. Bzw. wann müsste nach Ihrer Meinung was gemacht werden, alles operativ und was kann ich eigentlich dagegen machen, dass es nicht schlimmer wird oder sogar besser? Hierzu habe ich bis heute keine Antwort von Ärzten bekommen.
Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar.
Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 1 Monat.

Danke für Ihre Rückmeldung .

Wie ich schon sagte, medizinisch technische Untersuchungen am Patienten haben eben nichts mit Messtechnik im Bereich von Technik oder Elektronik zu tun. Es gibt zu viele Störfaktoren. Ich würde deshalb eine Wiederholung der Untersuchung empfehlen.

Das Tarsaltunnelsyndrom muss spätestens dann operativ angegangen werden, wenn Muskelschwund in den betroffenen Partien zu beobachten ist. Wenn gleichzeitig die NLG auf unter 35m/s abgefallen ist würde man mit der OP nicht zögern. Ansonsten kann versucht werden z.B. mit Einlagen die Situation zu verbessern, grosse Effekte sind hier aber nicht zu erwarten.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Mir wurde heute nochmal Blut abgenommen. Es soll untersucht werden ob ich einen Mangel an Vitamin B12 und Folsäuremangel habe. Ist es richtet, dass ich dann das verschriebene Medikament Madopar 62,5 nicht mehr einnehmen darf?
Sollte ich einen Mangel Vitamin B12 bzw. Folsäure haben, bedeutet das, dass der Verdacht auf RSL ausgeräumt ist?
Auf Eisenmangel wurde ich schon untersucht und da ist alles in Ordnung.
Wann kann man eigentlich eindeutig sagen, dass man RSL hat? Geht das überhaupt?
Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 1 Monat.

Die Diagnose des RLS erfolgt über die Symptomatik. Wenn diese, wie bei Ihnen sehr typisch ist, gibt es keinen Zweifel mehr an der Diagnose.

Manchmal kann man die Diagnosesicherheit durch die versuchsweise Therapie mit Madopar erhöhen (Besserung der Beschwerden unter Madopar stützt die Diagnose).

Bei signifikant erniedrigtem B12/Folsäurespiegel würde ich eine Substitution einleiten und mit Madopar noch abwarten. Dies sollten Sie aber nur in Absprache mit Ihrem HA machen.

Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 1 Monat.

Haben Sie noch Fragen?

Ich antworte gerne!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
War heute nochmal bei meinem Hausarzt bezüglich der Ergebnisse Vitamin B12 und Folsäure. Auch hat er nochmals einen Zuckertest Langzeit Zucker durchgeführt. Er sagt mir, dass die Werte alle in Ordnung sind. Da Madopar 62,5 bei mir nicht angeschlagen hat, hat er auf Madopar 125 erhöht. Er meinte wenn dies wieder nicht anschlägt, kann man nach seiner Meinung das Restless-legs Syndrom bei mir ausschließen. Was sagen Sie dazu? Als ich Madopar 62,5 eingenommen habe, bin ich in der Nacht aufgewacht und hatte wie Angstzustände und als würde mir das Herz abschnüren. Dann bin ich langsam aufgestanden und dann ging es wieder. Dies ist mir 2 passiert.
Jetzt muss ich wieder zu meinen Durchgangsärzten, weil das Problem mit der Steifigkeit der Fußgelenke wird nicht besser. Besonders Abends wenn ich meine Kompressionsstrümpfe ausziehe, dann fangen die Gelenke an innerhalb kurzer Zeit steif zu werden. Besonders schlimm ist es am linken Fußgelenk, dieses wurde auch operiert. Im Moment auch wieder, habe vielleicht seit einer dreiviertel Stunde die Strümpfe ausgezogen und sitze am Tisch und die Fußgelenke werden steif. Dann versuche ich sie zu bewegen, dass sie wieder gelenkig werden.
Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar.
Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 1 Monat.

Nach aktuellen Leitlinien ist es so, dass eine Beschwerdbesserung unter Madopartherapie die Verdachtsdiagnose eines RLS erhärtet, aber umgekehrt ein fehlendes Ansprechen ein RLS nicht ausschliesst.

Wenn Madopar schlecht vertragen oder unwirksam ist könnte man einen Versuch mit Lisurid Pflaster unternehmen.

Die Dosiserhöhung von Madopar könnte ein erster sinnvoller Schritt sein, bei der schlechten Verträglichkeit schon der niedrigen Dosis hätte ich allerdings meine Bedenken.

Es ist gut, dass Sie das Problem mit den Fussgelenken jetzt vom D-Arzt klären lassen.

docexpert1 und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.