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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 25094
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Ich, w, 55 Jahre, wurde am 31.07. von einer Zecke am linken

Beantwortete Frage:

Ich, w, 55 Jahre, wurde am 31.07. von einer Zecke am linken Fußgelenk gestochen. Habe das aber erst am 2. August bemerkt und habe sie vom Arzt entfernen lassen, der aber meinte, es sei gar kein Tier, sondern allenfalls ein Rest. Nach ca. 14 Tagen bekam ich eine Wanderröte, aber nicht lehrbuchmäßig mit innerer Blässe und äußerem Ring, sondern einen großen roten Fleck. Habe darauhin für 12 Tage 2 x 250 mg Cefuroxim bekommen, da ich keine Tetrazykline vertrage. Nach Ende der Behandlung war der Fleck kleiner und blasser, aber noch sichtbar. War daraufhin beim Hautarzt für eine zweite Meinung, der sagte, es sei noch eine kleine Entzündung drin und er hat unter örtlicher Betäubung mit der Pinzette noch etwas herausgeholt. Das war am 1. September. Ich erinnere, dass die Spritze sehr weh getan hat. Am 10. September bekam ich zum ersten Mal einschießende Schmerzen im Fuß zusammen mit Schwächegefühlen und Weinkrämpfen. In einer Notfallambulanz stellte ich mich vor und zeigte auch Fotos vom Zeckenstich. Der Arzt sah sich den Fuß an und meinte, für eine Borreliose spräche das nicht. Danach war ich 2 Wochen im Urlaub und bin viel gelaufen, hatte teilweise aber Schwächegefühle in den Beinen. Am 4. Oktober wurde mein Blut auf Borreliose getestet, Ergebnis negativ. Für den Hausarzt ist damit das Thema durch. Ich habe aber immer noch gelegentlich diesen einschießenden Schmerz mit begleitendem Schwächegefühl und Weinkrämpfen. Laufen und Treppensteigen geht aber normal. Hinzu gekommen sind gelegentlicher Nachtschweiß und Schlafstörungen. Fieber und Grippesymptome habe ich keine. Meine Frage: Kann es sich trotz allem um eine Borreliose handeln? Ich habe Angst, dass es immer schlechter wird. Oder kann auch durch den Eingriff beim Hautarzt eine Infektion oder eine Nervenverletzung erfolgt sein? Ich bin psychisch schon ziemlich angeschlagen, weil ich nicht mehr weiter weiß. Was meinen Sie?
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Medizin
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich vertrage auch zurzeit keinen Kaffee und sonstige anregenden Substanzen, nicht einmal Rooibos-Tee
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 1 Monat.

Guten Tag,

Das sind keine Zeichen einer Borreliose, und darum hätte ich diesbezüglich (insbesondere nach der Antibiose und bei negativen Titern) gar keine Sorge mehr, Natürlich kann eine Entzündung auch von einem so kleinen Stich ausgehen, aber dann wäre der ganze Unterschenkel und Fuß immer noch rot, heiß und geschwollen. da das nicht der Fall ist, können wir eine Infektion ausschließen; eine Nervenverletzung mit dieser Symptomatik geht einfach nicht bei einer oberflächlichen Fremdkörperentfernung.

Ihre Symptomatik erklärt sich sicher orthopädisch (Bandscheibe? Ischiasreizung?) und sollte bei Fortbestehen dort geklärt werden. Wegen Nachtschweiß und Schlafstörungen (nicht selten ganz normal um die Menopause herum) könnte man die Entzündungszeichen im Blut untersuchen, falls nicht geschehen. Ich erwarte hier aber keinen Befund und wünsche Ihnen das Allerbeste!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrte Frau Dr. Gehring, vielen Dank für Ihre rasche Antwort, die mich schon einmal sehr beruhigt. Einerseits spüre ich zwar bei leichtem Druck, dass unter der Haut im Unterschenkel noch immer etwas ist (leichtes Stechen) andererseits kann ich mir aber auch vorstellen, dass meine Muskulatur und mein Skelett (Ich mache keinen Sport) durch oft einseitiges Tragen schwerer Taschen, falsche Sitzhaltung und sicher auch einseitige und mangelhafte Ernährung überlastet ist. Außerdem habe ich eine anstrengende Reise nach New York mit schwerem Gepäck und hohen Temperaturen/Luftfeuchtigkeit hinter mir. Vielleicht spielt das auch eine Rolle. Ich denke evtl an die Konsultation eines Orthopäden oder Neurologen, was meinen Sie? Und könnten evtl. B-vitamine oder Magnesium helfen?
Beste Grüße
R. Treutler
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Was ich auch noch erwähnen wollte, mir wurden dieses Jahr für drei Monate (April bis Juli) Säureblocker (PPI) verordnet. Jetzt nehme ich sie nicht mehr. Vielleicht ist aber auch meine Darmflora ein wenig durcheinandergeraten. Am Dienstag habe ich eine Koloskopie, danach weiß ich mehr
Experte:  Dr. Gehring hat geantwortet vor 1 Monat.

PPI haben damit nichts zu tun. Ich schlage vor, den Orthopäden aufzusuchen. Falls die betroffene Wade etwas geschwollen ist, müsste man auch noch eine Thrombose ausschließen (der D- Dimer- Test erlaubt das auch im Blut in der Hausarztpraxis).

Alles Gute und danke für eine freundliche Bewertung meiner Hilfe!

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.